Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Straße nach Sophienstädt mit Reparaturbedarf / Fehlende Mittellinie hinter Melchow

Reflektierende Schlaglochränder

Schabernack mit ernstem Hintergrund: Mit Reflektorfarbe umsprühtes Schlagloch auf der L 294
Schabernack mit ernstem Hintergrund: Mit Reflektorfarbe umsprühtes Schlagloch auf der L 294 © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Oliver Köhler / 12.01.2012, 18:55 Uhr
Biesenthal/Melchow (rn) Man kann es auch mit Humor nehmen. Den hat unser Leser Stephan Ebert aus Marienwerder, der sich wunderte, wie jetzt auf die Schlaglöcher auf der Landesstraße 294 zwischen Biesenthal und Sophienstädt aufmerksam gemacht wird. Sie wurden mit Reflektorfarben umsprüht - erst gelblich und jetzt strahlend weiß. Doch er ist nicht der einzige der sich wundert. Die zuständige Straßenmeisterei auch. "Wir wissen nicht, welche Heinzelmännchen da am Werke sind", sagt der Leiter der Biesenthaler Straßenmeisterei, Marek Breternitz.

Doch ungeachtet dessen ist gestern mit Reparaturarbeiten an der Landesstraße begonnen worden. "Die gröbsten Stellen werden heute mit Kaltmischgut geschlossen", sagte Breternitz gestern und wies gleichzeitig darauf hin, dass die Haushaltsmittel des Landes im Moment beschränkt sind und so nicht allzu viel gemacht werden könne. So sei auch nicht an eine grundlegende Sanierung der Straße zu denken, die diese Landesstraße eigentlich dringend nötig hätte.

Die L 294 ist nicht das einzige Sorgenkind. Ärgerlich für Kraftfahrer ist auch die kaum noch zu erkennende Mittelmarkierung der L 200 (ehemals B 2) zwischen Melchow und Spechthausen. Doch es gibt keine Hoffnung auf Abhilfe, weil die Straße dort überwiegend weniger als 5,50 Meter breit ist, informiert der Landesbetrieb Straßenwesen.

"Gemäß der Richtlinie für die Markierung von Straßen (RMS) wird dann keine Mittelmarkierung aufgetragen. Das heißt, dass je Fahrtrichtung eine Mindestbreite von 2,75 Meter zur Verfügung stehen muss, unter Berücksichtigung des seitlichen Sicherheitsabstandes zu Bäumen und Schutzplanken", teilte dazu Hannelore Ziske vom Landesbetrieb Straßenwesen mit. Eine Mittelmarkierung vermittele dem Verkehrsteilnehmer, dass der Fahrstreifen auch bei Gegenverkehr sicher befahren werden könne. Diese Sicherheit sei aber auf dem betreffenden Streckenabschnitt nicht vorhanden. Der Kraftfahrer müsse eigenverantwortlich sein Fahrverhalten anpassen.

"Zwischen Melchow und Spechthausen wird daher aufgrund der geringen Straßenbreite und gleichzeitig dicht am Fahrbahnrand stehender Bäume und Schutzplanken nur eine Randmarkierung aufgetragen", teilte Hannelore Ziske mit.

So habe die Mittelmarkierung auch nichts mit der Herabstufung der B 2 zur Landesstraße 200 zu tun, erklärt sie auf entsprechende Nachfrage.

Ursprünglich, so lassen noch Reste der Markierung erkennen, gab es eine Mittelmarkierung, die auch auf die Kurvenbereiche mit entsprechenden Pfeilen aufmerksam gemacht hat.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG