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Gerda Schmidt hat mit der Ortsgruppe "Hellmühle" für die Naturfreunde ein attraktives Erlebnis organisiert

Sternwanderung mit Geschichtsunterricht

Klaus-Peter Rudolph / 11.03.2012, 19:58 Uhr
Biesenthal/Hellmühle (MOZ) Seit mehr als 20 Jahren ist die Sternwanderung nach Pöhlitzbrück der Höhepunkt für Barnimer Wanderfreunde zum Winterausausklang. Mehr als 150 Wanderfreunde haben aus allen Himmelsrichtungen das Ziel unweit des Berlin-Usedom-Fernradwanderweges angesteuert.

"Petrus hat sich mit dem Schaltjahr vertan", meinte Gerda Schmidt am Samstag. "Wenn es den 29. Februar nicht gegeben hätte, wäre das schöne Wetter wie immer zu unserer Sternwanderung gewesen." Dass trotz Nieselregens über 150 Wanderfreunde den Weg nach Pöhlitzbrück, dem Waldrastplatz ihrer Ortsgruppe der NaturFreunde Hellmühle gefunden hatten, versöhnte die 73jährige wieder mit den himmlischen Mächten: "Bei schönem Wetter wandern kann schließlich jeder."

Seit über 20 Jahren findet die Sternwanderung schon statt. Inzwischen sind sechs Vereine daran beteiligt. Aus Lanke, Melchow, Marienwerder und Biesenthal wanderten die Teilnehmer diesmal zum zentralen Rastplatz. Rund 15 Kilometer hatten einige schon hinter sich, als die verschiedenen Wandergruppen gegen 11 Uhr den Treffpunkt erreichten. "Und nach einer Pause gehen wir wieder per pedes zurück", erzählte eine Rentnerin stolz.

Überhaupt ist der Altersdurchschnitt der Wandervereine ziemlich hoch. Gerda Schmidt hat dafür eine einfache Erklärung: "Wir bieten den rüstigen Rentnern die Möglichkeit, sich zu bewegen, die Natur zu genießen und Gesellschaft zu haben". Wohl kaum eine ältere Dame käme wohl auf die Idee, allein den Wald zu durchstreifen, meint Schmidt. Aber in Gesellschaft fühle man sich sicher. Außerdem hatte die Organisatorin für ihre Wandergruppe noch ein besonderes Bonbon vorbereitet. Sie hat während der Wanderung viele interessante Informationen zur Natur, einem Vermessungsprojekt, geschichtsträchtigen Orten und alten Sagen preisgegeben. So wird das Wandern für die Teilnehmer zugleich zur Wissensexkursion.

Am zentralen Treffpunkt hatten NaturFreunde der Ortsgruppe Hellmühle alles für eine zünftige Wanderrast vorbereitet. Als Verpflegung gab's zünftig Grillwurst, Glühwein oder Bier, aber auch Kuchen mit Kaffee oder Tee stand zur Auswahl. Für die passende Musik sorgte ein Wanderfreund mit Akkordeon und Keyboard.

Auch an die Jüngsten war gedacht. Für Kinder hatte Birgit Friedler, Diätköchin aus einer Panketaler Kita, einen Kinder-Ernährungs-Berater-Stand vorbereitet. Hier konnten sich die jungen Wanderer aus frischen und gesunden Zutaten selbst ein Müsli oder einen schmackhaften Fruchtjoghurt herstellen, der dann natürlich besonders gut schmeckte.

Für die Hellmühler Wanderfreunde ist das alljährliche Märztreffen zwar die größte Wanderveranstaltung, aber nicht die erste. "Bereits im Januar beginnt unser Wanderjahr", erzählt Gerda Schmidt. Übers Jahr verteilt werden dann vier große und mehrere kleine Wanderungen organisiert. Und für Wanderfreunde, die selbst noch mehr Bewegung brauchen, gibt es im Verein jede Menge Tipps in Form von Wanderbroschüren und Wanderkarten. Die konnte man auch bei der Sternwanderung am Rastplatz bekommen.

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