Schöneiche Neujahrsempfang FDP fordert Muskelring statt Speckgürtel

Beim Empfang: Thomas Wötzel (v.l.), Claudia Schubert und Sebastian Czaja
Michel Nowak / 20.01.2020, 06:30 Uhr
Schöneiche (freier Autor) Die geplante Tesla-Ansiedlung in Grünheide war das dominierende Thema beim Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Oder-Spree.

Wohl auch, weil der Grünheider Thomas Wötzel in seiner Rede gleich zu Beginn auf die künftige Gigafactory zu sprechen kam. Grundlegend positiv steht der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende der geplanten Tesla-Fabrik gegenüber. "Wir wollen aber besser informiert werden und auch mitgestalten", so Thomas Wötzel, gleichzeitig Vorsitzender des Grünheider Finanzausschusses.

Von Bürgermeister Arne Christiani forderte er in diesem Zusammenhang einen "Kommunikationsfahrplan". Thomas Wötzel sagte, ihm sei bewusst, dass Tesla auch spalte. Sorgen – etwa über die geregelte Trinkwasserversorgung – müssten ernst genommen werden: "Es gilt, solche Probleme anzugehen und zu lösen."

Der Berliner FDP-Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja gratulierte zur Tesla-Ansiedlung und ging dann in einem Grußwort auf die Kooperation zwischen Brandenburg und Berlin ein. Vor allem bei den Themen Mobilität und Verkehr gebe es enormen Nachholbedarf. Sebastian Czaja forderte mit Blick auf jetzt schon 330 000 tägliche Pendler einen "Ausschuss zur Zusammenarbeit in der Metropolregion" mit Abgeordneten aus beiden Parlamenten. "Das wäre eine Riesenchance, dass sich die beiden Länder nicht wechselseitig das Wasser abgraben, sondern eine erfolgreiche Gesamtentwicklung vorantreiben." Unter diesen Voraussetzungen könne aus dem "Speckgürtel" auch ein "Muskelring" werden.

"Lösungen zu entwickeln, ist die angeborene Rolle der FDP", befand auch Moderatorin Claudia Schubert während der späteren Fragerunde. Der Neujahrsempfang war eine Premiere und wurde vom Regionalverband Müggelspree organisiert. Aktuell zählt der FDP-Kreisverband Oder-Spree rund 70 Mitglieder.

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