Hamburg (DDP) Die geplanten neuen Eigenkapitalregeln (Basel III) bringen den deutschen Landesbanken offenbar große Probleme. Fast ein Drittel ihres Kernkapitals, insgesamt 17,3 Milliarden Euro, habe Ende 2009 aus sogenanntem Hybridkapital und aus stillen Einlagen bestanden, berichtete „Der Spiegel“ am Samstag vorab. Beides wolle der Basler Ausschuss in Zukunft in vielen Fällen nicht mehr als hartes Kernkapital gelten lassen.
Nicht im Überfluss da: Die geplanten neuen Eigenkapitalregeln (Basel III) bringen den deutschen Landesbanken offenbar große Probleme.
Insbesondere träfen die geplanten neuen Regeln, die ab 2013 schrittweise in Kraft treten sollen, die WestLB und die Landesbank Berlin. Sie müssten aus heutiger Sicht unter Basel III rund ein Viertel ihres Kernkapitals ersetzen. Auch die Landesbank Baden-Württemberg dürfe künftig aller Voraussicht nach 4,58 Milliarden Euro ihres Kapitals nicht mehr als hartes Kernkapital nutzen, weil die Bank sich bis 2013 in eine Aktiengesellschaft umwandeln müsse.
Wenn eine Bank nicht als Aktiengesellschaft firmiert, können dem Bericht zufolge stille Einlagen weiter zum harten Kernkapital zählen. Diese Ausnahme, die deutsche Verhandlungsführer in Basel erstritten hätten, rette Sparkassen und Landesbanken, die noch als Anstalt öffentlichen Rechts firmierten. Zu dieser Gruppe gehöre etwa die Helaba, die anderenfalls 53 Prozent ihres Kernkapitals verloren hätte.
Die stillen Einlagen der Commerzbank in Höhe von 17,2 Milliarden Euro seien dagegen kein Problem. Staatsgelder, die in der Finanzkrise zur Verfügung gestellt wurden, sollen bei Basel III von einer Ausnahmeregelung profitieren, schreibt das Magazin.
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