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Tausend Kilometer auf einem "Zebra"

Mein Freistil-Jugendredaktion / 05.04.2012, 14:48 Uhr - Aktualisiert 05.04.2012, 15:06
Schildow (MZV) - Fuchur sieht aus wie ein Zebra. Ist aber keins. Wenn Christina mit ihrem Kaltblut-Mix an den Menschen vorbei reitet, bleiben die meistens stehen. Und das wird noch eine Weile so weiter gehen. Christina und Fuchur wollen nach Bayern.

Wenn sie dort in Schongau angekommen sind, wird die 25-Jährige zirka eintausend Kilometer weit im Sattel ihres gestreiften Freundes gesessen haben. In Schildow sind sie gestartet.

Christina will mit diesem Ritt auf ein Toleranzprojekt der Stiftung Scheuklappen in Schongau aufmerksam machen. Die Stiftung unterstützt Aktionen, in denen Vorurteile abgebaut werden. Christina selbst sagt kurz und knapp: „Die Welt ist nicht nur schwarz-weiß wie mein Zebra.“ Und damit hat sie recht.

Pro Tag schaffen Pferd und Reiterin zirka 30 Kilometer. Dann brauchen beide eine Pause. Übernachtet wird bei Pferdefreunden, geschlafen wird dann in Heuunterständen, Sattelkammern, im Zelt oder auch mal im Hotel. Fuchur findet immer ein Platz auf einer Koppel.

Auf einigen Strecken ist auch Sus dabei. Sie fährt mit dem Fahrrad nebenher, sitzt hin und wieder auch im Sattel und unterstützt die Aktion.

Christina studierte bis vor zwei Jahren noch Psychologie, brach das Studium nach fünf aber Jahren ab. Sie verkaufte und verschenkte all ihren persönlichen Besitz, trampte nach Spanien und Peru, um ihren Horizont zu erweitern und Spanisch zu lernen.

Im Mai 2011 kaufte siesich das Pferd. Ihren ursprünglichen Plan, mit Fuchur nach Spanien zu reiten, hat sie bisher noch nicht in die Tat umgesetzt.

Ein wenig Action gab es auf der Tour auch schon, die sonst recht gemächlich verläuft. An einer vielbefahrenen Straße rannte Fuchur davon, als Christina ihn führte. Auf einer gegenüberliegenden Wiese konnte sie ihn aber wieder eingefangen. „Ein Erlebnis, das nicht wiederholt werden muss“, sagt die 25-Jährige. Verläuft alles nach Plan, kommen die beiden am 21. Mai in Schongau an.

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