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Alba Berlin: Titus sagt schon "Baba"

Kai Beißer / 02.01.2012, 09:40 Uhr
Berlin (MOZ) Ein turbulentes Jahr ist für Alba Berlin mit einer Niederlage in der Basketball-Bundesliga zu Ende gegangen. Das Neue beginnt bereits heute mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Würzburg.

"Uns fehlt ein wenig die Energie", sagte Teammanager Mithat Demirel nach dem 78:86 am Freitag gegen die Telekom Baskets Bonn, das zugleich die erste Niederlage im neunten Heim-Pflichtspiel der Saison bedeutete. Acht Partien mussten die Albatrosse im Dezember bestreiten, ein halbes Dutzend binnen 18 Tagen. Nachdem sie kurz sogar an der Spitze schnuppern durften, sind die Hauptstädter jetzt Vierter.

Diese kleine Achterbahnfahrt ist irgendwie symptomatisch für die zurückliegenden zwölf Monate. "Ja, es war ein turbulentes Jahr", gibt Demirel zu. In der dritten Januar-Woche hatte Alba den damaligen Trainer Luka Pavicevic entlassen. Unter Nachfolger Muli Katzurin schaffte es der achtmalige Deutsche Meister tatsächlich bis ins Finale und forderte Titelverteidiger Bamberg bis aufs Letzte. Nur Sekunden fehlten in Spiel 5 zum neunten Triumph. "Wir haben uns mit viel Leidenschaft aus einer schwierigen Situation herausgekämpft. Letztlich war es ein versöhnliches, aber natürlich auch etwas unglückliches Ende einer aufregenden Saison", resümiert der ehemalige Spielmacher der Berliner.

Dennoch folgte ein weiterer Schnitt. Neue Spieler kamen, und Gordon Herbert übernahm das Kommando auf der Trainerbank. "Natürlich braucht es Zeit, sich zu finden, wenn man so viele Schlüsselpositionen austauscht", weiß Demirel. "Zeit, die wir nicht hatten." Der 31-Jährige meint das erneute Scheitern in der Euroleague-Qualifikation, dem Niederlagen zum Bundesliga-Auftakt folgten. "Aber die Mannschaft hat sich zunehmend stabilisiert und für ihre harte Arbeit mit Siegen belohnt, wobei wir gegen viele gute Mannschaften, auch auswärts, gewonnen haben", macht Demirel eine insgesamt positive Bilanz auf, die er auch durch die Niederlagen gegen Bonn und zuvor bei den Artland Dragons nicht vollends getrübt sehen will.

Der Blick zurück aufs alte Jahr ist für den gebürtigen Berliner ohnehin ein freudiger, wurde er doch Ende Januar Vater. "Titus steht viel, und er sagt Baba", erzählt der stolze Vater. "Das familiäre Umfeld ist natürlich extrem wichtig. Ich bin froh, dass meine Frau mir bei vielen Dingen den Rücken frei hält", wertschätzt Mithat Demirel seine Nana. "Die Arbeit als Teammanager ist tatsächlich noch aufwändiger als die Zeit als aktiver Basketballer. Umso mehr genieße ich die Stunden mit meinem Sohn. jeder, der Kinder hat, weiß, was ich meine."

Gestern Abend musste Titus wieder mal ohne Papa ins Bett. Die Albatrosse waren schon auf dem Weg nach Würzburg. Auf dass es ein erfolgreiches Jahr 2012 werde.

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