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Russomobil machte gestern Vormittag Station am Scholl-Gymnasium

Kulturbüro auf Rädern

Modernes Lehrmaterial: Elena Salamaykina (27) vom Russomobil schaut mit Paula Borchert, Max Gerhardt und Daria Detler (v. l.) in russische Jugendzeitschriften.
Modernes Lehrmaterial: Elena Salamaykina (27) vom Russomobil schaut mit Paula Borchert, Max Gerhardt und Daria Detler (v. l.) in russische Jugendzeitschriften. © Foto: MOZ/Lea Sophie Lukas
Lea Sophie Lukas / 13.12.2011, 07:23 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Was ist typisch Russisch? Matroschka-Puppen, sagen die einen. Andere denken sofort an Wladimir Putin. Auch die Neuntklässler am Geschwister-Scholl-Gymnasium gaben gestern Antworten wie diese. Im Laufe des Vormittages lernten sie allerdings noch einiges mehr über Russlands Geschichte, Kultur und Bevölkerung. "Es ist unser Ziel, bei deutschen Jugendlichen das Interesse an der russischen Sprache zu fördern", sagte Oksana Kogan-Pech. Zu diesem Zweck war die Projektkoordinatorin im "Russomobil" gemeinsam mit drei russischen Kolleginnen aus Berlin nach Fürstenwalde gekommen.

Das Russomobil ist so etwas wie ein Sprach- und Kulturbüro auf Rädern. Ins Leben gerufen wurde es vom Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO), der sich für die Vertiefung der Beziehungen zu den Menschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einsetzt. Tag für Tag rollt das Mobil über die Straßen in Berlin und Brandenburg und macht Station an Grund- und Oberschulen. "Der Zuspruch ist groß. Bis März haben wir keine Termine mehr frei", sagte Oksana Kogan-Pech.

Umso mehr freute sich Russischlehrerin Marion Wehr, dass es ihr geglückt war, das Mobil nach Fürstenwalde zu lotsen. "In zwei unserer vier neunten Klassen wird Russisch als zweite Fremdsprache gelehrt. Wir bemühen uns sehr darum, auch außerschulische Kontakte zu knüpfen", sagte Marion Wehr. Viele Schüler bevorzugten den ebenfalls angebotenen Französischunterricht. "Aber es setzt sich auch mehr und mehr das Bewusstsein durch, dass es für das spätere Berufsleben sinnvoll sein kann, eine osteuropäische Sprache zu lernen."

Paula Borchert lernt Russisch dagegen nur, weil es ihr Spaß macht. "Außerdem haben es meine Eltern in der Schule auch gelernt, und es ist praktisch, dass sie mir heute helfen können", sagte die 14-Jährige. Klassenkameradin Daria Detler hat ihre Russischkenntnisse bereits in die Wiege gelegt bekommen. "Ich bin in Russland geboren und kann die Sprache." In der Schule will Daria jetzt noch Theorie pauken - und vor allem ihre Grammatik verbessern. Der Besuch des Russomobils kam bei beiden Mädchen gut an.

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