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Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe realisiert Maßnahme über Förderprogramm „Landschaftswasserhaushalt“

Generalkur für Teich im Schlosspark

Alles muss raus: Der Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe hat mit der Sanierung des Teiches im Trebnitzer Schlosspark begonnen. Entsprechend der Witterung und personeller Möglichkeiten des Verbandes geht es im neuen Jahr weiter.
Alles muss raus: Der Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe hat mit der Sanierung des Teiches im Trebnitzer Schlosspark begonnen. Entsprechend der Witterung und personeller Möglichkeiten des Verbandes geht es im neuen Jahr weiter. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 28.12.2011, 18:40 Uhr - Aktualisiert 28.12.2011, 18:42
Trebnitz (MOZ) Im Schlosspark hat der Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe eine seiner umfangreichsten Maßnahmen im Rahmen der Förderrichtlinie Landschaftswasserhaushalt begonnen. Der völlig zugewachsene Teich wird saniert.

Vom Gewässer war schon lange nichts mehr zu sehen. Eine große Schilfschicht ließ den Schlossteich nur noch erahnen. In den 90er-Jahren gab es schon mal eine Teilsanierung. „Jetzt war der Teich wieder stark mit Sedimenten zugesetzt“, so Uwe Engel, Verbandsingenieur beim Stöbber-Erpe. Das Problem aus seiner Sicht: Über zum Teil unbekannte Drainagen und Zuläufe wurde von angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen verstärkt Nährstoffe eingetragen. Die haben zum explosionsartigen Wachstum des Schilfes und anderer Wasserpflanzen geführt.

Jetzt sollen der Großteil der Pflanzen entnommen und auch die Sedimente entfernt werden. „Unser Ziel ist es, wieder ein funktionsfähiges Kleingewässer herzustellen, ganz im Sinne des Förderprogramms“, so Engel. Bei den Arbeiten hoffe man, verschiedene Zuleitungen zu finden. Leider gebe es kein Kartenmaterial mehr. Niemand könne genau sagen, woher was zugeleitet wird. Nicht nur die unmittelbaren Anlieger wie der Schlossverein mit seinen jährlich mehr als 2000 Besuchern wird sich über die Wiederherstellung des Gewässers freuen. „Trebnitz ist Quellgebiet für den Stöbber“, erklärt Uwe Engel die weitreichende Bedeutung des Gewässers.

Von Trebnitz wird das Wasser über eine Rohrleitung unter die Bahn hindurch weiter nach Obersdorf und Hermersdorf und von dort in den Stöbber geleitet. Auch diese Rohrleitung ist streckenweise sehr marode. Einzelne Abschnitte werde man künftig komplett erneuern müssen, sieht der Verbandsingenieur.

Das Trebnitzer Vorhaben selbst wird nicht in einem Gang erledigt, sondern nach Wetterlage und Personalmöglichkeiten. Die Mittel stehen für das gesamte Jahr 2012 bereit. Das sei auch mit den Behörden abgestimmt, versichert Engel. Realisiert wird die Komplettsanierung von der verbandseigenen Bauabteilung.

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