Oranienburg Einsatz 120 Polizisten beenden Schlägerei bei Herbstfest

Die Polizei musste beim Herbstfest in Oranienburg eingreifen.
Claudia Duda / 20.10.2019, 17:10 Uhr - Aktualisiert 20.10.2019, 19:43
Oranienburg (MOZ) Am Ende herrschte ein großes Durcheinander: Auf dem Herbstfest in Oranienburg hat es am Wochenende eine große Auseinandersetzung gegeben, bei der zwei Gruppen aufeinander losgingen. Die Brandenburger Polizei musste sogar Hilfe bei der Bereitschaftspolizei in Berlin erbitten. Insgesamt waren 120 Beamte im Einsatz.

Wie Polizeisprecherin Dörte Röhrs am Sonntag mitteilte, hatte der Streit vermutlich am Freitag begonnen. Da habe es bereits körperliche Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen gegeben.  Am Sonnabend seien die Gruppen wieder aufeinandergetroffen. Personen mit Migrationshintergrund seien auf eine Gruppe deutscher Staatsbürger getroffen. "Wer den Streit angefangen hat, können wir nicht mehr nachvollziehen", sagte Dörte Röhrs. Sicher ist, dass am Ende alles Mögliche geworfen wurde – Flaschen und sogar Steine.

Wie viele Streithähne sich am Rande des Festes vor dem Oranienburger Schloss ein Gefecht geliefert haben, sei schwer zu beziffern. "Wir gehen von ungefähr 50 Personen aus, es können aber auch mehr gewesen sein", so Röhrs. Die Beamten aus Oberhavel seien dazwischengegangen, allerdings mussten sie Verstärkung anfordern. Dadurch konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden.

Es wurden mehrere Strafanzeigen gegen Personen beider Gruppen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. So wurde ein Tierabwehrspray von der Polizei sichergestellt, mit dem zuvor Menschen verletzt worden waren. Bis nach Mitternacht war die Polizei damit beschäftigt, die Gruppen auseinanderzuhalten. Es wurden Platzverweise erteilt. "Die Kollegen haben sie teilweise bis durch die Stadt begleitet, damit die Gruppen nicht wieder aufeinandertreffen", erklärte Dörte Röhrs. Und das Herbstfest geht weiter. Die Polizei werde auch noch in den kommenden Tagen wachsam sein, kündigte die Polizeisprecherin an. Außerdem würden die Ermittlungen fortgesetzt.

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