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Energiekonzept: CDU-Vertreter auf Kurs

Windkraftanlagen entlang der Nauener Platte.
Windkraftanlagen entlang der Nauener Platte. © Foto: privat
Patrik Rachner / 14.03.2012, 15:04 Uhr - Aktualisiert 14.03.2012, 20:01
Havelland (MZV) Kritische Töne gibt es kaum. Wie erwartet sind die kommunalen Spitzenvertreter der CDU von dem am Dienstag vorgestellten neuen Energiekonzept der Potsdamer Landtagsfraktion überzeugt. Vor allem deshalb, weil sich die Partei von der einst als Regierungspartei selbst mitgetragenen Energiestrategie 2020 und der darin enthaltenen festgelegten Windkraft-Ausbauziele verabschiedet hat. Die Profilierung kommt gut an.

Halvor Adrian, CDU-Chef in Wustermark, findet den kritischen Kurs sogar „sehr gut“. „Die unglaubliche Konzentration von Windenergie-Anlagen an bestimmten Stellen ist für die Bevölkerung nicht nur lästig sondern auch gesundheitsgefährdend. Jeder, der nahe der Nauener Platte wohnt, kann Windkraftanlagen in dieser Größenordnung nur ablehnen. Auch in den betroffenen Ortsteilen von Wustermark werden Menschen täglich mit den negativen Folgen konfrontiert“, meinte er. Dass sich die Christdemokraten von der Energiestrategie 2020 distanzieren, sei für ihn ein logischer Schritt.

Für Michael Koch, stellvertretender CDU-Vorsitzen im Havelland, ist ungeachtet der kritischen Haltung seiner Partei klar, dass die Energiewende weiterhin gewollt ist. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion in Schönwalde, dort sollen neue Windkraftanlagen entstehen, sagte er jedoch: „Wichtig ist, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung gegeben ist. Das bleibt ein großer Punkt. Derzeit wird das vielerorts sicherlich konterkariert.“ Zudem hätte die Region entlang der Nauerner Platte bis hoch nach Rathenow bereits ihren Beitrag geleistet. Von Verordnungen von oben hält er zudem nicht viel. Dass die CDU schrittweise die staatliche Förderung bei Solaranlagen herunterfahren möchte, „dafür spreche durchaus etwas“, sagte Koch. „Ich kann zwar verstehen, dass betroffene Unternehmen, die vor großen Investitionen stehen, nicht glücklich darüber sind, aber irgendwann ist auch klar, dass marktübliche Preise auch für sie gelten müssen.“

Wie Koch kann auch Bodo Oehme, Chef des CDU-Gemeindeverbands in Schönwalde, mit dem Energiekonzept „alles in allem gut leben“. Er spricht mit Blick auf Windkraftanlagen von einem richtigen Schritt in die richtige Richtung. „Dort, wo Menschen leben, und die Natur als Schutzgut ausgewiesen ist, sollten die Tabuzonen klar deklariert werden. Das findet im CDU-Konzept weitaus mehr Berücksichtigung als das, was die Landesregierung fährt.“

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