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Neuer Wirbel um polnische Stasi-Akten über Lech Walesa

21.02.2012, 16:23 Uhr
Warschau (dapd) In Polen sorgt ein ominöser Aktenfund im Parlamentsarchiv zu einer angeblichen Geheimdiensttätigkeit des Friedensnobelpreisträgers und ehemaligen Solidarnosc-Führers Lech Walesa für Wirbel. Es gebe neue Belege dafür, dass Walesa in den 70er Jahren als "IM Bolek" für die Staatssicherheit gearbeitet und Verrat an seinen Kampfgefährten geübt habe, hieß es in Berichten rechtskonservativer Medien, mit denen Walesa seit Jahren einen Dauerstreit führt. Walesa konterte in einem Fernsehinterview: "Das sind Eierköpfe, die es nicht ertragen können, dass ein Arbeiter diese Revolution zum Sieg geführt hat."

Über eine angebliche Geheimdiensttätigkeit Walesas gibt es seit Langem Spekulationen. Stichhaltige Belege gibt es allerdings nicht. Nach einem Bericht der Zeitung "Gazeta Wyborcza" vom Dienstag wies der Chef der früheren Untersuchungskommission zum "Fall Bolek", Jerzy Ciemniewski, Vermutungen zurück, dass es im Parlamentsarchiv unbekanntes Aktenmaterial geben könne. Auf Unterlagen der Ciemniewski-Kommission hatten sich die Medienberichte über einen neuen Dokumentenfund bezogen.

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