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Kirche Jacobsdorf erst ab Mitte Oktober saniert

Maroder Turm muss warten: Die Sanierung wird nun erst Mitte Oktober beginnen.
Maroder Turm muss warten: Die Sanierung wird nun erst Mitte Oktober beginnen. © Foto:
Cornelia Link / 23.09.2009, 20:11 Uhr

Jacobsdorf Die Sanierung des Jacobsdorfer Kirchturms sollten schon Ende August beginnen, dann hieß es ab 21. September. Nun geht es erst am 12. Oktober los. Für die Verzögerung macht Pfarrer Andreas Althausen Planer Armin Gebauer verantwortlich. Der wiederum sieht das Bau-Ende trotz Zeitverzug bis Mitte Dezember als realistisch an.

Althausen war gutgelaunt Anfang September aus seinem Urlaub zurückgekehrt. "Ich habe mit Entsetzen feststellen müssen, dass die Sanierung noch immer nicht losgehen kann. Der Grund liegt im schlechten Zeitplan von Planer Armin Gebauer", sagte Althausen sauer jüngst auf MOZ-Nachfrage. "Der Briesener widmet sich mit Engagement anderen Dingen, beispielsweise seiner Kandidatur für den Landtag, nur bei uns ist er nicht wirklich aktiv. Das ist sehr ärgerlich, zumal er bei der Kirchen-Sanierung in Biegen und Pillgram wirklich einen guten Job gemacht hat."

Da das Fördergeld für die Maßnahme - Sanierung des Kirchturms inkl. Holzkonstruktion für 100 000 Euro - noch dieses Jahr verbaut werden muss, hätten viele Institutionen und Sponsoren beim Pfarramt ständig angefragt, wann es endlich losgehe. "Das ärgert, wir haben ja auch einen Ruf zu verlieren." Kurzerhand wurde jüngst in der Gemeindekirchenrats-Sitzung ein neuer Zeitplan, abgestimmt mit dem Planer, beschlossen. Noch bis 24. September laufen demnach die Ausschreibungen, am 28. September ist Submission, die Verträge mit den Baufirmen werden am 5. Oktober rausgeschickt und am 12. Oktober ist Baustart-Termin. "Das ist ein sehr enges Zeitfenster, da darf nichts mehr schief gehen. Hoffentlich ist noch lange gutes Wetter, denn viele Arbeiten am Mauerwerk können nur frostfrei durchgeführt werden."

Probleme mit Terminen räumt Armin Gebauer auf MOZ-Nachfrage ein. "Wir mussten in statischer Hinsicht noch zusätzliche Planungsleistungen machen, waren da aber abhängig von externen Prüfern, das hat leider Zeit gekostet." Um den Verzug wieder reinzuholen, habe er nun einige Leistungen gleich kombiniert ausgeschrieben. "Dadurch holen wir die 14 Tage wieder auf. Das Bauende, Mitte Dezember, schätze ich immer noch als realistisch ein", so Gebauer.

Weitere rund 100 000 Euro werden zudem im nächsten Jahr beim zweiten Sanierungs-Abschnitt verbaut - für das Kirchenschiff und Dach. Die Planungen dafür soll ebenfalls Armin Gebauer machen - noch. "Geht jetzt beim Turm etwas schief, ziehen wir uns als Kirchengemeinde zurück, suchen uns einen anderen", sagt Althausen deutlich.

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