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Piraten tatendurstig am Stammtisch

Aller guten Dinge sind drei: Die Piraten waren mit moderner Technik angereist und ließen keine Zweifel aufkommen. Das Internet dürfe aus ihrer Sicht nicht reglementiert werden.
Aller guten Dinge sind drei: Die Piraten waren mit moderner Technik angereist und ließen keine Zweifel aufkommen. Das Internet dürfe aus ihrer Sicht nicht reglementiert werden. © Foto: Pilz
Thomas Pilz / 23.03.2012, 18:05 Uhr
Fürstenberg/Havel (MZV) Digitaler Zeitgeist wehte am Donnerstagabend fast unmerklich durch das schläfrige Fürstenberg – in Gestalt von fröhlichen Bürgerrechtlern des Internet-Zeitalters. Sie versammelten sich im Ausstellungsraum „Einklang“ des Gasthauses „Zur Linde“: Vertreter des Oberhavel-Kreisverbandes der Piratenpartei.

Wolfgang Waldorf und Michael Adebahr vertraten gleichsam die Wasserstadt. Sie zeigten sich neugierig, inwiefern die noch junge Partei sich von etablierten unterscheidet. Rasch zeigte sich: Die Piraten entern auch den Oberhavel-Norden nicht mit den üblichen Floskel-Tiraden von Volksparteien. „Lasst Piraten-Taten sprechen“, war die Devise. Zum Beispiel wurde auf den Frühling der Freiheit hingewiesen, die jüngste PR-Aktion der Partei in der Mark.

Mehrere Notebooks und Getränke zierten den Versammlungstisch. Ein Beamer warf die Tagesordnung an die Leinwand und gewährte Einblick in die neuartige Basisdemokratie: Während eifrig diskutiert wurde, konnten sich der Kreisvorsitzende Holger Kipp und andere Piraten aus der Ferne mittels Internet zuschalten und Kommentare schriftlich einfließen lassen, sprich posten.

Bernd Grotzsch vom Piraten-Vorstand, der kürzlich im Forstmuseum über Internet-Sicherheit referierte, betonte, er habe sich den Piraten angeschlossen, weil „der Staat die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit überall durchbrochen hat“. Dem wolle er entgegenwirken. „Nicht von draußen nur zugucken, sondern sich einmischen“, sei wichtig.

57 Mitglieder hat die Piratenpartei mittlerweile in Oberhavel. Vor allem in Oranienburg treffen sie sich zu Stammtischen, „aber einmal im Monat fahren wir durch den Landkreis, um mit den Leuten zu sprechen“, sagte Tobias Unbekannt vom Vorstand des Kreisverbandes.

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