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Kandidatenaufstellung beginnt in den nächsten Monaten / Linke setzt auf Enkelmanns Beliebtheit

SPD hofft auf Revanche bei Bundestagswahl 2013

Ulrich Thiessen / 24.01.2012, 21:42 Uhr
Potsdam (MOZ) Im Frühjahr werden in den Parteien die Delegierten gewählt, die im Herbst dieses Jahres die Kandidaten für die Bundestagswahl 2013 bestimmen. Der große Kandidaten-Wettlauf beginnt offiziell erst im Sommer. Aber die Parteistrategen von SPD und Linker rechnen sich bereits ihre Chancen aus.

Brandenburgs SPD ist überzeugt, dass sie die Schlappe von 2009 im kommenden Jahr wett machen kann. Damals hatte die Linke vier Direktmandate entlang von Oder und Neiße gewonnen und dabei einstige Hochburgen der Sozialdemokraten geknackt. Die SPD gewann fünf Direktmandate und die CDU eines im Wahlkreis 66 (Elbe-Elster/Oberspreewald-Lausitz).

Da die Linke in den letzten brandenburgischen Umfragen deutlich an Prozenten verloren hat und auch im Bundestrend nicht mehr so hoch im Kurs steht, geht die SPD davon aus, dass sie in den Wahlkreisen Uckermark-Barnim, Oder-Spree-Frankfurt und Cottbus-Spree-Neiße wieder gute Chancen hat. Auch bei den Linken heißt es, dass allenfalls Dagmar Enkelmann in der Region südlicher Barnim-Märkisch-Oderland in der Lage sein wird, ihr Direktmandat zu verteidigen. Linken-Parteichef Thomas Nord, der im Wahlkreis 64 (Oder-Spree/Frankfurt) den heutigen Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) 2009 mit seinem Sieg aus dem Bundestag verdrängte, werden im nächsten Jahr weniger Chancen eingeräumt. Allerdings hat die SPD noch keinen Kandidaten für den Wahlkreis benannt.

Die Uckermärkische SPD ist da schon weiter. Sie hat den Chef der Tourismusgesellschaft Stefan Zierke bereits nominiert. In Westbrandenburg ist natürlich Frank Walter Steinmeier gesetzt. Der Fraktionschef der SPD im Bundestag wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch wieder Spitzenkandidat der brandenburgischen Sozialdemokraten 2013 werden. Auch von Dagmar Ziegler, der ehemaligen Finanz- und Sozialministerin auf Landesebene, wird erwartet, dass sie wieder wie 2009 in ihren Wahlkreis im Nordwesten des Landes antritt und ihn auch gewinnen kann.

Äußerst eng ging es 2009 in Potsdam zu. Da sah der Kandidat der Linken, Rolf Kutzmutz, in der Wahlnacht wie der Sieger aus, musste aber das Mandat der SPD-Politikerin Andrea Wicklein überlassen, die nach der endgültigen Auszählung ein paar Stimmen mehr verbuchen konnte. Kutzmutz wird nicht noch einmal antreten.

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