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Brandenburger LKT-Radteam vorgestellt / Talente sollen an die Spitze geführt werden

Madeleine Sandig hofft auf London

Jürgen Leibner / 08.02.2012, 18:06 Uhr - Aktualisiert 08.02.2012, 18:07
(In House) Von Jürgen Leibner

Lübben (MOZ) Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London und die Heranführung talentierter Fahrer aus dem
U-23-Bereich an die nationale Spitze: Das in Cottbus angesiedelte LKT Team Brandenburg (das Kürzel steht für den Hauptsponsor Lausitzer Klärtechnik) will mit seinem 18 Radsportlern auch in der kommenden Saison auf Bahn und Straße an die Erfolge des zurückliegenden Jahres anknüpfen.

„Olympia nimmt in unseren Planungen ohne Frage einen großen Platz ein“, sagte Manager Steffen Blochwitz gestern bei der Team-Präsentation in Lübben. Mit Madeleine Sandig, Stephanie Pohl und Nikias Arndt rechnen sich drei LKT-Fahrer Chancen auf einen Start bei den Bahn-Wettbewerben in London aus. „Die größten besitzt sicherlich Madeleine. Sie ist aus dem deutschen Verfolger-Trio nicht mehr wegzudenken.“ Die 28 Jahre alte Vize-Europameisterin von Apeldoorn startet am Wochenende beim letzten vorolympischen Weltcup in der britischen Hauptstadt und fehlte daher in Lübben.

Nikias Arndt, Gewinner der Rad-Bundesliga 2011 und so etwas wie der Aufsteiger des Jahres im Brandenburger Team, will sich über die WM in Melbourne weiter im Gespräch für Olympia halten. Als Dritter des Weltcups in Peking hat der erst
20 Jahre alte gebürtige Hamburger seinem einstigen Mannschaftskollegen Roger Kluge den Fehdehandschuh hingeworfen und will dem etablierten Olympiazweiten aus Eisenhüttenstadt den Platz im Mehrkampf Omnium streitig machen.

„Roger besitzt sicher die größere Erfahrung und zeigt die konstanteren Leistungen. Aber ich will meine Chance nutzen“, gibt sich Arndt kämpferisch. Trainer Michael Max kann frohlocken. „Einer von beiden wird bei Olympia starten, und es wird damit definitiv ein Brandenburger sein. Das ist doch stark.“

Auf der Straße wird sich Trainer Frank Augustin mit seiner jungen Truppe ausschließlich auf den U-23-Bereich konzentrieren. Mit Stefan Schäfer und Michael Weicht, Gewinner der Oder-Rundfahrt 2010, verließen wichtige Stützen das Team und suchen neue Herausforderungen. „Wir haben acht neue Fahrer integriert. Das ist schon ein gewaltiger Umbruch“, sagt Augustin. „Aber wir müssen den jungen Leuten immer wieder eine Chance geben.“

Ob unter diesen Umständen in der Bundesliga die Verteidigung beider Titel im Einzel und in der Mannschaft gelingt, ist offen. „Aber alle Neuen besitzen viel Talent. Da sollte einiges möglich sein. Unser besondere Stärke in der Vergangenheit war der großartige Teamgeist. Das wollen wir so wieder hinkriegen.“ Sportliche Highlights sollen in diesem Jahr neben der Bundesliga einmal mehr die Starts bei der Thüringen-Rundfahrt und bei der Oder-Tour sein.

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