Neuhardenberg (moz) Die Zeit, wo sich vor dem Schloss Schlagloch an Schlagloch reiht, ist vorbei. Seit gut einer Woche sind Bauleute der Firma GaLa-Bau damit beschäftigt, den Weg vor dem Hotel mit Steinen zu verlegen. Bislang gab es dort lediglich eine Splittbefestigung, die im Laufe der Zeit immer wieder zerfahren wurde. Die Ausbesserung des Weges war für die Schlossstiftung in den vergangenen Jahren jedesmal mit hohen Kosten verbunden, da der Weg zum denkmalgeschützten Ensemble gehört und Auflagen eingehalten werden mussten.
Bereits bei der Sanierung des Areals hatten Schlossstiftung und Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Weg aufgrund der Belastung mit stabilem Material versehen werden müsse. Die Denkmalschutzbehörde hatte jedoch auf einen Splittweg beharrt. Anfang des Jahres fanden die Beteiligten nun einen Kompromiss, der seit vergangenen Montag umgesetzt wird.
Die Arbeiten haben unterdessen mit Verzögerung begonnen. Der Grund: Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hatte, nachdem die Ausschreibungen erfolgt waren, eine sogenannte Bemusterung gefordert. Dazu sollte ein Teilstück vor dem Baustart mit den verwendeten Materialien verlegt werden. Ohne die Bemusterung sei der Baubeginn nicht genehmigt worden, hieß es aus der Verwaltung. Im Zuge dessen forderte die Behörde, dass kein grauer Splitt bei der Verlegung der Steine, sondern gelber verwendet werden müsse. Durch dieses Detail wären auf die Gemeinde jedoch deutliche Mehrkosten zugekommen. „Die Baufirma war sehr kulant“, sagte Cornelia Korbanek, „und hat der Denkmalschutzbehörde mehrere Vorschläge unterbreitet, von denen einer umgesetzt wird.“ Tatsächlich wird nach der Fertigstellung des Weges nun gelber Splitt zu sehen sein – für die unteren Schichten wird der günstigere, graue Splitt verwendet.
In vier bis sechs Wochen werden die Arbeiten vor dem Schloss-Hotel abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei rund 50 000 Euro, die auf den einzigen Anlieger umgelegt werden, die die Schlossstiftung.
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