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Im Winterreitlager bereiten sich Pferdefreunde auf die anstehenden Reitprüfungen vor / Miteinander der Kinder fördert technische und soziale Kompetenzen

Trotz frostiger Temperaturen fest im Sattel

Josefin Roggenbuck / 03.02.2012, 07:14 Uhr
Mescherin (Josefin Roggenbuck) Schläfrig und vom Frost zugedeckt, liegt der Ort an der Oder da. Doch bereits früh um neun hört man, wie Pferde angetrieben und Kinder die Zügel fest im Griff haben müssen. Bereits zum zehnten Mal findet auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Mescherin das Winterreitlager statt.

Für die kleinen und großen Teilnehmer kommt es gar nicht infrage, die Ferien zu Hause zu verbringen. Ihnen ist es viel lieber, im Sattel zu sitzen und für anstehende Prüfungen zu trainieren. Deswegen sind sie auch täglich acht Stunden auf dem Hof und beschäftigen sich mit all den Aufgaben, die zur Pferdepflege dazugehören. Ställe ausmisten, Pferde putzen und natürlich reiten - das ist jedoch nur die halbe Miete. Noch dazu kommen viele Theoriestunden, in denen das notwendige Rüstzeug für den Basispass erlernt wird. "Wir üben für dieses Abzeichen, um auf Turnieren eine Klasse höher starten zu dürfen", sagt Theresa Liberka (14) aus Radekow und fügt hinzu: " Mir macht reiten gehen in den Ferien einfach Spaß, da sitzt man wenigstens nicht nur zu Hause." Obwohl es dort vermutlich 35Grad wärmer ist, macht die Kälte Mensch und Tier nichts aus.

Die Vierbeiner sind die sibirischen Temperaturen gewöhnt und werden nur nachts in den Stall gebracht. "Jedoch nicht, weil sie sonst frieren würden, sondern weil die Wasserleitung der Kälte nicht standhält. Die Tiere hätten somit nachts kein Wasser", erklärt Reitlehrerin Gabi Pfeiffer. Ja und den Zweibeinern, denen wird beim Training warm. Ebenso sieht das die Reitlehrerin. Sie schwärmt: "Wir haben doch tolles Wetter, besser als jeglicher Regen ist der Frost allemal."

Und so wechseln sich die Großen und Kleinen auf der Koppel ab, werden aber auch gemeinsam trainiert. Dafür bilden sie Paare und halten - auf dem Pferd sitzend - gemeinsam das Ende eines Strickes in der Hand. Die Älteren übernehmen Verantwortung für ihre kleinen Partner, jene erlernen dabei die wichtigen Hufschlagvarianten. Ein gelungenes Konzept auf dem familiären Reiterhof. Jeder hilft jedem, auch wenn manche Erläuterung einer mehrmaligen Wiederholung bedarf. So verwundert es nicht, dass sich einige Eltern sofort bereit erklärt haben, die Mittagsversorgung für die Kinder zu übernehmen. Eben eine Zusammenarbeit von Groß und Klein, Eltern und deren Kindern sowie Trainern und Trainierten.

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