Seit Mai laufen die Dreharbeiten für eine 90-minütige Dokumentation. Die soll bald im Kino laufen. „Wir werden uns zwar im Wesentlichen an dem Buch orientieren, werden aber auch hier und da Impressionen einfließen lassen, wie zum Beispiel eine Fahrt auf der Havel“, kündigt Regisseur André Schäfer an.
Mit seinem Team will er jeden treffen, der auch im Film erwähnt wird. Unter anderem steht auch ein Date mit den Punkrockboys von „5 Teeth Less“ an. Sie werden auch zu einem Konzert bis nach Rpgen begleitet. Ob das Fernsehteam auch ins „Haus Vaterland“ darf, ist derzeit noch unklar. Das Gastwirt-Ehepaar Uebel ist gar nicht gut auf die ganze „Deutschboden“-Geschichte zu sprechen. Die Kneipe war nicht ganz so gut weggekommen in dem Roman. Dass hier allerdings nicht alles so ist, wie im Buch beschrieben, hat der Regisseur schon mitbekommen.
André Schäfer nimmt die Rolle des „teilnehmenden Beobachters“ ein, also die des neugierigen Journalisten, der sich unvoreingenommen auf die Kleinstadt und ihre Menschen einlässt. Autor Moritz von Uslar hingegen soll hin und wieder durchs Bild laufen. Mit einem Budget von rund 500 000 Euro wird die Produktionsgesellschaft „Florianfilm“ aus Köln den Film herstellen. „Für einen Spielfilm ist das wenig, für eine Dokumentation aber sehr viel“, so der Regisseur, der das Buch „Deutschboden“ großartig findet.
Bis Oktober soll dann alles komplett im Kasten sein. 2013 will André Schäfer mit der Dokumentation auf der Berlinale laufen. Ob es dazu kommt, „kann jetzt aber noch nicht gesagt werden. Wir bewerben uns darum“, sagt André Schäfer. Im Herbst 2013 soll „Deutschboden“ dann auch in die Kinos kommen.