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Bis Montagnacht werden in der Nähe von Güldendorf rund um die Uhr Bauweichen eingebaut

Großbaustelle Mühlental

Letzte Vorbereitungen: Freitagmittag war die Baustelle im Mühlental noch verwaist.
Letzte Vorbereitungen: Freitagmittag war die Baustelle im Mühlental noch verwaist. © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Jörg Kotterba / 16.12.2011, 17:41 Uhr
Frankfurt (MOZ) Schienenersatzverkehr bei der Bahn: Wer jetzt ab Frankfurt mit dem RE 1/RE 11 Richtung Süden fahren will, wird bis Ziltendorf mit dem Bus befördert. Die Gleise dorthin sind bis Montagnacht blockiert. An der Güldendorfer Eisenbahnüberführung werden Bauweichen eingebaut.

Seit Freitag, 20 Uhr, rattert im Mühlental schweres Baugerät. Rund um die Uhr sind bis zu 60 Fachleute vor Ort und bis Montagnacht mit dem Rückbau von Gleisen und Oberleitungen und dem Einbau wichtiger Bauweichen beschäftigt. "Die Vorboten der Großbaustelle im Juli kommenden Jahres. Wir arbeiten in drei Schichten", brachte Freimut Molkenthin das Baugeschehen zwischen Eldorado, Nußweg und Mühlental am Freitag auf den Punkt. Er ist Bauleiter der Deutschen Bahn. Sein Unternehmen investiert 650 Millionen Euro in ein Projekt, das den Bandwurm-Namen "Bundesschienenwegeausbauvorhaben Ausbaustrecke Berlin-Frankfurt (Oder)-Grenze Deutschland/Polen" trägt und vom Berliner Ostbahnhof bis zur schon gebauten Eisenbahnbrücke nach Polen reicht. In dieser Summe steckt neben der Baustelle Bahnhofstunnel auch der Neubau von Lärmschutzwänden Am Wasserturm und bei Güldendorf mit einer kompletten Sanierung des Bahndamms. Erneuert wird auch die Eisenbahnüberführung Güldendorfer Straße. Dort geht vom 13. bis 19. Juli 2012 nichts mehr. Dann wird in diesem Bereich der Bahnverkehr voll gesperrt.

Voll gesperrt ist bis Montagnacht die Strecke Frankfurt-Ziltendorf. "Wer jetzt mit dem RE 1/RE 11 Richtung Eisenhüttenstadt/Guben fahren will, muss bis Ziltendorf auf den Schienenersatzverkehr zurückgreifen", informierte Bahnsprecher Gisbert Gahler. Der Einbau der vormontierten Weichen habe Priorität. Sie ist Voraussetzung für die spätere Baustelle bei meist fließendem Zugverkehr. Allein dort werden 80 000 Kubikmeter Erde bewegt.

Auch aufwendig gebaut, doch von den Passanten und Anwohnern unbemerkt, wird am, vorm und unterm Bahnhofstunnel. "Unsere große Sorge, das unerwartet viele Schichtwasser, gehört der Vergangenheit an. Dafür fanden wir Kabelleitungen, die in keinem der alten Bestandspläne vorkamen", informierte Uwe Brettin, Leiter des Baubüros. Am kommenden Mittwoch beginnen dort die Bauexperten mit der ersten Phase der Durchörterung. Von einer Baugrube zur anderen - quasi links und rechts des Bahnhofstunnels - wird dann unterhalb der Dresdener Straße erst ein 400er-, später ein 700er-Rohr für Medien wie Strom- und Telefonleitungen gepresst. Brettin: "Das Rohr ist nach Fertigstellung 110 Meter lang." Die eine der beiden Gruben, Startgrube genannt, sei schon ausgehoben. "Die Zielgrube wird Anfang kommender Woche fertiggestellt. Dann geht's noch vor dem Fest los."

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