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Kirchenbestand akut gefährdet

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Ulrich Thiessen / 01.02.2012, 20:23 Uhr - Aktualisiert 01.02.2012, 20:29
Potsdam (MOZ) In Potsdam werden das ehemalige Stadtschloss und die Garnisonkirche wieder aufgebaut. Der Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege, Detlef Karg, findet, dass der Erhalt von Originalen den Vorrang gegenüber Rekonstruktionen genießen sollte. "Es ist nicht Aufgabe der Denkmalpflege, einen verlorenen Bau wieder aufzurichten. Ich sehe das mehr als skeptisch. Wenn man in Potsdam am alten Standort eine Kirche bauen will, kann man das auch in der heutigen Architektursprache tun", sagt Karg. "Schließlich haben wir 1164 Dorfkirchen und 700 Stadtpfarrkirchen in unserem Land. Dieser Bestand ist ernsthaft gefährdet".

Das vollständige Interview lesen Sie in der Druckausgabe der Märkischen Oderzeitung vom Donnerstag.

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Wolfram Paschke 05.03.2012 - 00:45:59

Kirchenbestand gefährdet

Es ist scheinheilig, wenn der Landeskonservator beklagt, daß er kein Geld für die bedrohten Dorfkirchen in Brandenburg hat und gleichzeitig Fördergelder für das vergammelte Offizierskasino in Dallgow-Döberitz in Aussicht stellt. Wolfram Paschke

Thomas Schmidt 02.02.2012 - 19:41:48

Rausgeschmissenes Geld.

Natürlich ist es Blödsinn, eine nicht vorhandene Kirche, die die Kirchengemeinde in Potsdam nicht wirklich braucht, wiederaufzubauen. Aber ein bisschen haben es sich die Denkmalschützer auch selbst zuzuschreiben, wenn man lieber vermeintlich Altes neu baut, als Altes zu sanieren. Denn wenn die historische Kirche, Remise oder das Landschlösschen nach der Sanierung keiner mehr betreten oder gar benutzen darf - weil die Feuchtigkeit der Atemluft den Deckenputz oder die Schuhe das historische Parkett gefährden könnten - braucht man sich nicht zu wundern, dass die Politik andere Akzente setzt. Denkmalschutz ohne ein stimmiges Nutzungskonzept ist letztlich auch rausgeschmissenes Geld.

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