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Startschuss für Abwahlbegehren ertönt nicht im Februar

Der Startschuss für das Abwahlbegehren fällt noch nicht.
Der Startschuss für das Abwahlbegehren fällt noch nicht. © Foto: MZV
Patrik Rachner / 19.01.2012, 16:04 Uhr
Wustermark (MZV) Das Bündnis „Bürger für Wustermark“ (BfW) wird nun doch nicht Mitte Februar den Startschuss für das Abwahlbegehren gegen den mit Stasikontakten konfrontierten Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) geben. Erst im Frühjahr, im März oder April, wollen die Mitstreiter einen neuen Vorstoß wagen, wie deren Sprecher Hans-Joachim Witzel auf Anfrage bestätigte. „Wir haben keine Eile mehr“, sagte er am Donnerstag.

Damit kommt das Bündnis einem Wunsch der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, nach. Sie hatte Überparteilichkeit angemahnt, die im Zusammenhang mit dem Abwahlbegehren nicht mehr hätte ordnungsgemäß gegeben sein können. Witzel selbst räumt eine „unbedachte Verknüpfung“ ein, die das Bündnis „bedauert“, zumal die Landesbeauftragte von dem Abwahlbegehren nicht in Kenntnis gesetzt worden war. Zudem hatte der Beschwerdebrief von Christina Hanschke (SPD) und Halvor Adrian (CDU, die ihren Unmut in diesem zum Ausdruck gebracht hatten, seine Wirkung nicht verfehlt.

„Es war zurecht ein Wunsch der Landesbeauftragten. Wir wollen keinesfalls, dass die Überparteilichkeit verloren geht. Das war so nicht beabsichtigt“, sagte Witzel. „Wir möchten weder, dass die wichtige Behörde Schaden nimmt, noch unsere eigene Angelegenheit. Man muss vor diesem Hintergrund flexibler sein.“ Mit Blick auf die Behörde sei auch aus dienstrechtlichen Gründen eine Verquickung der Termine nicht günstig gewesen, meinte Witzel.

Um dennoch über das von der SED und der Stasi begangene Unrecht im Kreis Nauen grundlegend am 16. Februar in der Grundschule Wustermark informieren zu können, hat das Bündnis ein entsprechendes Angebot des Vereins Bürgerkomitee „15. Januar“ angenommen. Dieses ist unter anderem aus dem Bürgerkomitee Normannenstraße, der Arbeitsgruppe Sicherheit des Zentralen Runden Tisches der DDR und ihrer operativen Gruppe hervorgegangen; hinzu kamen verschiedene andere Bürgerbewegte und Sympathisanten.

Weder die Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin noch die Landesbeauftragte haben nunmehr Bedenken gegen eine solche Veranstaltung, die im Übrigen nicht von der Wustermarker Wählergemeinschaft iniitiert worden ist, sondern nur vom Bündnis, wie Reinhard Schult, Bürgerbeauftragter der Landesbehörde, betonte.

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Anwohner der Zeestower Str. 21.01.2012 - 21:55:11

BFW ist Tochtergesellschafft der WWG

Warum beantragt denn die Wustermarker Wählergemeinschaft die Räumlichkeiten für diese Veranstaltung?????? BFW-Bürger für Wustermark hört sich erst mal gut an und soll dem unpolitischem Bürger vorgaukeln, dass es um die Interessen der Bürger geht. In Wirklichkeit ist diese aber nur ein Bündnis aus Wirtschaft und gescheiterten Politikern. Der Anführer ist Monopolyspieler mit Leib und Seele und verzockt sich gern einmal. Sein Lieblingsspruch: Geld ist ein scheues Reh. Hat man es einmal verschreckt, läßt es sich für lange Zeit nicht mehr am selben Ort blicken. Was wollte er uns damit wohl hinterlassen? WWG - Wustermarker Wählergemeinschaft hört sich im übrigen auch etwas....

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