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Potsdamer Mitmachmuseum wiedereröffnet

© Foto: dapd
Kathrin Röper / 20.03.2012, 21:02 Uhr - Aktualisiert 20.03.2012, 21:50
Potsdam (MOZ) „Immer schön neugierig bleiben“ – schon der Leitspruch des Mitmachmuseums Extavium in Potsdam lädt dazu ein, alles anzufassen, was auf den rund 2400 Quadratmetern ausgestellt ist. Das unter dem Namen Exploratorium bekannt gewordene Mitmachmuseum hat seit gestern wieder geöffnet. Es ist umgezogen – ein paar hundert Meter weiter in die Caligarihalle auf dem Gelände des Filmparks Babelsberg.

Hier beschäftigt man sich mit den unterschiedlichsten Fragen: Warum ist der Himmel blau? Und wie schafft es ein Fünfjähriger, einen Trabi ganz allein an einem Seil hochzuziehen? Kurator Axel Werner hilft bei der Beantwortung und ist überzeugt vom Konzept: „Die Kleinen müssen ja nicht wissen, dass es Physik oder Chemie ist, was sie gerade machen“, erklärt der 46-jährige Physiker. Mit seiner Hilfe stellen Schulklassen selber Solarzellen her oder produzieren Glibber-Schleim. „Die Welt um uns herum zu verstehen, ist ein menschliches Grundbedürfnis“, sagt Axel Werner. In jedem Kind stecke ein kleiner Wissenschaftler, „und das Extavium ist die größte Experimentierstube unseres Bundeslandes“, ergänzt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bei der erneuten Eröffnung.

Der Mitbegründer und Leiter des Potsdamer Mitmachmuseums Extavium, Axel Werner.
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Das Potsdamer Mitmachmuseum Extavium feiert Wiedereroeffnung

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Seit das Museum im Jahr 2006 in der Wetzlarstraße gegründet wurde, haben sich bereits 500 000 Nachwuchswissenschaftler begeistern lassen. Mit den neuen Räumen wird das Zielpublikum aber noch erweitert. In Zukunft sollen auch Eltern und die begleitenden Lehrer mehr in die Ausstellung eingebunden werden. „Was Kinder automatisch machen, müssen Erwachsene erst wieder erlernen: das Anfassen und Experimentieren“, sagt Axel Werner.

Vor Begeisterung große, staunende Augen gibt es für Experimente wie die Schokokuss-Pumpe dennoch sicher vor allem von den Kindern. Bei dieser Konstruktion legt man einen Schokokuss unter eine Glasglocke. Mit einer Pumpe wird dann die Luft aus der Glocke gesaugt. Die Folge: Der Schokokuss bläht sich wegen der unterschiedlichen Druckverhältnisse auf. „Damit kann man auch viele andere Phänomene erklären“, erzählt Axel Werner. „Zum Beispiel warum ein Flugzeug fliegt oder warum Hurrikane so gefährlich sind.“ Durch das Mitmachen und Ausprobieren lernen die Kinder seiner Meinung nach viel besser als im Frontalunterricht. Als „gehirnfreundliches Lernen“ bezeichnet er es, wenn die Kinder die Möglichkeiten bekommen, die Dinge buchstäblich in die eigenen Hände zu nehmen.

Um sich diesem Aspekt widmen zu können, bietet das Extavium auch Experimentierkurse an. Besonders wichtig sei dabei der Bezug zur Lebenswelt. Einer der Kurse beschäftigt sich zum Beispiel mit Küchenchemie, wobei ausschließlich Substanzen benutzt werden, die sich auch in jeder heimischen Küche finden lassen.

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