Eine sozialistische Planstadt, in den 1950er Jahren gebaut. Eine Zukunftsvision, die Stein gewordenen Idee einer idealen Gesellschaft. Zunächst hieß sie Stalinstadt. 2020 heißt die Stadt  Eisenhüttenstadt, ist eine schrumpfende Stadt und ein Museum – das größte Flächendenkmal Deutschlands.
Was ist heute mit den Ideen und den Utopien, aus denen heraus sie entstand? Ist die Vorstellung einer Idealstadt ein Ansatz, über die Gegenwart und ihre Herausforderungen nachzudenken?  Lässt sich in „Hütte“ eine grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft stellen?

Kunstverein Neuzelle ist Organisator

Diese und ähnliche Themen stellt das Projekt „Eisenhüttenstadt: zwischen Modell und Museum“, das startet, als ein so genanntes Pleinair des Landkreises Oder-Spree: eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, verbunden mit einer Ausstellung. Organisator ist der  Kunstverein Neuzelle. Beteiligt sind der Landkreis, die Stadt Eisenhüttenstadt, das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Sparkasse Oder-Spree. Die Konzeption und kuratorische Betreuung hat Niklas Nitschke übernommen.

Ausstellung in der Wochenkrippe

In der Ausstellung in der ehemaligen Wochenkrippe in der Erich-Weinert-Allee 4, die heute um 18.30 Uhr eröffnet wird, stellen zwölf Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftler, ein Philosoph und eine Autorin  ihre für die Stadt ersonnenen Projekte vor. Die Ausstellung ist bis 4. Oktober jeweils samstags und sonntags geöffnet.

Symposium im Theater

In einem Symposium im Friedrich-Wolf-Theater geht es am Sonnabend von 9.30 Uhr bis 17 Uhr um die Bedeutung des Konzepts der Modellstadt im sozialen, gesellschaftlichen, städtebaulichen Planen heute – vor dem Hintergrund einer Diskussion zwischen Stadtbewohnern über das Leben in der ehemaligen Planstadt.

Infos: www.kvneuzelle.de, Tel. 0172 8943208