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25Lärchen werden fürs Deutsche Historische Museum von Jugendlichen gepflanzt

Unter Bäumen – die Schüler und der Turm

Heike Weißapfel / 20.02.2012, 18:45 Uhr - Aktualisiert 20.02.2012, 18:59
Bergfelde (MZV) Die jungen Lärchen stehen schon bereit. Ihre künftigen Standorte gegenüber vom alten Grenzturm sind ausgesucht. Die Stellen sind gegen den Frost mit Tannengrün abgedeckt. Am kommenden Freitag werden Schüler der Hohen Neuendorfer Hugo-Rosenthal-Schule und der Katholischen Schule Sankt Franziskus aus Berlin-Schöneberg die zum Teil schon mehr als zwei Meter hohen jungen Bäume in einer gemeinsamen Aktion in die Erde bringen.

Die Baumpflanzung ist ein Gemeinschaftswerk des Deutschen Historischen Museums (DHM) mit der Deutschen Waldjugend sowie mit Unterstützung der Bremer Manfred-Hermsen-Stiftung, die Fördermittel zur Verfügung gestellt hat.

Die Aktion ist in mehrerlei Hinsicht symbolträchtig: Die Lärche ist der Baum des Jahres 2012. Fünf Bäume sollen gepflanzt werden, die jeweils fünf Jahre DHM bedeuten sollen, da dessen Bestehen sich in diesem Jahr zum 25.Mal jährt. Die Schüler aus Brandenburg und Berlin repräsentieren auf dem ehemaligen Grenzstreifen die Zusammengehörigkeit – wenn schon nicht der Länder, so doch die des Waldstücks, das sie verbindet.

Zudem wollen die Mitarbeiter des DHM zeigen: „Geschichtsmuseen sind eine Investition in die Zukunft“, erklärt Brigitte Vogel-Janotta, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Vermittlung im DHM. Denn die Pflanzung soll zugleich ein rbleibende Wert der Schau „Unter Bäumen – Die Deutschen und der Wald“ sein, die noch bis 4.März in Berlin zu sehen ist. Die Bäume sollen über die Zeit dieser Ausstellung hinausweisen, die selbst im Zuge des Internationalen Jahres der Wälder 2011 entstanden ist. „Lebendige Geschichtskultur und erfolgreicher Naturschutz sind nur mit mündigen und engagierten Bürgern möglich“, so Brigitte Vogel-Janotta.

Über die Ausstellung war auch der Kontakt zustande gekommen, da einige Bergfelder, darunter auch Marian Przybilla von der Schutzgemeinschaft sowie vom Naturschutzturm, zu den Leihgebern dieser Präsentation gehören. Er hat den Vormittag mit den Schülern organisiert, die sich zur Vorbereitung auch die Ausstellung in Berlin angesehen haben.

Das DHM wurde 1987 auf Anregung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl gegründet. Es war ein Geschenk der Bundesregierung zum 750.Geburtstag der Stadt. Nach der Wende wurde der ursprünglich geplante Standort – an dem sich heute das Kanzleramt befindet – verworfen. Das DHM zog ins Zeughaus, das einstige preußische Waffenarsenal, ein. Dort war bereits seit 1952 das Museum für deutsche Geschichte (MfdG) untergebracht. 1990 fusionierten MfdG und DHM. Im Zeughaus ist heute eine ständige Ausstellung zur deutschen Geschichte. Diese wird durch Sonderausstellungen im Neubau ergänzt.

Die Lärchen-Pflanzung findet am Freitag um 11Uhr statt. Anschließend können sich alle Teilnehmer mit einer Suppe stärken, die die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus ihrer Gulaschkanone zaubern. Die Ausstellung „Unter Bäumen“ im DHM ist täglich von 10bis18Uhr im „Pei-Bau“, hinter dem Gießhaus3, zu sehen.

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