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Bahnhof Seelow-Gusow hat seit gestern wieder eine Uhr / Sewoba hat bereits 100 000 Euro in Gebäude investiert

"Wo eine Uhr tickt, da ist Leben"

Die Zeit läuft: Amtsdirektorin Grit Brinkmann (l.), Doreen Kranz von der Sewoba und Seelows Bürgermeister Jörg Schröder sahen sich die Neuanschaffung ganz genau an.
Die Zeit läuft: Amtsdirektorin Grit Brinkmann (l.), Doreen Kranz von der Sewoba und Seelows Bürgermeister Jörg Schröder sahen sich die Neuanschaffung ganz genau an. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 04.01.2012, 20:02 Uhr - Aktualisiert 04.01.2012, 20:05
Gusow (MOZ) Am Bahnhof Seelow-Gusow geht man seit Mittwoch wieder mit der Zeit. Zum ersten Mal wurde an der Ostbahnstrecke an einem Privatgebäude eine Bahnhofsuhr installiert. Erste Arbeiten für den geplanten Ausbau durch die Sewoba sind erledigt.

„Wo eine Uhr tickt, da ist Leben“, zeigt sich Karl-Heinz Boßan überzeugt. Der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Ostbahn ist eigens aus Frankfurt gekommen, um bei der kleinen Einweihung dabei zu sein. Schließlich werde zum ersten Mal eine Bahnhofsuhr installiert, mit der die Bahn selbst nichts zu tun hat. Die Seelower Wohnungsbaugesellschaft griff tief in die Tasche und orderte die Schweizer Spezialuhr.

Für Elektromeister Lothar Krautzig war der Auftrag auch ungewöhnlich. Steffen Kiepke und Detlef Schneider mussten nicht nur die Elektronik in Gang setzen. Die Uhr mit einem Durchmesser von 90 cm bringt fast 60 Kilogramm auf die Waage. Da war eine fachgerechte Verankerung nötig. Wie vorgesehen, geht sie um 14 Uhr in Betrieb. Der Mechanismus ist funkgesteuert.

Joachim Wercham aus Wilhelmsaue staunt ein bisschen über den Trubel. Er will sich informieren, wann Züge aus Berlin ankommen, weil er Bekannten die Anreise per Bahn empfohlen hat. „Ich finde es gut, dass es die Strecke gibt und was dafür getan wird“, sagt Wercham. „Wenn ich nach Berlin will, fahre ich von hier aus mit dem Zug. Für 15 Euro hin und zurück, das schaffe ich mit dem Auto nie und schon gar nicht in so kurzer Zeit.“

Das ist Musik in den Ohren von Karl-Heinz Boßan. Er freut sich, dass die Region die Chance erkannt hat und gemeinsam etwas für die Entwicklung tun will. Nach Fertigstellung des Umfeldes soll es möglichst noch in diesem Jahr weitergehen am Bahnhofsgebäude. „Alles hängt vom Verein Miniaturpark ab“, sagt Seelows Bürgermeister Jörg Schröder. Es sei entscheidend für das Konzept der Sewoba. Die hat schon jetzt neben dem Kaufpreis weitere 100 000 Euro investiert. „Wasser, Elektro, Gas, Telekommunikation, alles liegt neu an“, erklärt Doreen Kranz, Projektentwicklerin bei der Sewoba. Auch die Keller- und Lichtschächte wurden angeglichen bzw. erneuert, die Außenanlagen gestaltet. Sobald eine Entscheidung zum Miniaturpark gefallen ist, werde sie ein Konzept für das Gebäude vorlegen. Fest steht, dass die Fassade erhalten bleiben soll. Alles andere wird sich nach den weiteren Vorhaben im Umfeld richten. Gemeinde und Amt haben ihre Hausaufgaben erledigt. „Für einen Miniaturpark sind jetzt auch fast alle Eigentumsfragen geklärt“, berichtet Amtsdirektorin Grit Brinkmann. Die Gemeinde Gusow-Platkow habe auch einem Überlassungsvertrag für eine Parkfläche für künftige Mieter des Gebäudes zugestimmt. A und O sei ein Konzept, das so aufgebaut ist, dass es sich ohne Fördermittel privatwirtschaftlich rechnet, steht für Karl-Heinz Boßan fest.

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Anonymous 07.01.2012 - 15:18:22

Interessante Sache, das

Ich hoffe doch, Herr Schröder, dass für die Planung, Umsetzung usw. Firmen und Betriebe aus Seelow oder naher Umgebung angesprochen werden. Oder kommen wieder Truppen aus Frankfurt und sonstwo her? Immer diese Seilschaften. Danke, Basis2012.

Jörg Schröder 04.01.2012 - 23:00:32

Sehr geehrte Basis 2012

Ich bin vor Kurzem von einer Beratung gekommen. Es ging darum, wie wir in diesem Jahr die Lichternacht und den Weihnachtsmarkt in Seelow gestalten. Auch diesen Termin heute nachmittag sah ich als wichtig an. Lange Zeit hat es gedauert bis wir - Stadt Seelow und Amt Neuhardenberg mit der Gemeinde Gusow-Platkow - eine respektable Lösung für die Neugestaltung des Bahnhofes Seelow - Gusow gefunden hatten. Das man sich über das Ergebnis freut ist doch verständlich, oder. Ja der Bürgermeister der Stadt Seelow hat genug Arbeit. Die berühmten Themen - außer Kaufhalle - haben Sie angesprochen. Eines kann ich Ihnen versprechen. Daran wird gearbeitet !!! Das Stadtparlament wurde vom Volk gewählt, die Neugestaltung des Busbahnhofes war eine Initiative des neuen Bürgermeisters, der auch Sponsoren für dieses Vorhaben fand. Sauberkeit geht alle an. Verdreckungen werden von der Stadtverwaltung nicht akzeptiert. Kaufhaus befindet sich in Privateigentum! ch bin aber am konsequenten Verhandeln zur weiteren Entwicklung des Kaufhauses! Stadtstraßen Loch an Loch. Im vorigen Jahr ist die E.-Thälmann-Str. erneuert worden, Schulcampus 1 + 2 sind neu, dieses ahr kommt die Frankfurter Str., die Straße am Kulturhaus und weitere Gehwegbereiche zu. Nach wieviel??? Jahren hat der Ortsteil Zernickow wieder einen Bürgersteig. Die Ruinen sind aber keine öffentlichen Gebäude. 2 neue Kita's, die dritte Kita im Bau, eine neu sanierte Oberschule, eine neue Friedhofsmauer, ein neuer Generationenspielplatz, Diakonie - Gebäude saniert u.s.w. Ich denke, was in Seelow erreicht wurde, kann sich sehen lassen. Und das mit den Nachbarämtern noch intensiver zusammengearbeitet wird zeugt davon, das wir unseren ländlichen Raum entwickeln wollen.Der demografische Wandel geht auch nicht an Seelow vorbei. Ich bin Seelower, werde es auch bleiben und ich werde mich auch weiterhin für meine Heimatstadt einsetzen. Sollten Sie Probleme mit meiner Arbeit haben, machen Sie unkompliziert einen Termin im Rathaus und wir besprechen alle Ihnen bewegenden Fragen. Jörg Schröder - Bürgermeister -

basis2012 04.01.2012 - 21:12:23

Es wulfft überall.....!!!

Da schauen sich wirklich 3 hochbezahlte Amtsinhaber während der Arbeitszeit eine Uhr an. Geht es noch ??? Hat der Bürge(r)meister der Stadt Seelow in seiner Stadt nicht genug Arbeit ??? Z.B. maroder Bauhof, Kaufhaus in Stadtmitte, rote Seilschaften im Stadtparlament, verdreckter Busbahnhof, Stadtstraßen Loch an Loch, Ruinen in der gesamten Stadt ??? Aber immer schön in die Zeitung - sind ja bald wieder Wahlen ..... Hört endlich auf zu WULFFEN und macht eure Arbeit !!!

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