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Heimatverein ist allgegenwärtig / Hunderte Besucher bei Führungen und Präsentationen

Mit und ohne Kostüm

Blick zum Heimatvereins-Domizil: Die 1675 von Otto von Schwerin für die Bürger Altlandsbergs begründete Hospitalstiftung im Haus Berliner Straße 1 dient als Heimathaus wieder den Bürgern der Stadt.
Blick zum Heimatvereins-Domizil: Die 1675 von Otto von Schwerin für die Bürger Altlandsbergs begründete Hospitalstiftung im Haus Berliner Straße 1 dient als Heimathaus wieder den Bürgern der Stadt. © Foto: MOZ Gerd Markert
Gabriele Rataj / 31.01.2012, 07:45 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Führungen durch die Stadt, Präsentation von Stadtgeschichte, Ausstellungs-Betreuung, Turmbesteigungen, Themen-Stammtische, Recherche- und Archivarbeit - die Arbeit des Heimatvereins ist vielgestaltig. Bald beginnt ein neues Kapitel.

Beurkundet ist sie bereits, nur eine einzige Unterschrift steht noch aus. Dann schlägt für den städtischen Heimatverein die Stunde der Eigentumsübertragung des Hauses Berliner Straße 1 durch den Reformierten Kirchenkreis Berlin-Brandenburg.

Vor dieser für den weiteren Erhalt des historischen Gebäudes und die Arbeit des Vereins wichtigen erhofften Schenkung stand ein Jahr voller dafür nötiger Gespräche, Diskussionen, Untersuchungen, Berechnungen und Beschlüsse. Jene Mühen der Ebene waren für Bürger und Besucher der Stadt zwar selten sichtbar, doch sie beschäftigten die Vereinsmitglieder nicht wenig. Das wurde zur Jahresversammlung im Otto-von-Schwerin-Saal des Gutshauses von Hartmut Niedrich deutlich gemacht.

Der Vereinsvorsitzende konnte in seinem Bericht aber ebenso auf sichtbare Resultate eines engagierten Mitgliederkreises 2011 verweisen. Sieben monatliche stadtgeschichtliche Führungen mit etwa 100 Teilnehmern, zwölf angemeldete Führungen mit 170 Teilnehmern und die abendlichen Nachtwächterrundgänge mit bis zu 500 Teilnehmern legen beredtes Zeugnis davon ab. Der Andrang von zirka 1000 Besuchern von Haus, Garten und Berliner Torturm am Tag der Offenen Höfe aber stellte alles in den Schatten.

Allein 400 Turmbesteigungen registrierte Albert Hübner, der stets in Kostüm und mit Schlüssel zur Stelle war, so wie viele Mitglieder mit oder ohne Kostüm, für die Sonnabend-Öffnungszeiten oder an Präsentationsständen agierten. Eine erste Neubürger-Begrüßung zusammen mit der Stadt und sieben weitere Ausstellungstafeln zur Schwerinschen Geschichte bereichern weiterhin die Bilanz des Vereins.

Er selbst sei fast zum ehrenamtlichen Ortschronisten ohne Status avanciert, scherzte Hartmut Niedrich, der zugleich ankündigte, sich langsam aus dem Vorstand zurückzuziehen. Gerade aber hat er noch seinen Teil zu einer Altlandsberger Friedrich-I.-Ausstellung im Sommer fertiggestellt und neue Erkenntnisse zur Stadtmauer harren seiner Neugier.

Der Verein zählt 41 Mitglieder, der ähnlich anderen Vereinen Bedarf an interessiertem Nachwuchs hat. Die Betreuung von Schülerprojekten an der Stadtschule sei eine Möglichkeit, Schüler auf stadt- und regionalgeschichtliche Themen aufmerksam zu machen. Wichtiger erscheint dem Verein aber, elektronische Medien damit zu verbinden.

Nach erfolgter Eigentumsübertragung wird dann jede Hand benötigt und Ideen sind gefragt. Am Mittwoch, 19 Uhr, zum Stammtisch im Heimathaus wird darüber diskutiert werden.

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