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Startschuss in Biesenthal gegeben

Barnimer Rettungsdienst neu aufgestellt

Besichtigt: Bei der Veranstaltung in der Wache Biesenthal wurde auch ein neues Gerät für die Herzdruckmassage gezeigt.
Besichtigt: Bei der Veranstaltung in der Wache Biesenthal wurde auch ein neues Gerät für die Herzdruckmassage gezeigt. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 19.01.2012, 07:04 Uhr
Biesenthal (MOZ) Zu einem Rettungsdienst-Gipfel waren gestern Vertreter des Rettungsdienstes, des Landkreises und der Kommunen nach Biesenthal gekommen. Stellvertretend für alle Wachen im Barnim gab es dort den offiziellen Auftakt für die Umsetzung des neuen Rettungsdienstbereichsplans.

Die markantesten Änderungen sind die Schaffung von zwei zusätzlichen Rettungswachen in Biesenthal und Sandkrug zu den bisher acht sowie der Umzug einer Rettungswache von Althüttendorf nach Joachimsthal. Dazu kommen noch Umstrukturierungen und Ergänzungen bei den Fahrzeugen.

Erforderlich wurde dies, um die gesetzlich vorgeschriebenen Rettungsfristen einzuhalten, erläuterte Anita Stahnke, Geschäftsführerin der Barnimer Rettungsdienst GmbH. Die Frist liegt bei 15 Minuten und darf im Jahresdurchschnitt in 95 Prozent der Fälle nicht überschritten werden. Im Barnim sei dies in der Vergangenheit aber nur zu 92 Prozent gelungen, teilte Anita Stahnke mit. Darum musse der Rettungsdienst neu organisiert werden.

Dass dies so zügig gelungen ist, sei nach Worten den Barnimer Landrats Bodo Ihrke den Krankenkassen, aber auch dem Kreistag zu danken. Immerhin war das nicht zum Nulltarif zu haben. Deutlich wird das beispielsweise an der Schaffung von 17 neuen Stellen. Ein besonderes Lob sprach der Landrat der Stadt Biesenthal aus. "Diese Wache setzt uns unter Druck, bei den anderen Wachen nachzuziehen", sagt Ihrke und zielte damit auf das Äußere mit dem Schriftzug am Giebel, aber auch die hervorragend gestalteten Räumlichkeiten.

"Für uns ist das ein Tag der Freude und der Genugtuung. Wir haben darum gekämpft und den Verlust der Rettungswache damals sehr bedauert", reagierte Biesenthals Bürgermeister André Stahl. Und mit dem Schriftzug könne man als in Stein gemeißelt betrachten, dass die Wache in Biesenthal bleibe. Für den Umbau des Gebäudes, so fügte Stahl hinzu, habe die Stadt einen fünfstelligen Betrag ausgegeben.

Mit der Biesenthaler Wache hat der Barnimer Rettungsdienst nicht nur eine vorbildliche Unterkunft. Der Barnim hat einen der leistungsfähigsten Rettungsdienste, der bundesweit Modellcharakter habe, informierte der Landrat. Eine weitere gute Nachricht sei, dass es ab 2012 einen Hubschrauber für den Nordosten Brandenburg gebe.

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