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Fünf Leichtathleten stehen bei Landes-Hallenmeisterschaften in Berlin achtmal auf dem Siegerpodest / Drei Titel geholt

Wilke findet seinen Rhythmus

tolz auf ihre Medaillen: Christopher Richter, Clemens Wilke, Pascal Berthold, Tim Bechly und Florian Berthold (von links)
tolz auf ihre Medaillen: Christopher Richter, Clemens Wilke, Pascal Berthold, Tim Bechly und Florian Berthold (von links) © Foto: MOZ/Kerstin Bechly
Heike Bettino / 23.01.2012, 21:55 Uhr
Berlin (MOZ) Die 14- und 15-jährigen Leichtathleten des SC Frankfurt haben sich bei den Berlin-Brandenburgischen Hallenmeisterschaften acht Medaillen und viele persönliche Bestleistungen erkämpft. Landesmeister wurden Clemens Wilke, Pascal Berthold und Tim Bechly.

In der Berliner Rudolf-Harbig-Halle hatten an zwei Tagen Sportler der Altersklassen U16, U20, der Männer und Frauen aus Berlin und Brandenburg ihre Landesmeister ermittelt.

Schon der erste Tag war für die fünf Frankfurter der U16 an Spannung und guten Leistungen kaum zu überbieten. So lieferte sich Pascal Berthold in der Wertung M15 im Hochsprung bis zur Höhe von 1,69 Meter ein Kopf-an Kopf-Springen mit Konrad Dobra (SV Linde Schönewalde). Die nächste Höhe über 1,72 meisterte Pascal im zweiten Versuch (persönliche Bestleistung), Konrad im dritten. Weil beide dann an 1,75 scheiterten, entschied die Anzahl der Fehlversuche über die zuletzt übersprungene Höhe für den Frankfurter.

Diesem Titel fügte Tim Bechly (M15) seinen ersten 800-m-Meistertitel hinzu. Nachdem für die Jungen jahrelang 1000 Meter auf der Tagesordnung standen, stellt eine Änderung des Wettkampfprogramms nun die 800 Meter in den Mittelpunkt. In dem gemeinsamen, aber getrennt gewerteten Lauf mit den starken Berliner Mittelstrecklern hielt sich Tim an dritter Stelle. Er konnte auf den letzten 100 Metern seine Kräfte mobilisieren und den Antritt von Julius Grunewald (LC Cottbus) abwehren. Mit drei Zehntesekunden Vorsprung sicherte er sich auf der Ziellinie in 2:13,38 Minuten den Titel und steigerte seine persönliche Bestleistung um drei Sekunden.

Den dritten Landestitel holte Clemens Wilke am zweiten Wettkampftag. Der 14-Jährige siegte in seiner Paradedisziplin, den 60-m-Hürden, in 9,11 Sekunden (Bestzeit). Clemens, der fast einen Start-Ziel feierte, freute besonders, "dass ich im Finale von Anfang an den Rhythmus fand. Im Vorlauf hatte ich an den ersten beiden Hürden ein paar Probleme." Der Blondschopf belohnte sich darüber hinaus mit Platz 2 und Bestleistung von 8,05 Sekunden im 60-m-Sprint.

Silber gab es auch für Florian Berthold (M15) über 60 Meter Hürden (7,60 s). Im Weitsprung machte er es spannend: Erst im letzten Durchgang war ihm mit 5,74 m Bronze sicher. Schon im Vorkampf hatte Florian für Schrecksekunden gesorgt, weil er die ersten beiden Versuche übertrat und erst mit dem dritten Sprung den Einzug in den Endkampf schaffte. Bruder Pascal kehrte außer mit einer Gold- ebenfalls mit einer Bronzemedaille nach Hause zurück. Die gewann er über die Hürden (8,86 s). Die Hürdenleistungen sind deshalb besonders anerkennswert, weil die Zwillingsbrüder und einige ihrer Konkurrenten sofort nach dem Weitsprung bei diesem Finale antreten mussten.

Christopher Richter war als fünfter Frankfurter in der U16 dabei. Der 14-Jährige qualifizierte sich über die 60-Meter-Vorläufe mit der fünftbesten Zeit für das Finale, konnte sich dort noch einmal leicht steigern und sicherte sich als Dritter in 8,22 Sekunden Bronze. Gute Chancen hatte sich Christopher auch über die Hürden ausgemalt. Doch ein Sturz im Vorlauf machte seine gute Vorbereitung zunichte. Im Finale lief er angesichts des vorherigen Schrecks zu verhalten.

Dennoch ist der Frankfurter Trainer Hartmut Schulze sehr zufrieden. "Für die Jungen und den Verein ist das ein super Gesamtergebnis. Die Jungs sind ehrgeizig, haben Kampfgeist gezeigt. Jeder stand mindestens einmal auf dem Siegerpodest. Da, wo sie nicht Erster oder Zweiter wurden, hatten sie nur Sportschüler vor sich, die mit bis zu zehn Trainingseinheiten in der Woche doppelt so oft trainieren können wie sie selbst", zieht er Vergleiche. Ausgezahlt habe sich ihre "ordentliche Trainingsdisziplin". Anderseits zeigte sich, dass ein zweitägiger Wettkampf besonders für die Jüngeren ein Kraftakt sei. "Aber Wettkampfhärte kann man lernen".

Bei den Wettbewerben waren auch Philipp Andrä und Marius Sperling (beide U18) an den Start gegangen, jedoch ein beziehungsweise zwei Jahrgänge höher gestartet. Sie nutzten den Wettkampf als Vorbereitung auf ihre Landesmeisterschaften. Sowohl Marius (unter anderem 200 m/ 24,45 s; 400 m/54,00 s/persönliche Bestleistung) als auch Philipp (400 m/ 53,25 s/persönliche Bestleistung) waren mit ihrer Leistung zufrieden.

Weitere Ergebnisse:

Pascal Berthold: 5./60m (7,76 s/pB), 6./Weit (5,49 m); Florian Berthold: 4./Hü (8,91/pB); Tim Bechly: 7./300 m (41,35s/pB); Clemens Wilke: 4./Weit (4,99 m). Christopher Richter: 6./Weit (4,75m)

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