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Horst Miethe legt ein Heft zur Geschichte der Bahnhofsiedlung vor / Präsentation am Sonntag

Ein Heft zur Geschichte der Bahnhofsiedlung Erkner

Joachim Eggers / 28.02.2012, 07:19 Uhr
Erkner (MOZ) Die Bahnhofsiedlung ist in. Nur so lässt sich wohl erklären, dass gleich zwei ihrer Bewohner sich daran gemacht haben, die Geschichte des Viertels im Norden von Erkner aufzuarbeiten. Für den einen von ihnen, Rudi Leikies, ist das Thema indes keine Mode - er beschäftigt sich schon Jahrzehnte damit. Leikies hat schon einmal eine Chronik verfasst, sich aber an eine Überarbeitung gemacht, die er im April in der Reihe des Heimatvereins vorlegen will.

Rudi Leikies ist zugleich einer der wichtigsten Kronzeugen des anderen Autors, der jetzt eine Publikation vorgelegt hat. Auch er wohnt in der Bahnhofsiedlung. Es ist Horst Miethe, der Ehrenvorsitzende des Vereins 425 Kultur Erkner, der auch als Herausgeber fungiert. Die Broschüre trägt den Titel "... ein Stückchen Erkner. Die Bahnhofsiedlung - Geschichte und Geschichten".

Damit ist schon angedeutet, dass es in dem mit Fotos und faksimilierten Dokumenten versehenen Text auch menschelt, dass es um einzelne Bewohner und ihre Lebensgeschichte geht. Das reicht von den Schicksalen der jüdischen Bewohner in den 1930er-Jahren bis zum letzten DDR-Abschnittsbevollmächtigten und dem für die Siedlung verantwortlichen Postboten. Auch einzelne Häuser und ihre Geschichte kommen vor.

Insgesamt ist Miethes Darstellung jedoch chronologisch geordnet und beginnt am Anfang - mit der Genossenschaft "Siedlung Eigenheim", die im Frühjahr 1919 von 36 Berlinern gegründet wurde. Miethe treibt einigen Aufwand, um die These zu vertreten, die Siedlungspläne seien in die aus England kommende Gartenstadt-Bewegung einzuordnen.

Weitere Kapitel sind den als "Schmuckkästchen der Siedlung" bezeichneten Häusern Am Rund 9 und 10 gewidmet sowie dem Semnonenring 40, wo Miethe selbst wohnt, und dem Gewerbe, das er auch tabellarisch aufführt. Das Schlusskapitel "Der Nickel in der Kiste" behandelt die Tiere. Es geht um Hühner und Karnickel-Nachwuchs, um Bienen und ihren Ertrag.

Das 106 Seiten starke Heft im A5-Format und in hochwertigem Druck wird am Sonntag in einer von der Wohnungsgesellschaft Erkner ausgerichteten Veranstaltung vorgestellt, und zwar um 17 Uhr im Café-Restaurant Bechsteins. Die Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht (Gefas) bietet an, Ältere und Behinderte aus der Siedlung zu fahren - Anmeldung unter Tel.: 03362 500812.

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