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Werner E. Ablaß feierte seinen 65. Geburtstag und wird die Bundeswehr künftig beraten

Werner E. Ablaß feierte seinen 65. Geburtstag

Freundschaftliche Umarmung: Lothar de Maizière gratulierte gestern Werner E. Ablaß (r.) nachträglich zum Geburtstag.
Freundschaftliche Umarmung: Lothar de Maizière gratulierte gestern Werner E. Ablaß (r.) nachträglich zum Geburtstag. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Detlef Klementz / 13.12.2011, 07:58 Uhr
Strausberg (MOZ) "Bevor meine Frau und ich das Land verlassen", wolle er noch zum Empfang anlässlich seines 65. Jubiläums einladen, hatte Werner E. Ablaß auf die Karten drucken lassen - und damit auf leichte Verwirrung gesetzt. Ziehen die beiden aus Strausberg in ein anderes Bundesland oder gar ganz weit weg?, fragten sich einige der Gäste, die gestern auf das Wohl des Beauftragten für Sonderaufgaben der Bundeswehr in den Neuen Ländern anstießen. Ablaß, der am eigentlichen Geburtstag in Familie feierte und gestern in der AIK empfing, nannte Wien als Zielort. Dort nämlich will er am 16. Dezember mit seiner jungen Ehefrau Judith Silberhochzeit feiern.

Ansonsten stellte der 65-Jährige fast jeden seiner Geburtstagsgäste ausführlich vor, meist mit einem lockeren Spruch garniert. Gekommen waren gleich mehrere Generale, Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) Vertreter von Einrichtungen und Unternehmen, sowie ehemalige Weggefährten, darunter die damalige Präsidentin der ersten frei gewählten Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl.

Rüdiger Wolf, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, sprach mit Blick auf die Zusammenführung von NVA und Bundeswehr von einer "Erfolgsstory erster Güte", an der Werner E. Ablaß einen wesentlichen Anteil habe. Lothar de Maizière, seinerzeit Chef der letzten DDR-Regierung, erinnerte an den Ausreiseantrag von Ablaß aus dem Jahre 1985. Wenn der nicht abgelehnt worden wäre, so de Maizière augenzwinkernd, hätte der Jubilar "wie in seinem ersten Leben weiter Versicherungen verkauft, seine Ehefrau nicht kennengelernt, den Demokratischen Aufbruch nicht mitgegründet, wäre nicht Staatssekretär geworden und hätte so auch nicht das Abenteuer Deutsche Einheit erlebt". Aus Loyalität habe sich im Laufe der Zeit Freundschaft entwickelt, sagte de Maizière.

Werner E. Ablaß machte deutlich, dass er sich keinesfalls aufs Altenteil zurückziehen werde. Als Berater wolle er sich noch mindestens eineinhalb Jahre auch weiter um die Politische Bildung in der Bundeswehr kümmern. Auch im Lions Club Strausberg will er als dessen Gründungspräsident sein Engagement für soziale Projekt fortsetzen.

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