Angetreten zur Begrüßung
Wie das in Fredersdorf seit jeher üblich ist, tritt die gesamte Mannschaft von Feuerwehrchef Kurt Galow geschlossen an, um das Fahrzeug einzuweihen. Doch diesmal hat der Zichower Bürgermeister Martin Röthke sogar den üblichen Neujahrsempfang verändern lassen, um alle Helfer des Brandschutzes in den Mittelpunkt zu stellen und zu bewirten. "Im gesamten Amt Gramzow steht die Feuerwehr hoch im Kurs", so Röthke, der auch Amtsausschussvorsitzender ist. "Zwei Drittel der Beschlüsse des Amtsausschusses betreffen die Feuerwehr."
Eigentlich hatten die Zichower auf eine Förderung für ein neues Auto gehofft. Doch wurde ihr Bedarf auf der Prioritätenliste kreisweit mehrfach verschoben. Damit bewilligte das Amt den Ankauf eines gebrauchten Tanklöschfahrzeugs. Eigentlich handelt es sich um einen früheren Rüstwagen, der allerhand Technik an Bord hat. Dazu gehören Notstromaggregate, Pumpen, Schläuche, Schaumlöscher, Verteiler und ein Tank mit 1600 Liter Wasser.
Vor allen Gästen übergibt Martin Röthke feierlich den Schlüssel des neuen Wagens. Der muss mindestens 20 Jahre halten. Gleich daneben steht noch ein W 50 aus DDR-Produktion, ebenso gepflegt, 31 Jahre alt. Den Tanker haben die Fredersdorfer einst von der Landesschule Eisenhüttenstadt ergattert. "Wir sind mit unserer Ausstattung jetzt sehr zufrieden", sagt Kurt Galow. Seine Wehr umfasst 21 Aktive und 14 Jugendliche. "Mir ist um die Zukunft des Brandschutzes in unserer Region nicht bange", so Martin Röthke.
Auch in den Ortsteilen Golm und Zichow sind Ersatzfahrzeuge angekommen. In Golm wurde ein älterer Wagen ausgetauscht. In Zichow war das Auto bei einem Brand in der Gerätehalle abgefackelt.
Oldtimer im Afrika-Einsatz
Die alte Susi I, bis zum letzten Tage geliebt von den Kameraden, hatte 20 Jahre ihren Dienst versehen. Doch das 44 Jahre alte Fahrzeug litt unter Alters- und Ersatzteilschwäche und wurde ausgemustert. Eigentlich sollte Susi Oldtimer werden. Doch dem Vernehmen nach ist sie weiter im Einsatz. Und zwar in Afrika.