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Vermisster Windpark-Mitarbeiter tot unter Wasser gefunden

Im Windpark «Bard Offshore 1» in der Nordsee wurde am Freitag (27.01.2012) der Leichnam des verunglückten Arbeiters mithilfe eines ferngesteuerten Tauchroboters entdeckt.
Im Windpark «Bard Offshore 1» in der Nordsee wurde am Freitag (27.01.2012) der Leichnam des verunglückten Arbeiters mithilfe eines ferngesteuerten Tauchroboters entdeckt. © Foto: dpa
dapd / 27.01.2012, 15:07 Uhr
Borkum/Bremen (dapd) Der seit zwei Tagen vermisste Arbeiter des Nordsee-Windparks "BARD Offshore 1" ist tot aufgefunden worden. Die Leiche des 31-Jährigen Deutschen wurde unter Wasser geortet, wie ein BARD-Sprecher am Freitag auf dapd-Anfrage in Bremen bestätigte. Ein ferngesteuerter Tauchroboter habe den Leichnam in der Nähe eines Fundamentpfeilers einer Windkraftanlage entdeckt. Die Bergungsarbeiten sollten am Abend beginnen. Taucher der Emder Feuerwehr seien in das Baufeld geflogen worden, hieß es.

Die Familie und die Arbeitskollegen des toten Industriekletterers werden den Angaben zufolge seit Mittwoch seelsorgerisch betreut. Zudem wurde die Familie ständig über die Entwicklung der Suchmaßnahmen informiert. Die Bauarbeiten an der Unglücksstelle wurden unterbrochen.

Der Mann war am Mittwoch in das fünf Grad kalte Wasser gestürzt. Bei der Installation eines Fundamentes für eine Windkraftanlage löste sich eine Plattform und riss ihn mit in die Tiefe. Ein zweiter Mitarbeiter konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

BARD ordnete nach eigenen Angaben an, dass die Flaggen an den Unternehmensstandorten in Bremen, Emden und Cuxhaven sowie auf den Firmenschiffen auf halbmast gesetzt wurden. Es war bereits der zweite tödliche Unfall in dem Offshore-Windpark. Bei einem Arbeitsunfall im Juli 2010 war dort bereits ein schwedischer Taucher ums Leben gekommen.

Der Windpark liegt rund 100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum. Von den geplanten 80 Windkraftanlagen sind fast 30 errichtet worden. Für 18 weitere Anlagen wurden bereits die Fundamente gebaut. Ursprünglich sollte der Windpark bereits Mitte vergangenen Jahres fertiggestellt sein. Wegen schlechter Wetterbedingungen auf See kam es jedoch zu Verzögerungen. Als neuer Termin wurde zuletzt Ende 2013 anvisiert.

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achimf 28.01.2012 - 11:24:06

Unverantwortlich

Die Nutzung der Windenergie insbesondere Offshore ist unverantwortlich. Man mag sich gar nicht ausmalen, wieviel Tote und Verletzte folgen werden bei dem massiv geplanten Ausbau! Windräder töten zudem Vögel, zerstören Biotope auf dem Meeresboden und verschandeln ganze Landschaften. Durch die Nutzung von Neodym für die Generatoren werden in China beim Abbau dieses Stoffes ganze Gegenden vergiftet und radioaktiv verseucht (Die ARD berichtete darüber). Doch das alles nehmen die umweltbewegten Deutschen gern in Kauf, hauptsache keine Atomkraft. Dabei gab es in Fukushima keine Todesopfer, auch Langzeitschäden sind aufgrund der relativ geringen Strahlung im Evakuierungsgebiet kaum zu befürchten, das betroffene Gebiet wird in absehbarer Zeit wieder bewohnbar sein. Moderne KKW der 4. Generation schließen eine Kernschmelze inhärent aus und das Atommüllproblem reduziert sich auf ein erträgliches Maß. Aber Deutschland will sich ja lieber mit ökologisch bedenklichen und teuren "erneuerbaren Energien" weltweit isoliert die Wirtschaft ruinieren. Die nachfolgenden Generationen werden uns dafür verfluchen.

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