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Schnipsel für ein neues Leben

Viel zu tun: Jana Florczak, Archiv-Sachgebietsleiterin der Jahn-Behörden-Außenstelle zeigte dem Berliner Frank-Peter Brenne (li.) und dem Frankfurter Detlef Dohrmann Säcke mit noch zu rekonstruierendem Aktenmaterial der Stasi.
Viel zu tun: Jana Florczak, Archiv-Sachgebietsleiterin der Jahn-Behörden-Außenstelle zeigte dem Berliner Frank-Peter Brenne (li.) und dem Frankfurter Detlef Dohrmann Säcke mit noch zu rekonstruierendem Aktenmaterial der Stasi. © Foto: Martin Stralau
Martin Stralau / 05.03.2012, 06:26 Uhr - Aktualisiert 05.03.2012, 16:48
Frankfurt (MOZ) Etwa 300 Besucher informierten sich am Sonnabend in der Frankfurter Außenstelle der Jahn-Behörde in Vorträgen und bei Führungen über das Thema "Die Stasi und der Sport". Vor Ort waren auch der Bundes- und die Landesbeauftragte, Roland Jahn und Ulrike Poppe.

Ihm wuchsen Brüste, er hatte Wasserbeine, sein Urin war pechschwarz. Bis heute weiß Uwe Trömer - Bahnrad-Vizeweltmeister von 1980 - nicht, was in den Spritzen war, die man ihm und seinen Teamgefährten drei Wochen vor Auftreten dieser Symptome im Jahr 1983 verabreicht hatte. "Ärzte und Trainer beschwichtigten damals, es sei alles in Ordnung", sagt Trömer. Jahrelang war er im Dopingsystem des DDR-Hochleistungssports gefangen, ist lebenslang körperlich geschädigt. Ebenso wie die ehemalige Weltklassesprinterin Ines Geipel, die seit langem die öffentliche Stimme der Geschädigten des Doping-Systems ist.

Spätestens nach den Vorträgen der beiden in der Frankfurter Außenstelle der Jahn-Behörde am Sonnabend war klar, warum das Thema des Tages der offenen Tür, "Die Stasi und der Sport", an Aktualität und Relevanz nichts eingebüßt hat. Geipel prangerte nicht nur die unzureichende Aufklärung der Dopingfälle an, sondern auch, dass aus den Fehlern nichts gelernt wurde: "Das, was zu DDR-Zeiten Doping mit Steroiden war, ist heute Gen-Doping. Der Cocktail ist noch besser gefüllt als damals."

Die Frankfurter hörten gebannt zu. Insgesamt lauschten 300 Besucher den Vorträgen an diesem Tag, ließen sich durch das Archiv führen oder beantragten, wie 83 von ihnen, Akteneinsicht. "Das Thema Stasi und Sport haben wir gewählt, um zu zeigen, wie die Stasi in alle gesellschaftlichen Bereiche gewirkt hat", sagte Außenstellen-Leiter Rüdiger Sielaff. "Als junger Sportler konnte man in der DDR noch so gut sein, wenn man sich nicht unter die Fittiche des MfS (Ministerium für Staatssicherheit, Anm. d. Red.) begab, war klar, dass man aus der Sportförderung herausfiel." Sielaff betonte, wie wichtig es ist, immer wieder an all das zu erinnern und war erfreut über die Reaktion der Zuhörer, als jemand aus dem Publikum nach einem der Vorträge gegen das System der Aufarbeitung wetterte. "Es war schon toll, dass die Frankfurter diesen Versuch, rechtsstaatliche Aufarbeitung zu verhindern, nicht zugelassen und die Diskussion im Keim erstickt haben."

Intensiv diskutiert wurde dafür im Nachhinein mit dem Bundesbeauftragten Roland Jahn und der Landesbeauftragten Ulrike Poppe, die den Bürgern zunächst in Einzelgesprächen zur Verfügung standen und sich später in einer Podiumsdiskussion einem breiten Publikum vorstellten. "Für einige war es schon eine Würdigung ihrer Biografie, mit dem Bundesbeauftragten sprechen zu können", freute sich Rüdiger Sielaff. Für Roland Jahn, selbst Oppositioneller in der DDR, war das eine Selbstverständlichkeit. "Es ist wichtig, dass wir uns für die einsetzen, die nicht so auf die Füße gekommen sind wie wir, die heute in verantwortungsvollen Positionen sitzen", sagte er.

Dazu zähle vor allem, weitere Akten-Nachweise zu sammeln. Die finden sich hauptsächlich in Säcken mit von der Stasi vorvernichteten Dokumenten. "Indem wir die Schnipsel aus diesen Säcken zusammensetzen, können wir Leute rehabilitieren", sagte Jahn und brachte ein Beispiel: "Ein Sack kann zu 200 Euro mehr Rente führen, wenn wir darin den Nachweis finden, dass der Rausschmiss an der Uni aus politischen Gründen erfolgte." Allein in Frankfurt lagern 1500 dieser Säcke, bundesweit sind es 15 000.

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Vito 10.03.2012 - 11:25:23

Was ist denn nun mit Ihrer Antwort?

Herr Schalck: Was ist denn nun mit meinen KIndern? Hatte gedacht, Sie antworten mir als Experte? Da stehen lauter Namen und was von Ferien, ist doch hier nicht das, was mich betriftt, oder?

Studentin & Co 10.03.2012 - 11:19:51

Preisfrage: Wieviel Bundeländer und Universitäten gibt es in Deutschland?

Zusatzfrage: Und wann haben die Semesterferien? Wir haben herzlichst gelacht, über jenen Bürger namens "Schalk im Nacken".

der schalk im nacken 09.03.2012 - 21:27:59

Semesterferien und andere Events

Der Moritz sitzt auch in den Semesterferien (das Wintersemester endete laut der durch ihn selbst empfohlenen Semesterferienübersicht im Land Brandenburg/Frankfurt (Oder) an der Viadrina am 10.02.12 und das Sommersemester wird am 02.04.12 beginnen, den zeitlichen Zwischenraum nennt man Semesterferien) bei "Dr." Inge (was möchte denn diese ominöse Dozenten dort lehren) in der Uni und schreibt fleißig eine Klausur. Thema: "Wilhelm P. - Eine multiple Persönlichkeit kämpft mit seinen "Genossen" als I.S.O.R-Aktivist um Anerkennung, aber der Ex-DDR-'Pöbel' spielt leider nicht mehr mit" Mein Vorschlag: Die beste Arbeit (also die von Moritz) wird als Schmuckausgabe beim Eulenspiegel-Verlag verlegt und Wilhelm P. kann dann bei seiner nächsten Lesung diese in sein Programm einarbeiten. Als Zugabe legt der Verlag vielleicht noch das neue Buch von Margot Honecker "Zur Volksbildung" (da geht es auch um viele Erfahrungen) oben drauf und so schließt sich der Kreis wieder bei Inge in der Uni. Und die MOZ kann unter ihrer Rubrik "heute" mitteilen, ob Herr P. seine nächste Lesung beim I.S.O.R.-Kadernachwuchs-Treffen oder doch eher bei der nächsten SED-Diktaturopfer-Verhönungsparty der GRH halten wird. Vielleicht gibt es dann neben Herrn P. auch ein Wiedersehen mit Inge, Ermine, Renate, Gertrud, Irene, Frieda, M. Kobelkov, Moritz usw. usf....

Vito 08.03.2012 - 20:21:56

Bin besorgt um meine Kinder

Also das mit den Märchen, bestimmt ist da was im Busch gewesen. Aber ich habe auch Probleme. Meine beiden Jungs sind auf einer Sportschule, echte Kerle schon, so jung wie sie sind. Ich habe ihnen immer gesagt, sie sollen nichts von Fremden annehmen. Wenn hier aber steht, das Kinder keinen Willen haben und nicht merken was so passiert, was soll ich den jetzt machen?

Lena Kulovska 08.03.2012 - 19:46:39

Hat Schneewitchen gedopt?

Wie konnte dieses junge Mädelchen sonst so viele Zwerge vertragen. Das sollte untersucht werden, damit wir unseren Kindern und Kindeskindern historisch aufgearbeitete Märchen vorlesen können. Ich möchte diese alten Märchen nicht mehr, es macht mir Angst, wenn ich hier lese, was diese jungen Menschen alles so, wie sagt man das? Sie können mir auch in Russisch schreiben.

Billy 08.03.2012 - 18:52:04

Blaue Pillen

Mit zittrigen Händen hole ich die blauen Pillen aus der Verpackung und nehme sie hastig ein. Jetzt erkenne ich sie wieder, die Genossen, Kommandanten und Rot Front-Kämpfer. Free doping, schön euch hier zu treffen..

M. Kobelkov 08.03.2012 - 18:43:54

Danke Moritz

Und ich wundere mich beim amüsanten Lesen schon, warum es angeblich verschiedene Pesronen sind, wenn sie doch alle nur noch "reflexartig" sabbern. Viva Pseudonym und Synonym. Danke Moritz. Auch ich folge deinem Schlusssatz, diese Verdopungstheoristen brauchen einfach ihre Ruhe!

Moritz 08.03.2012 - 18:22:02

Semesterferien in Deutschland & STOPP den Vernunftbegabten

Wäre mir neu, dass ich jetzt Semesterferien habe. Zumal diese ganz einfach recherchierbar sind, und das bundesweit. Oh. oh ... ALLES VERGÄNGLICHE IST NUR EIN GLEICHNIS. DAS UNZULÄNGLICHE, HIER WIRD'S EREIGNIS. (Faust) Schlusssatz: Den Vernunftbegabten wird angeraten, dieses Forum ab hier nicht mehr weiter zu nutzen. Liebe Damen, lassen wir die Genossen in Ruhe.

Studierender 08.03.2012 - 17:31:12

@Inge

Na hoffentlich sitzen Sie in der morgigen Klausur nicht allein da, während der vorlesungsfreien Zeit/Semesterferien. :-D Naja, jeder darf halt sich so seine "Studenten" um sich scharen, ob nun real oder nicht, aber sich mit einem "Ph.D." unrechtmäßig zu schmücken halte ich a) für moralisch verwerflich denjenigen gegenüber, die sich diesen hart erarbeiteten und b) für strafrechtlich relevant.

Ermine Oschatz 08.03.2012 - 17:24:57

Klarstellung durch einfachen Vergleich 2

Im Kommentar von Renate vom 06.03.2012 17:59:18, unter dem Titel, "@DER SCHALK IM NACKEN - Sind Sie SELBSTLESER" steht, Zitat: "oder lassen Sie vorlesen?" Sie schreiben den Wortlaut um, in Ihrem Kommentar vom 08.03.2012 16:11:43, unter dem Titel: "@Renate - Wer im Glashaus sitzt...", Zitat: " Das letzte mal hatten Sie mir ja aufgrund zweier MOZ-Zitate unterstellen wollen, ich wäre unfähig, selbst zu lesen." Ergänzung für interessierte Leser: Deutschlandweit gibt es Menschen mit Lese- und Schreibschwächen unterschiedlichster Ursachen; Personen danach zu fragen, wenn der erste Anschein dies unzweifelhaft zulässt, kann dem Betroffenen das Gefühl vermitteln, verstanden zu werden. Aber nicht immer fällt die Antwort pragmatisch aus.

Peter 08.03.2012 - 17:13:31

Inge (PhD) ist wieder da

Auf diese Klausurarbeiten bin ich sehr gespannt; nur befürchte ich, es wird sie nur in der Phantasie von Inge (PhD) geben. Eine Dozentin, die Absolutadjektive steigert („einzigste“), der Apostrophitis frönt („Uni’s“) und ungehemmt plagiiert (Kommentar vom 07.03.2012 11:06:56) ist wohl selbst ein Phantasiewesen. Nun ist ja gegen Phantasie nichts einzuwenden – nur sollte sie nicht die faktenorientierte Aufarbeitung des DDR-Dopingsystems ersetzen. Gerne übrigens auch an den Unis.

der schalk im nacken 08.03.2012 - 17:11:10

@Inge & @ Ermine

@Inge Wusste ich´s doch! Wo die Renate ist, kann die Inge nicht weit sein. Fehlt nur noch die Gertrud. Werden die Rechtschreibfehler einer gewissen Dozentin in diesen Kommentaren auch Bestandteil dieser "Strafexpedition" auf Kosten eines gekränkten Uni-Egos sein? Na dann viel Spaß beim Auswerten... und: Immer schön Erfahrungen sammeln! @Ermine Und wenn Ihnen Herr P. sagt, dass die Sonne nicht gelb, sondern blau ist, verstehen Sie das sicher auch? Ihr verworrenes Wiederholen von Zitaten und endlose Aber-ich-habe doch-und-Sie-haben-nicht ähnelt in der Tat dem des Nutzers Wilhelm P. Nur mit dem Unterschied, dass nichts zur eigentlichen Sache kommt, sondern Sie nur Herrn P. reflexartig zur Seite springen. Aber wenn es Sie glücklich macht...

Moritz 08.03.2012 - 17:03:47

ISOR - Parteiprogramm für die Zukunft!

Für alle nur noch Lesenden: Zur Aufklärung und objektiven Einordnung einiger Kommentatoren, sogenannte "Satelliten". Gefällt mir. http://www.isor-sozialverein.de/aktuell/ia_2011/ia_1111.pdf

Inge (PhD) 08.03.2012 - 16:35:35

Leistungs"sport" an der Uni

Wie ich sehe, schweben noch einige Sateliten um den Zentralstern herum, obwohl er schon verlassen ist. Meinen Studenten habe ich heute eine halbe Stunde frei gegeben, unter der einzigsten Bedingung, sich alle Kommentare des MOZ-Beitrages "Schnipsel für ein neues Leben", veröffentlicht am 04.03.2012, zu analysieren. Morgen dürfen sie darüber eine Klausur schreiben. Sie sehen, auch an Uni's gibt wird Leitung mittels realer Vorgänge abverlangt, ganz ohne Pillen, denn die sind auch hier verboten. Dafür mit sehr viel belastbaren Datenmaterial von einigen Bürgern unserer Zeitgeschichte. Denn wer bei uns und in der Zeit danach für eine lange Zeit seines Lebens etwas sein möchte, der ist selbstbewusst, selbstbestimmt, willensstark und - ganz wichtig, ein "Kopfdenker".

der schalk im nacken 08.03.2012 - 16:11:43

@Renate - Wer im Glashaus sitzt...

Hallo Renate, schön, dass Sie sich mal wieder in altbewährter Tradition zu Wort melden. Das letzte mal hatten Sie mir ja aufgrund zweier MOZ-Zitate unterstellen wollen, ich wäre unfähig, selbst zu lesen. Das war natürlch kein Gepöbel und ein sachlicher Beitrag zur Diskussion. "Aussenstehende dürfen sich keine Meinung bilden" ist übrigens ein Zitat von Herrn P., daher steht es auch in Anführungszeichen. Aber das muss ich einer klugen Nutzerin, die sich, um sich gut zu fühlen, anderen indirekt Dummheit vorhält, ja nicht wirklich erklären. Ich hatte Sie ja schon einmal gefragt, wie Ihre Meinung zum Thema "Die Stasi und der Sport" ist? Sicher waren Sie zu beschäftigt, um so einem, der nicht mal lesen kann, zu antworten. Vielleicht haben Sie ja ein paar Minuten, um uns an Ihrer sachlichen und respektvollen Meinungsbildung teil haben zu lassen. Sie können auch gern Ihre Freundinnen Irene U. oder Inge (PhD) antworten lassen. Ich kann das schon einordnen. ;-))

Ermine 08.03.2012 - 16:07:21

Klarstellung durch einfachen Vergleich

In meinem Kommentar, unter dem Titel "Es ist genug" schrieb ich wörtlich, Zitat: " In seiner Laufbahn war dies tabu, in deutsch VERBOTEN, weil es der körperlichen Entwicklung zugegen stand, das steht doch nun mal schon geschrieben. Und damit ist gesagt, es gab in der DDR kein systematisches Doping. Das verstehe selbst ich." Sie berufen sich darauf, in Ihrem Kommentar unter dem Titel "Richtig, Ermine, es ist genug!", und stellen die Aussage wie folgt dar, Zitat: "Gut, dass Sie hier noch einmal ganz resolut klar gestellt haben, dass Doping in der DDR verboten war." Unter selben Titel ergänzen Sie, Zitat: "... bei allem Respekt: Ist es möglich, dass Sie durch die hiesige Diskussion ein wenig überfordert sind?" Mit freundlichen Grü0en Ermine Oschatz

Maria Köhler 08.03.2012 - 16:01:08

An "Ermine Oschatz" alias "Wilhelm P."

Aus Ihrem letzten Kommentar sticht dieser Absatz besonders krass hervor: "In seiner Laufbahn war dies tabu, in deutsch VERBOTEN, weil es der körperlichen Entwicklung zugegen stand, das steht doch nun mal schon geschrieben. Und damit ist gesagt, es gab in der DDR kein systematisches Doping. Das verstehe selbst ich." Das längst überwundene Denkverbot zu DDR-Zeiten existiert leider immer noch in Ihrem Kopf, gemäß dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein durfte (in der DDR). Sie sind wahrlich eine tragische Gestalt, die zunehmend außer Kontrolle geraten wird. Wenn Sie hier Verständnis für Ihre heutige Lage/Situation erhoffen, müssen Sie sich hier öffnen und Ihren wahren Namen, Ihre wahre Biografie nennen - ansonsten kann hier niemand Ihre Ausführungen verstehen oder sogar nachvollziehen. Sie müssen Ihre Angst überwinden und mit Ihrem "Insiderwissen" endlich an die Öffentlichkeit treten. Sonst werden Sie die Geister von früher nie los.

Renate 08.03.2012 - 15:40:44

ICKE & @ABC - Geht's noch?

Mein Fazit: Sie haben weder etwas zur Thematik beigetagen, noch lassen Sie Sachlichkeit und Repekt zu. Ihre Behauptung: "Aussenstehende dürfen sich keine Meinung bilden", ist völlig fehl am Platz. Ihr Gepöbel behindert das Lesen und die Meinungsbildung für interessierte Leser. Furchtbar.

der schalk im nacken 08.03.2012 - 15:18:34

Richtig, Ermine, es ist genug!

Gut, dass Sie hier noch einmal ganz resolut klar gestellt haben, dass Doping in der DDR verboten war. Da erübrigt es sich ja von selbst, dass man sich in einem Forum zu einem Zeitungsartikel zum Thema "Die Stasi und der Sport", in dem es um politisch initiiertes systematisches Doping im DDR-Leistungssport und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen für die Sportler geht, zu Wort melden darf. Denn die SED-Führung hat NIE etwas verbotenes getan. Was für ein Glück für die Lebensleistung aller DDR-Bürger. Danke Ermine Oschatz! Ironie aus! Frau Oschatz, bei allem Respekt: Ist es möglich, dass Sie durch die hiesige Diskussion ein wenig überfordert sind? PS: Schönen Gruß an Willy beim nächsten ISOR-Kaffee-Kränzchen!

ABC 08.03.2012 - 14:41:17

@ Ermine Oschatz

Zitat "Das ist allein Ihr Thema, auf dem Sie reiten, und das als Aussenstehender. " Aehm, zwei Fragen dazu: Ihnen ist schon aufgefallen, dass genau dies eben das Thema des Artikels ist und somit auch dieser dazugehörigen Diskussion hier? Sind Sie mit dem user W. P. verwandt oder verbändelt, oder haben sie nur zufällig diesselbe Verteidigungstrategie à la "Aussenstehende dürfen sich keine Meinung bilden"? Zitat: "Und damit ist gesagt, es gab in der DDR kein systematisches Doping." Aus der Erzählung eines einzelnen Beteiligten, kommen Sie zu einem solch allumfassenden Schluss? Wie kurzsichtig! Und eine praktische Bemerkung meinerseits noch: niemand MUSS hier schreiben und niemand hat Herrn P. aufgefordert, hier Teile seiner Biographie darzulegen. Wenn er das dennoch (und im Übrigen freiwillig) tut, dann muss er auch damit rechnen, dass es dazu öffentlich Kommentare gibt, die ihm (und Ihnen) möglicherweise nicht gefallen.

Ermine Oschatz 08.03.2012 - 14:01:34

Es ist genug

Herr P. hat in diesem Forum Doping weder bejaht oder verneint. Das ist allein Ihr Thema, auf dem Sie reiten, und das als Aussenstehender. In seiner Laufbahn war dies tabu, in deutsch VERBOTEN, weil es der körperlichen Entwicklung zugegen stand, das steht doch nun mal schon geschrieben. Und damit ist gesagt, es gab in der DDR kein systematisches Doping. Das verstehe selbst ich. Ihr Anliegen ist ein anderes, völlig themenfremdes. Herr P. hat sich Ihnen gegenüber unmissverständlch geäußert. Und ich denke, er wird dies nicht noch einmal tun. Lassen Sie ab, es ist eine Schande, was Sie hier treiben. Einen Leser zum Arzt zu schicken, das liest man in MOZ-Foren sehr oft, und immer dann, wenn jene, die dies als Beleidigung verwenden, selbst mit dem Thema nicht mehr klar kommen. Fragen Sie sich, warum Sie nicht einfach mal nur Lesen, und was es ist, was Sie treibt, wenn Sie derartiges schreiben.

icke 08.03.2012 - 13:28:05

@Wilhelm P.

Ihr Zitat: "Relevante(n) Äußerungen möchte ich gerne nachgehen, um bspw. ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen.“ Haben Sie meinen Recherchehinweis „Zentralinstitut des Sportmedizinischen Dienstes in Kreischa – Kommerziellen Koordinierung – Devisen - Gaschromatograph“ beachtet? Womit stellen Sie Ihre Glaubwürdigkeit einer Prüfung? Sie fordern von allen Lesern wortgetreue Wiedergabe von Sachtexten (welche den Volumenrahmen hier bei diesem umfangreichen Thema mit Sicherheit sprengen würde), hüllen sich aber selbst in fabulöse Andeuterei zu Ihrer „authentischen Sportbiographie“. Nie werden Sie hier konkret (Sportart, Sporteinrichtung, Trainingszeitraum, was für ein Förderverein, wie heißt Ihre Publikation usw. usf.) Was ist überhaupt Ihr Anliegen? 1. Möchten Sie den Lesern vermitteln, dass es im DDR-Leistungssport kein systematisches Doping gegeben hat? Oder 2. Das Sie kein Doping wahrgenommen haben, aber wissen/sich vorstellen können, dass es systematisches Doping in der DDR gab? Oder 3. Das Sie nicht mit Sicherheit sagen können, dass Sie in der DDR systematischem Doping ausgesetzt waren? Das sind in meinen Augen drei unmissverständlich gestellte und leicht verständliche Fragen, die ganz simpel weitere Missverständnisse verhindern können.

Maria Köhler 08.03.2012 - 13:22:52

Arzt

@"Wilhelm P.": Mein Rat an Sie: Gehen Sie endlich mal zu einem neutralen Psychologen. Der kann Ihnen vielleicht wirklich helfen. Ihre Kommentare hier im Forum zeigen mir, welch eine verherrende Wirkung ihre DDR-Leistungssport-Biografie hat. Trotzdem tun Sie mir nicht leid, denn Sie wußten ja angeblich bereits vorher, was sie sich damit antun ...

Ermine Oschatz 08.03.2012 - 09:07:53

Beschämend

Dem Kommentar von Karl Richter möchte ich mich anschließen und ergänzend mitteilen, wie beschämend es doch ist, wie hier auf den ehemaligen Leistungssportler Wilhelm P. eingedroschen wird. Dass er dies durchhält, hat nichts mit Muskeln zu tun, sondern mit Charakter und Willenstärke, und wie er uns Wissen lässt, schon mit dem 10'en Lebensjahr. Welche Entbehrungen stecken wohl dahinter, wenn gleichaltrie Schüler Schulaus hatten, und jene Sportler neben der Schule täglich bis abends noch trainieren müssen. Respekt, Herr Wilhelm P.

C. Däumler 08.03.2012 - 08:06:32

Aufarbeiten?

Da können noch 500 Besucher in der Stasi-Unterlagenbehörde über den Sport diskutieren. Im Olympiazentrum an der Kieler Straße hat man lediglich "Umgearbeitet". Aus der grauen NVA-Uniform wurde die graue oder blaue Bundeswehruniform und die braunen NVA-Trainingsanzüge wurden gegen buntere der Sportvereine getauscht. Es lief doch alles hervorragend zur und nach der Wende und man blieb unter sich. Man steigt unter einer anderen Fahne und Hymne auf das Podest und hat eine neue Identifikation gefunden. Da denkt nach über 20 Jahren keiner mehr an eine Aufarbeitung, zu mal die Stadt Frankfurt (Oder) sich der Erfolge einstiger und jetziger Leistungssportler als Sportstadt immer wieder besinnt und mit dem Sportmuseum einen Wallfahrtsort für junge Sportschüler geschaffen hat.

Karl Richter 07.03.2012 - 21:09:25

DDR - Leistungssport - Partei, Armeekader, MfS Mitarbeit

Es ist erstaunlich, wie hier ehemalige DDR-Leistungssportler und Sportlerinnen mit "normalen" Bürgern der Stadt Frankfurt heftig disskutieren. Noch viel interessanter würde es werden, wenn bekannte Sportler, ich nenne nur den Erfolgreichsten aus FFO, Henry Maske, zu seiner ausgelebten Vergangenheit im realen Sozialismus befragt würden. Sie könnten viel erzählen, wenn sie wollten.

Wilhelm P. 07.03.2012 - 20:41:11

ABC -

Ich bin lebensfroh und lustig, trotz meiner Schmerzbelastungen, aber woher wissen Sie das? Die Folgen von Leistungssport sind meiner Meinung nach für die direkt Betroffenen insgesamt nicht "lustig", und zuweilen auch lebensverkürzend, meinen Sie das, wenn Sie schreiben, Zitat: "Sie sind bisher "am lustigsten" hier in der Runde." Ich habe im vorigen Jahr damit begonnen, Geschichten aus meiner Sportlerkarriere in humoristischer und kindgerechter Form aufzuschreiben. Bei meinen Vorlesungen sind tatsächlich komische, lustige bis sehr lustige Passagen in Form der Situationskomik enthalten. In der nachgelagerten Diskussion muss ich acht geben, das sie als wahre Begebenheiten erkannt werden, und als solche in bestimmten Punkten ernst zu nehmen sind. Denken Sie an die sogenannten "falschen Vorbilder". Manch junges Mädchen hungert sich ab bis auf die Rippen. Ess-Brech-Sucht, Wachstumsstörungen und Lernbehinderungen sind typische, beispielhafte Folgeerscheinungen, um genau so auszusehen und zu imponieren, wie ihre Idole aus den Medien. Im Sport ist das nicht anders, die Verführungen sind groß. Viele Kinder und Jugendliche bleiben auf der Strecke und müssen mit den seelischen Folgen fertig werden. Patenschaften hat man hierfür punktuell einrichten können, Sportveteranen kümmern sich um ein begleitendes Controlling, sie dürfen Empfehlungen ausprechen, die von den Sportlern, ihren Eltern und den Sporteinricbhtungen samt Ärzte gmeinsam beraten und zum Wohle der Kinder und Jugendlichen entschieden werden. Die Integration in die Gesellschaft muss beachtet und gewährleistet werden. Ihr Zitat: "Ich versteh Sie so, dass Sie meinen, dass Leute, die nicht im Leistungssport waren, nicht wirklich was qualitativ Hochwertiges dazu sagen können (und deshalb bitte den Mund halten sollen)?" Nein. Ich meine es so, wie ich es geschrieben habe, weder eine Sache noch Personen werden damit verletzt. Dies ist eine allgmeingültige Aussage und in allen möglichen Bereichen des Lebens gegenwärtig - sie ist neutral. Ich denke und kommuniziere sehr direkt, dass könnte zuweilen nicht gleich erkannt werden Ich würde mir wünschen, hier im Forum weitere Betroffene anzutreffen, der Informationsbedarf ist aber lokal gesehen sehr unterschiedlich und schwer einzuschätzen. Da reibt man sich eben an einer Person, die dann auch noch bis zu einem bestimmten Punkt still hält. Ich akzeptiere das "Maul des Volkes", auch als "leiner Mann", neue Ideen für meine Publikationen und Geschichten entstehen so. Ihren zweiten Absatz verstehe ich nicht,Teilzitat: "... an der Veranstaltung teilnehmen sollen, um die Argumente, Informationen und Beweise kommentieren zu können, statt sie einfach mal grundsätzlich (hier im Forum und anderswo) als Blödsinn abzulehnen." Insofern wir die selbe Veranstaltung meinen, so habe ich sie, an welchem Ort auch immer, nicht bewertet. Ich entnehme aber im Unterton, dass Sie es sich schon gewünscht hätten, breit gefächerte Originalstatements von direkt Betroffenen dort zu hören. Vielleicht treten Sie an den Veranstalter heran, und teilen ihm ihre diesbezügliche Sichtweise mit. Ganz sicher wird er Ihre Vorschläge offen entgegen nehmen und für nächst folgende Events berücksichtigen. Ich stehe ständig in Kontakt mit Leistungssportlern, das hatte ich schon geschrieben. Zudem bin ich Mitglied in einem Förderverein, der sich sehr egagiert für eine Anerkennung und finanzielle Rehabilitierung bestimmter Sportler als Beruf bundesweit einsetzt. Noch heute müssen diese sich von Ämtern anhören, das ihre Tätigkeit "kein Beruf" sei. Auch rentenrechtlich hat dies empfindliche Folgen. Hier gibt es einigen Nachholebedarf, um Ungerechtigkeiten auszugleichen. Wir sind zuversichtlich, beim Erreichen unserer Ziele.

Wilhelm P. 07.03.2012 - 19:34:09

@Icke -

Ich habe Sie gefragt, und Sie haben in Ihrer nunmehr veröffentlichten Antwort die von mir gesuchte/n Passage/n in diesem Forum (!) - und nicht anderswo, nicht benannt. Relevante Äußerungen möchte ich gerne nachgehen, um bspw. ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen. Ihre thematische Einlassung wiederspiegelt Ihre Sichtweise in Form einer Meinung. Möglicherweise halten Sie sich ausschließlich in Ihrer Sichtweise an Medienberichte und an diese immer wieder zitierte Ausstellung. Dieses gewonnene Bild vergleichen Sie nun mit meiner authentischen Sportbiographie, die ich hier ansatzweise freiwillig als Zusatzinformation für interesierte Leser skizziert habe. Dass Sie diese nicht akzeptieren, nehme ich zur Kenntnis. Ihre wiederholt vorgetragenen Bewertungen meiner Sportiographie sowie Unterstellungen und verbalen Angriffe weise ich vollumfänglich zurück. Ich wünschte, ich könnte ihr Spannungsfeld nachvollziehen und auflösen.

icke 07.03.2012 - 18:29:05

@Wilhelm P.

Ich würde es begrüßen, wenn Sie meinen Kommentar noch einmal ganz in Ruhe lesen. Sie können natürlich verstehen was Sie wollen, aber am einfachsten wäre es, das zu lesen UND zu verstehen, was da steht. Zudem kann ich nicht nachvollziehen, worauf sich Ihre Frage „Wo kann ich das nachlesen?“ bezieht. Sollte sich diese Frage auf das systematische Doping im Leistungssport der DDR beziehen, können Sie im Netz mal ein bisschen zum Thema „Zentralinstitut des Sportmedizinischen Dienstes in Kreischa – Kommerziellen Koordinierung – Devisen - Gaschromatograph“ recherchieren. Viel Erfolg! PS: Nachdem ich Ihren letzen Beitrag gelesen habe, habe ich allerdings den Eindruck, dass Sie in der DDR in einem Parallel-Universum gelebt haben müssen. Zitat: „Zum anderen die Frage, ab wann ein Mensch begründbar (!) selbständig denken und handeln und damit seine einfachsten Rechte erkennen und umsetzen kann. Und schließlich die Entscheidung, die Einnahme von "blauen Pillen" zu verweigern und zugleich die Heimleitung und seine Eltern unverzüglich zu informieren. Und da es um Schutzbefohlene geht, wäre im Zweifel der Weg der Aufgabe des Sports der richtige gewesen.“ Offensichtlich stellen Sie sich hier in ganz ungeschickter Weise ahnungsloser, als es glaubhaft ist. Das MfS hat sich z. B. bei der Werbung von IM unter minderjährigen Schülern einen Dreck um die Meinung der Eltern geschert, zumal Sie die Kinder dabei instruierten, mit NIEMANDEN über deren Kontakt zum MfS zu sprechen, auch oder schon gar nicht mit der Familie. Aber wie sagten Sie sehr treffend? Zitat: „Nicht verallgemeinerungsfähig“ Vielleicht ist es an der Zeit, dass Sie sich nicht länger der Tatsache zu verweigern, dass es in vielen Fällen anders gelaufen ist, als sie es von sich darstellen. Und ganz nebenbei: Sie wussten mit 10 Jahren bereits, was im Leistungssportauf Sie zukommt? Respekt! Sie müssen ein ganz ausgeschlafener Pionier gewesen sein.

C. Kaluschka 07.03.2012 - 18:00:28

Sportmuseum?

Das hier mehrfach angesprochene Frankfurter Sportmuseum sollte befristet geschlossen und seine Exponate wissenschaftlich-historisch überarbeitet werden. Es kann nur , wenn überhaupt notwendig und weiter Interesse besteht, in dieser Stadt ein Sportmuseum geben, dass keine Glorifizierung eines fragwürdigen Sportsystems beinhaltet. Bei allen hier aufgezeigten Beiträgen ist es verwunderlich, dass hier an der Oder an den DDR-Sporttraditionen krampfhaft festgehalten wird und symbolisch viele Wettkampftrikotfarben im Olympiastützpunkt wieder in "Rot-Gelb" leuchten.

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