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Projekt nur mit Fördermitteln realisierbar

Vereinsheim und Klub unter einem Dach

Kai-Uwe Krakau / 13.03.2012, 21:56 Uhr
Werneuchen (MOZ) Ein Jugendtreff könnte in Werneuchen gebaut werden - die ersten Pläne wurden am Montag im städtischen Wirtschafts- und Sozialausschuss präsentiert.

"Neubau Vereinsheim und Jugendklub" ist das Papier überschrieben, das Jugendkoordinator Michel Seifert zu abendlicher Stunde an die Mitglieder des Gremiums verteilte. Es wurde vom Büro Dr. Formazin & Partner GbR aus Ahrensfelde erarbeitet und enthält vor allem das Raumprogramm für das zweistöckige Gebäude - und eine Schätzung der Gesamtkosten. Fast 1,9 Millionen Euro sind demnach für das Projekt, einschließlich der Nebenkosten, zu veranschlagen.

"Wir wollen das Vorhaben gemeinsam mit der Stadt durchziehen", sagte Frank Heinze, der Präsident des Sportvereins Rot-Weiß Werneuchen. Den Wunsch nach einem Vereinsheim gebe es schon längere Zeit, durch die bisherigen Bautätigkeiten habe der Verein ihn sich aber noch nicht erfüllen können. "Jetzt ist die Zeit gekommen", so Heinze.

Das Haus soll an der Wegendorfer Straße in unmittelbarer Nähe zu den Sportanlagen des Vereins und dem bisherigen Jugendklub entstehen. Die benötigte Fläche befindet sich nach Angaben von Heinze in städtischem Besitz. "Die Medien liegen an, so dass wir mit geringen Erschließungskosten rechnen können", so der Präsident des SV Rot-Weiß Werneuchen. Darüber hinaus existiere bereits ein Lärmschutzwall, der jedoch noch modelliert werden müsse. Der Zweigeschosser soll ein Pultdach erhalten, zudem ist die Nutzung der Sonnenenergie vorgesehen. Eine Erdwärmeheizung soll ebenfalls installiert werden.

Größter Knackpunkt des Vorhabens dürften die Finanzen sein. "Mindestens zwei Drittel Fördermittel" seien erforderlich, so Frank Heinze. In den kommenden Wochen und Monaten sollen deshalb die entsprechenden Möglichkeiten sondiert werden. Bei einigen Fördermittelgebern, die bereits angesprochen wurden, sei man schon offene Türen eingerannt, so Heinze. Bauherr für das Projekt soll der Sportverein sein, da er - im Gegensatz zur Kommune - vorsteuerabzugsberechtigt ist. Auf eine entsprechende Frage von Eberhard Bree sagte Heinze, dass der Sportverein nicht erneut mit einem Kredit belastet werden soll.

Da das Bauprojekt im Außenbereich liegt, sind möglicherweise entsprechende Änderungen im Flächennutzungsplan notwendig. Andererseits müsse man mit hohen Naturschutzauflagen rechnen, hieß es.

"Der Standort ist gut, die Partnerschaft zwischen Sportverein und Stadt ist auch gut", fasste Bürgermeister Burkhard Horn seine Meinung zusammen. Den Zeitraum der Realisierung sehe er dabei "eher nach 2016". Die finanzielle Rücklage der Kommune sei bis 2015 aufgebraucht. Allerdings könnten sich auch wieder Mittel ansammeln, so der Rathauschef.

Der Ausschuss sprach sich schließlich dafür aus, das Nutzungskonzept zu überarbeiten. Es müsse definiert werden, was unbedingt gebraucht wird, was vielleicht erst später benötigt wird und was gestrichen werden kann. In zwei bis drei Monaten will die Arbeitsgruppe aus Sportverein und Jugendkoordination konkrete Vorschläge unterbreiten.

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