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Bernau punktet mit hohem Betreuungsgrad

Relative Entspannung bei Kitabedarf

Britta Gallrein / 27.03.2012, 20:14 Uhr - Aktualisiert 28.03.2012, 08:53
Bernau (MOZ) Die Kreisverwaltung hat an die Städte und Gemeinden im Landkreis Barnim den Kitabedarfsplan verschickt. Handlungsbedarf scheint es nur in wenigen Fällen zu geben - insofern die Prognosen zutreffen.

"Für Bernau wird sich nicht viel ändern", sagt Dezernent Eckhard Illge. "Die prognostizierte Entwicklung geht dahin, dass der Bedarf an Kita-Plätzen geringfügig zurückgehen und der Bedarf an Hort-Plätzen leicht steigen wird. Das gleicht sich also wieder aus." Auch die Veränderung des Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz werde für Bernau nicht viel ändern, da es in der Stadt sowieso eine niedrige Arbeitslosenquote und damit einen hohen Betreuungsgrad gebe.

Die Prognosen für die Gemeinde Wandlitz für das vergangene Jahr waren außerordentlich genau. Daraus ergeben sich im Wesentlichen zwei Problemfelder. So könnte durch die anhaltend hohe Geburtenrate in Wandlitz ein Engpass in den dortigen Einrichtungen entstehen. "Hier kann frühzeitig durch freie Kapazitäten auch in anderen Einrichtungen gegengesteuert werden", ist man sich in der Wandlitzer Verwaltung sicher. In Basdorf wiederum entstünde 2013 ein Fehlbedarf, wenn die derzeit zur Betreuung in der Schule genutzten Klassenräume wegfielen. Sollten diese jedoch weiter genutzt werden können, wäre ein Neubau nicht erforderlich. Hier gibt es Überlegungen den Bereich in der Schule sogar noch auszubauen, um so das Haupthaus der Kita weiter zu entlasten. Dafür müsste jedoch die Lehrküche der Schule verlegt werden. Haushaltsmittel von 75000 Euro, die derzeit noch für die Planung einer neuen Kita in Basdorf vorgesehen sind, könnten dafür verwandt werden.

Darüber hinaus wird im April im Ortsteil Schönwalde eine neue Kita durch den Verein "Kinder- und Lernwerkstatt Petö" eröffnet.

Für Panketal muss die Bedarfsplanung noch einmal überarbeitet werden. Die Eröffnung der Kita "Annengarten" mit insgesamt 65 Plätzen wurde beispielsweise nicht berücksichtigt. Auch 46 Kinder, die derzeit außerhalb der Gemeinde betreut werden, wurden in die Bedarfsplanung nicht eingearbeitet, ebenso wenig wie die Kita "Birkenwäldchen". Derzeit geht der Landkreis für Panketal dennoch nicht von Zuwachsraten - also einem steigenden Bedarf - aus.

In der Stadt Werneuchen gibt es keine Veränderungen. "Unsere Einrichtungen sind voll ausgelastet", sagt Sachgebietsleiterin Anke Rothgänger. Die Kommune betreibt vier Kitas. Insgesamt gibt es, einschließlich Hort, fast 480 Plätze.

Ähnlich ist die Situation in den Gemeinden des Amtes Biesenthal-Barnim. So reichen beispielsweise in Biesenthal die beiden Kitas aus. Wenn der Bedarf wachsen sollte, könne der später von einer geplanten privaten Kita abgefangen werden, so Dirk Siebenmorgen, Vorsitzender des Haushalts- und Sozialausschusses. Rüdnitz hat 90 Kita-Plätze, die im Wesentlichen reichen, sagt Bürgermeisterin Christina Straube.

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