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Cottbuser Universität mit Rekord bei Studenten und Drittmitteln

dpa / 02.02.2012, 13:18 Uhr
Cottbus (dpa) Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) hat nach Einschätzung ihres Präsidenten Walther Ch. Zimmerli eine erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen. Bei den Studentenzahlen und den eingeworbenen Drittmitteln seien Rekordwerte erreicht worden, sagte er am Donnerstag in Cottbus. So gebe es im laufenden Wintersemester 6700 Studierende, das sind 1700 mehr als vor vier Jahren. Die Summe der Drittmittel aus Privatwirtschaft und öffentlichen Forschungsförderungen habe sich von 2007 bis 2011 auf 34 Millionen Euro verdoppelt.

Zurzeit seien rund 1000 ausländische Studierende an der BTU Cottbus eingeschrieben, berichtete Zimmerli. Die meisten von ihnen kämen aus China, gefolgt von Kamerun und Polen. Um die Qualität der Lehre zu sichern, gebe es Zulassungsbeschränkungen für die fünf Studiengänge Architektur, Stadt-und Regionalplanung, Kultur und Technik, Betriebswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsingenieurwesen. "Wir haben noch Nachholbedarf bei Elektrotechnik", sagte Zimmerli.

Die BTU Cottbus musste 2010 einen Einbruch bei den Drittmitteln von 19 Millionen Euro verkraften. Grund war die Wegnahme von Rücklagen der Universität durch das Land in Höhe von 3,6 Millionen Euro, wie Zimmerli sagte. "Diese Unterfinanzierung durch das Land konnten wir aber gut abmildern." So erforscht die BTU mit dem Energiekonzern Vattenfall Europe die CCS-Technologie zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken und der Industrie. Außerdem sind BTU-Wissenschaftler an der Materialforschung des britischen Triebwerksherstellers Rolls Royce beteiligt.

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Prof. Neo Liberal 08.02.2012 - 09:50:21

na herzlichen Glückwunsch

Es sind mehr Studenten denn je an der Uni eingeschrieben, so dass für einige Studiengänge schon eine Zugangsbeschränkung erlassen werden musste. Das Land kürzt das Budget soweit, dass immer mehr Drittmittel eingeworben werden müssen um den normalen Lehrbetrieb aufrecht erhalten zu können. Dieses Geld stellt die Wirtschaft dann natürlich absolut uneigennützig für neutrale Forschung und unabhängige Wissenschaft zur Verfügung. Eine wahrhafte win-win-Situation. Alle haben etwas davon, das Land spart Geld, die Wirtschaft bekommt willige und billige Forscher, Forschungsergebnisse sind nun endlich "praxisrelevant", und jeder Quardatmeter Uni wird mit Studenten aufgefült. Das Einizige was auf der Strecke bleibt ist die Qualität der Lehre und die Unabhängigkeit der Wissenschaftseinrichtungen... Wen kümmerts, solange die Forschung an der Uni feststellt, das es keine Alternativen zu Kohleverstromung und CCS gibt? Armes Brandenburg.

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