Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Reservisten, die unter anderem Ausbildungen und Benifizkonzerte organisieren sowie die Kriegsgräberpflege unterstützen. Auch ging er auf die Entwicklung der größten und aktivsten Brandenburger Kameradschaft ein. Die einschneidendste Veränderung sei die Auflösung der Panzerartilleriebataillons 425 im Sommer 2006 gewesen, durch die der "Rote Adler" seine militärische Basis in der Lehnitzer Kaserne verloren habe. "Es ist bewundernswert, dass der Verband es trotzdem geschafft hat, immer noch so präsent zu sein", so der Bürgermeister.
Als Festredner war außerdem Generalmajor a. D. Friedrich Freiherr von Senden eingeladen. Auch er war voller Anerkennung für die Arbeit der Reservisten. "Reservisten sind Patrioten, die einen wertvollen Dienst für ihr Land erbringen". Er erinnerte sich an die Zeit nach der Wende, in der die Bundeswehr das Kommando über die Reservistenverbände in Deutschland übernahm und die Ausbildung und den Personalaufbau anging. Gleichzeitig prangerte er aktuelle verteidigungspolitische Entwicklungen an, beispielsweise die Abschaffung der Wehrpflicht und die schlechte materielle Ausstattung mit Kampfsystemen, und stieß auf Zustimmung im Publikum.
Bevor es zum gemütlichen Teil überging, ehrte der neue Vorsitzende der Reservistenkameradschaft, Oberstleutnant der Reserve, Jörg Schiller, seine Mitstreiter Detlef Mischorr und Bernd Fischer für ihre zwanzigjährige Mitgliedschaft. Vom Reservistenverband erhielt der frühere Vorsitzende der Kameradschaft, Hauptfeldwebel der Reserve, Marco Schön, der erst vor einem Monat aus dem Amt geschieden war, die Silberne Nadel für herausragende Leistungen.