„Siwa“ ist die Göttin des Lebens, der Kraft, der Schönheit und des Glücks. Der Namenszusatz „Sweeti“ entspringt der slawischen Schreibweise für Schwedt. Das 13 Meter lange Eichenholz-Schiffes soll künftig multifunktional zum Einsatz komme. Gestern unterzeichneten vier Personen einen Vertrag, der die Aufgaben des Partner-Quartetts auflistet.
Der Bildungsverbund als Erbauer und Eigner, die Touristik-Fachleute als Werbe-Flaggschiff fürs Boot und Koordinatoren für dessen Vermarktung, die Wassersportler mit „Siwa“-Kapitän Christian Bielefeld als Betreiber und die Uckermärkischen Bühnen als einer der künftigen Nutzer sitzen hierbei sprichwörtlich in einem Boot.
„Ab kommendem Sonntag kann jedermann auf dem Slawenboot anheuern“, wirbt Susanne Pätzold, die Geschäftsführerin des Tourismusvereins Unteres Odertal. Ob Ausflugsfahrt, Teamstärkung, ob Familientreffen oder Begleitprogramm zu einem Seminar – die Besatzung sei auf die Wünsche der Gäste eingestellt. Bis maximal 18 Personen können das Slawenboot gleichzeitig nutzen. Für den Premieren-Sonntag, den 1. Mai sind noch Buchungen möglich.
In jedem Jahr soll es bis zum 
30. September Ausfahrten mit dem Slawenboot geben. Die „Siwa Sweeti“ wird zudem Kulisse für das Fantasyspektakel „Im Bannfluch der Göttin“ der Uckermärkischen Bühnen. Am 10. Juni ist Premiere auf der neuen Freilichtbühne. Das Boot spielt eine tragende Rolle, wenn Slawen, christliche Ritter und Wikinger ihre Fehden austragen. Die Hauptdarsteller, Manja Kloss und Stefan Bräuler, gingen gestern mit auf Probefahrt.
„15 oder 16 Vorstellungen wollen wir geben, davor wird so bis zu zehnmal live mit dem Schiff geprobt“, informiert Intendant Reinhard Simon. Dazu heißt es im gestern unterschriebenen Vertrag: „Die Nutzung durch die Ubs. hat Priorität.“ Bei Fahrtwünschen sollte man sich also auch am Spielplan des Theaters orientieren. Der Tourismusverein gibt Hilfestellung. Zwischen Criewen und dem Hafen können die Touren absolviert werden. Selbst rudern ist erlaubt. Wer es gemütlicher mag, der lässt den 20 PS starken Motor anwerfen. Die Stabilität des Bootes wird auch dadurch gewährleistet, dass mitten im Deck 
1,2 Tonnen Steine deponiert sind. „Eigentlich hat das Boot auch einen neun Meter hohen Mast sowie über 20 Quadratmeter Segelfläche“, verrät Kapitän Christian Bielefeld. Doch die Brücken auf der Strecke seien für einen Segeltörndafür zu niedrig. Versierte Besatzungen aber könnten den Mast durchaus in einer Viertelstunde auf und abbauen, animiert Bielefeld Interessenten zum Training.
Fahrten buchen: Tel. 03332 25590; per Fax 03332 255959; Mail: touristinfo@unteres-odertal.de