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Amt Biesenthal-Barnim hat Grund zum Feiern

20 Jahre als selbstständige Gemeinden

Brigitte Horn / 10.02.2012, 06:19 Uhr
Biesenthal (MOZ) In diesem Jahr begeht das Amt Biesenthal-Barnim seinen 20. Geburtstag. Das will man öffentlichkeitswirksam feiern und geht bei den Kosten, die dadurch auflaufen, nicht gerade kleinlich heran. Die diskutierte Spanne reicht von etwa 10 000 bis mehr als 26 000 Euro.

Das erscheint reichlich opulent. Immerhin ist das Amt von der Sache her nicht mehr als ein relativ kleiner Verwaltungsapparat. Denn die Amtsverwaltung ist ein reiner Dienstleister und keine Gebietskörperschaft, wie eine Gemeinde oder das Land, dessen Gremien durch die Einwohner der Gemeinde oder des Landes gewählt werden. Im Biesenthal-Barnimer Amt sind nahezu 30 Mitarbeiter beschäftigt. Doch die Bürgermeister der Gemeinden sehen, wie erst jüngst im Ausschuss A 1 des Amtsausschusses zu hören, allen Grund, das Jubiläum zu feiern.

Mit dem Amt ist es gemeinsam gelungen, die Selbstständigkeit der Stadt zu erhalten. Das sieht Biesenthals Bürgermeister schon mal als einen guten Grund für eine größere Feier an. "Außerdem", so fügt er hinzu, "hat das Amt in den vergangenen vier, fünf Jahren keinen Neujahrsempfang gehabt." So sei Geld eingespart worden, das nun zum Teil für das Jubiläum zur Verfügung stehe.

Auch die Rüdnitzer Bürgermeisterin Christina Straube steht einer größeren Feier des 20-jährigen Amtsjubiläums positiv gegenüber, obwohl Rüdnitz erst seit 2003 zum Amt Biesenthal-Barnim gehört. "Wären wir noch im Amt Panketal, hätten wir dort das 20-jährige Bestehen feiern können." Doch das Amt Panketal gebe es nicht mehr und andere Orte, die zu diesem Amt gehört haben, wie beispielsweise Lobetal, hätten ihre Selbstständigkeit verloren und seien jetzt ein Teil von Bernau. "Rüdnitz konnte aber durch den Wechsel zum Amt Biesenthal-Barnim seine Selbstständigkeit bewahren. Und das ist ein guter Grund, das gebührend zu feiern", sagt die Rüdnitzer Bürgermeisterin.

So nimmt es nicht wunder, dass im A 1 von den beiden zur Auswahl stehen Versionen einer Jubiläumsfeier, die zeitlich und personell größere bevorzugt wurde. Dabei dreht es sich um eine Festveranstaltung am Vorabend des Amtsfeuerwehrtages, der in diesem Jahr in Breydin stattfinden wird. Den Kürzeren gezogen hat ein Festakt, vergleichbar dem im Saal der Möbelfolie zum 20-jährigen Geburtstag der deutschen Einheit. Der Saal sei zu klein und so eine entsprechende Außenwirkung nicht möglich.

Gemessen an der Gästezahl will man ein Festzelt ordern, das zugleich noch am nächsten Tag beim Amtsfeuerwehrtag genutzt werden kann und man ist bestrebt, zwar möglichst groß, aber dennoch kostengünstig zu feiern. Diskussion gab es um die einzuladenden Gäste. Klar sei, dass die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe des Amtes aus dem Jahr 1992, die jetzigen Gemeindevertreter, polnische Gäste, Vertreter der Vereine und Einrichtungen, wie Schule oder Feuerwehr, dazugehören sollten. Uneins war sich das Gremium, ob die Feier mit oder ohne Partner stattfinden sollte. Ohne wären 250 bis 300 Gäste zu erwarten, mit entsprechend mehr. Vor dem Hintergrund des erforderlichen größeren und damit mehrere tausend Euro teureren Festzeltes sprach sich die Mehrheit gegen die Beteiligung der Partner aus.

Außerdem soll es zum Jubiläum Anfang September einen besonderen Sprechtag im Amt mit Kaffee und Kuchen, einen Quiz und mehr geben.

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