Passow/Pinnow Das Alarmierungssystem für Rettungskräfte im Amtsbereich Oder-Welse scheint wieder zu funktionieren. Das bestätigen Kreisverwaltung und Amtsbrandmeister Ralf Hugger übereinstimmend. Bisher kann jedoch niemand sagen, warum die Alarmketten bei einem schweren Verkehrsunfall mit einem Tanker versagt hatten. Das Unglück ereignete sich vor wenigen Tagen auf der Bundesstraße 166 zwischen Passow und Zichow in Höhe der sogenannten Schwarzen Hölle. Dabei hatte ein Pkw einen entgegenkommenden vollbeladenen Tanklastzug auf der gesamten Länge gestriffen. Anschließend raste der Wagen in einen dahinter fahrenden Kleintransporter mit Arzneimitteln. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Während alle umliegenden Feuerwehren in ihren Depots blieben, rückte die Schwedter Feuerwehr mit ihrem Gefahrgutzug zu dem fast 20 Kilometer entfernten Unfall aus. Dafür benötigten die Wagen fast 20 Minuten. In den viel näher gelegenen Gerätehäusern von Briest, Zichow, Gramzow, Fredersdorf, Golm und Passow blieben die Sirenen und Alarmpieper still. Dabei hatte die neue Leitstelle in Eberswalde den Alarm vorschriftsmäßig ausgelöst. Demnach hätte es zumindest im Depot von Passow schrillen müssen. Dort befand sich zum Unfallzeitpunkt sogar der Wehrleiter vor Ort. Bei Verkehrsunfällen zählt jede Sekunde, um möglicherweise eingeklemmte Menschen aus ihren demolierten Autos zu retten.