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Bamberger Domschatz: Kronen-Nachbildung kehrt zurück

Die rund 176.000 Euro teure Replik der Heinrichskrone, der Kaiserkrone von Heinrich II., aufgenommen im Diözesanmuseum in Bamberg nach der Übergabe.
Die rund 176.000 Euro teure Replik der Heinrichskrone, der Kaiserkrone von Heinrich II., aufgenommen im Diözesanmuseum in Bamberg nach der Übergabe. © Foto: dapd
14.02.2012, 18:05 Uhr
Bamberg (dpa) Das Original lagert immer noch in München - aber zumindest eine Nachbildung der wertvollen Heinrichskrone aus dem Bamberger Domschatz ist nun wieder in der oberfränkischen Stadt zu bewundern. In einer Feierstunde am Dienstag wurde die Replik an den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick überreicht. Er sagte, die Krone sei nicht nur eine Kopie, sondern "ein eigenständiges Kunstwerk".

In diesem Jahr feiert das Erzbistum Bamberg ein großes Domjubiläum, die Kathedrale wurde vor 1000 Jahren geweiht. Die Kronen-Nachbildung soll zu den wichtigsten Ausstellungsstücken einer Sonderschau zum Jubiläum im Mai gehören. Die Arbeit führte der Bamberger Silber- und Goldschmied Friedemann Haertl aus. Die Krone diente früher zur Aufbewahrung der Reliquien des Bistumsgründers Heinrich.

Die Krone und andere wertvolle Teile des Bamberger Domschatzes kamen vor mehr als 200 Jahren im Zuge der Säkularisation nach München - und werden dort noch immer aufbewahrt. Nach Expertenansicht ist die Krone zu zerbrechlich für einen Transport.

Für eine große Dürer-Sonderschau wollte das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg das "Selbstbildnis im Pelzrock" von Albrecht Dürer ausleihen, doch die Staatsgemäldesammlungen in München erteilten diesem Ansinnen eine Absage. In den Zwist hat sich inzwischen sogar die Politik eingeschaltet. Auch um den Bamberger Domschatz gab es 2007 zum 1000. Bistumsjubiläum Auseinandersetzungen, weil wichtige Kunstgegenstände nicht nach Bamberg ausgeliehen wurden. Das Anfertigen der Replik galt als Kompromissvorschlag.

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