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80 Barnimer und überregionale Unternehmen bieten 1100 Besuchern Einblicke in den Arbeitsalltag

16. Berufemarkt mit neuem Ausstellerrekord

Monika Schmidt / 22.01.2012, 17:05 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der 16. Berufemarkt kann mit einem neuen Rekord aufwarten. 80 regionale und überregionale Aussteller, so viel wie noch nie, haben sich am Sonnabend im Oberstufenzentrum II im Eberswalder Leibnizviertel interessierten Schülern und Eltern vorgestellt.

"Unternehmen und Verwaltungen müssen an einem Strang ziehen, damit junge Leute in ihrer Heimat bleiben können", sagte Bürgermeister Friedhelm Boginski, der wiederum die Schirmherrschaft übernommen hatte, als er den 16. Berufemarkt eröffnete. "Es kommt darauf an, dass wir die Jugendlichen dort abholen, wo sie sind", legte er der Wirtschaft mit Blick auf den demografischen Wandel besonders ans Herz. Gut 12 000 Kinder und Jugendliche zählte Eberswalde noch vor 20 Jahren. heute sind es nur noch 4000. Das wiederum habe mit Blick auf die Fachkräftesicherung enorme Bedeutung, sagte Dagmar Brendel, Leiterin der Agentur für Arbeit. Sie verwies auf den besonderen Wert für Jugendliche und deren Eltern, sich rechtzeitig über das Berufsleben in Barnim und Uckermark informieren zu können. Lob für die Organisatoren des Berufemarktes gab es auch vom Staatssekretär Prof. Manfred Schroeder. Der Vertreter des brandenburgischen Arbeitsministeriums musste sich aber auch Kritik gefallen lassen. "Es ist nicht in Ordnung, dass solche Veranstaltungen nicht mehr gefördert werden", sagte Boginski.

Den rund 1100 Besuchern bot sich ein breites Spektrum. Vertreten waren unter anderem Metallberufe, Landwirtschaft, medizinische Berufe, Polizei, Zoll, Krankenkassen und Handwerk. "Mein Sohn konnte seine Berufsvorstellungen festigen. Zurzeit ist er noch Abiturient und will nach der Schule zur Bundeswehr oder Bundespolizei", sagte Gerlinde Loeffler aus Bernau, die mit Sohn Tobias (17) nach Eberswalde gekommen war. Die 16-jährige Stefanie Rohr interessierte sich vor allem für Berufe im Bereich Sozialwesen. Der 14-jährige Sören aus Joachimsthal will Polizist werden. "Das ist mein ganz großer Traumberuf", verrät er. Jan Kosse aus Eberswalde besucht zwar noch die 9. Klasse, weiß aber schon jetzt, dass er einen landwirtschaftlichen Beruf erlernen möchte. "Man ist draußen und hat viel mit moderner Technik zu tun", sagte er. "Die Besucher sind sehr interessiert und haben klare Vorstellungen", bescheinigte Holger Lampe, Vorsitzender des Bauernverbandes Barnim. Das Berufsbild des Landwirts habe sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. "Ein Mähdrescher, der bis zu einer halben Million Euro kostet, setzt schon einiges Wissen voraus", erklärte Lampe. Um eine gute Ausbildung zu gewährleisten, werde bereits über Netzwerke nachgedacht, vielleicht mit der Uckermark zusammen.

Das Netzwerk Metall hingegen kann schon auf gute Erfahrungen verweisen. Sechs von mehr als 15 Ausbildungsbetrieben in der Region waren allein beim Berufemarkt vertreten. "Das Interesse ist nach wie vor groß", so Manfred Wilke vom Tramper Windenergieanlagen-Hersteller REpower. Die Bewerbungen kämen leider oftmals zu spät.

Die traditionelle Messe-Tombola brachte insgesamt 235 Euro ein. Jeweils die Hälfte des Geldes geht an die Eberswalder Tafel und den Förderverein des Oberstufenzentrums für ein Solarbootprojekt.

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