"Angesichts der Kriege auf der Welt ist das Denkmal auch heute nicht ganz unwichtig", meint Dieter Gadischke, der Ende der 1990er Jahre für die Errichtung der Metallplatte mitkämpfte, auf der ein Mann mit verbundenen Augen auf zerschossenem Grund hängt. Auch wenn die Wehrpflicht hierzulande der Geschichte angehört und die zu Beginn noch heftig geführte Diskussion um das Denkmal mittlerweile mehr oder weniger verstummt ist.
Trotzdem, oder gerade deswegen, findet Gadischke, dass es noch besser in das tägliche Stadtgeschehen eingebaut werden könnte. Zum Beispiel touristisch. "Über eigene Flyer oder eine Extraführung", sagt der 58-Jährige, der jedes Jahr gemeinsam mit Jugendlichen zur Geschichte des Denkmals arbeitet. Zumindest am 15. Mai steht es einmal mehr im Fokus. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 19 Uhr.