München (AP) Frischgebackene Rentner geben mehr Geld für Alkohol und weniger für Körperpflege aus. Wie die GfK-Marktforschung am Donnerstag mitteilte, wird der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer die Nachfrage im Einzelhandel in den nächsten Jahren verändern. So geben Neurentner fast 30 Prozent mehr für Sonderangebote aus als zu Zeiten, als sie noch berufstätig waren. Sie hätten mehr Zeit für Preisvergleiche, meist aber weniger Geld als vorher, erklärte die GfK.
Für Körperpflege und Kosmetika geben Neurentner vier Prozent weniger aus als vorher. Dagegen steigen die Ausgaben für Alkohol und heiße Getränke um je drei Prozent, die für Hundefutter sogar um 30 Prozent. „Man muss sich nicht mehr fürs Büro herausputzen, dafür hat man jetzt Zeit für ein Haustier“, erklärten die Konsumforscher. Neurentner gehen der Studie zufolge 226 Mal im Jahr in ein Lebensmittelgeschäft zum Einkaufen - der Durchschnitt aller Verbraucher nur 199 Mal, Berufstätige sogar nur 179 Mal. Am meisten profitieren Bäcker und Metzger sowie Discounter und Hersteller billigerer Handelsmarken vom veränderten Einkaufsverhalten.
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