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Zahl der Übernachtungen sinkt

Tourismus im Niederbarnim stagniert

Olav Schröder / 09.01.2012, 20:38 Uhr
Biesenthal (MOZ) Ein "anstrengendes Jahr" liegt hinter der Touristikbranche im Barnim, sagt Andreas Scharschmidt vom Tourismusverein Naturpark Barnim. Einzelne Zahlen, die die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit widerspiegeln, nennt er "erschreckend".

Sorge bereitet der Vergleich der Jahre 2008 und 2011, den Andreas Scharschmidt, Vorsitzender des Tourismusvereins, in der gemeinsamen Jahresveranstaltung von Förderverein, Tourismusverein, Naturwacht und Naturpark am Montag in Biesenthal zieht. So verweist er auf die Nutzung der Tourist-Informationen in Wandlitz und Biesenthal. In der Wandlitzer Einrichtung ist von 2008 auf 2011 ein Rückgang von 12600 auf rund 10000 Nutzer zu verzeichnen. In der Biesenthaler Tourist-Information sank die Zahl im selben Zeitraum von 4500 auf 2900. Allerdings sei dieses Bild etwas verzerrt, da 2008 in Biesenthal das 750-jährige Stadtjubiläum gefeiert wurde, die Nachfrage von Besuchern entsprechend hoch ausgefallen sei.

Im gleichen Zeitraum ist die Bettenkapazität in Wandlitz zurückgegangen, und zwar von 931 auf 849. Bezogen auf fünf Jahre hat sich die Zahl der Betten (in Unternehmen mit mehr als acht Betten) von 1070 auf 849 verringert, somit um 20,6 Prozent. Hintergrund seien die Schließung und Umwandlung von Übernachtungsbetrieben, sagt Scharschmidt.

Damit korrespondieren geringere Übernachtungszahlen. In Wandlitz sanken sie in den zurückliegenden drei Jahren von 98300 auf 93200. Die Auslastung der Übernachtungsbetriebe, die von 2006 auf 2008 noch von 27,2 Prozent auf 30,4 Prozent angestiegen war, ging bis 2011 wieder auf 28 Prozent zurück. "Wir stagnieren auf sehr niedrigem Niveau", so Scharschmidts Fazit. Wenn sich an dieser Entwicklung nichts ändere, würden Arbeitsplätze verloren gehen. Um dem entgegenzuwirken, plädiert Scharschmidt für den Ausbau der Vermarktung. Die neuen Projekte des Naturparks sollten dafür ein Ansporn sein.

Übernachtungsbetriebe, so der Vereinschef, müssten sich stärker über Reiseveranstalter vermarkten. Es sei zudem richtig, wenn bei Naturparkprojekten Fördermittel auch für das Marketing eingesetzt werden. Dies sollte noch intensiviert werden.

Optimistisch stimmt Schar schmidt hingegen die Internetpräsenz. Die gemeinsam gestaltete Startseite von Förderverein, Naturpark und Tourismusverein sei in kurzer Zeit im Google-Ranking auf Platz zehn geklettert. Über den Facebook-Auftritt würden junge Leute in Berlin und Brandenburg erreicht. Der neue Auftritt des Tourismusvereins im Internet steht bevor. Insgesamt sei bei den Klicks von 2008 bis 2011 ein Zuwachs zu verzeichnen. Die Zahl kletterte von 61100 auf 117500.

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