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Gemeindevertretung billigt Bebauungsplan

Windräder reichen 200 Meter hoch

Brigitte Horn / 14.04.2012, 07:24 Uhr
Sydower Fließ (MOZ) Die Gemeinde Sydower Fließ hat ein Stück des Weges geebnet, um die Windkraftanlagen des Windparks Tempelfelde durch leistungsstärkere ersetzt zu können. Repowering wird das in der Fachsprache genannt. Künftig soll es dort weniger, aber dafür höhere Windräder geben.

Wer von Albertshof in Richtung Tempelfelde unterwegs ist, kann die vorhandenen Windräder gar nicht übersehen. Derzeit stehen dort 16 Altanlagen sowie bereits zwei Windräder einer neueren Generation. Die Altanlagen sind etwa 100 Meter hoch. Sie sollen durch neun neue Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe einschließlich der Rotorblätter von 200 Metern ersetzt werden.

In der Gemeindevertretersitzung von Donnerstag ging es darum, den Bebauungsplan zu billigen, so dass er ausgelegt werden kann. Damit haben dann auch die Träger öffentlicher Belange, wie etwa Behörden oder benachbarte Kommunen, die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Außerdem ist der dazugehörige städtebauliche Vertrag beraten, aber noch nicht beschlossen worden.

Die Aufstellung der neuen und deutlich höheren Windstromerzeuger war für die Mitglieder der Gemeindevertretung nicht das Problem. Dieses Vorhaben schien allgemein akzeptiert zu sein. Mehr Probleme bereiteten den Gemeindevertretern, wie zum Beispiel Andreas Müller, die Festlegungen zum Rückbau der Altanlagen. Die Sorge dabei: Es könnten die neue Anlagen fertig sein und die Altanlagen noch da sein, so dass dann schließlich 27 Windräder auf dem Acker zwischen Tempelfelde, Willmersdorf und Albertshof stehen würden. Das sei so im Prinzip nicht möglich, erklärt Oliver Haase vom Büro Kaun&Haase. Der Bebauungsplan sehe vor, dass die erste neue Anlage nur dann in Betrieb gehen könne, wenn die Altanlagen abgebaut seien.

Da man wolle, dass die Anlagen möglichst schnell ans Netz gehen, dürfte es bei Rückbau keine Probleme geben. Um dies aber festzuklopfen, soll der Bebauungsplan präzisiert werden, war man sich einig, bevor die nächsten Schritte abgesegnet wurden.

Weitere neuralgische Punkte waren die Abstände zur Wohnbebauung, die 1200 Meter betragen soll, und die nächtliche Befeuerung. Für letzteres kommen die bisher üblichen Warnleuchten an jedem einzelnen Windrad in Frage, die im gleichen Rhythmus blinken, erläuterte Haase. Zwei andere Möglichkeiten wären die Beleuchtung nur an den äußeren Ecken des Windparks oder eine Funksteuerung, bei der die Anlagen meist dunkel bleiben. Die Warnlampen leuchten nur auf, wenn sich tatsächlich Flugzeuge nähern.

Die Funksteuerung sollte den absoluten Vorrang gegenüber den anderen Möglichkeiten haben, sagte Vize-Bürgermeister Klaus-Peter Blanck. Seinen Niederschlag soll das neben anderem im städtebaulichen Vertrag finden.

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Kritik 25.08.2012 - 10:09:18

Rückbau von Windparks

Ich kann mich mit Windparks so gar nicht anfreunden! Es ist meine Heimat, die sich rapide verändert hat durch den Bau von Windrädern (und vielen anderen Dingen auch). Und dies nicht zu ihrem Vorteil. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Man sollte es nicht übertreiben! Und die Energie, die wir benötigen, die könnten wir an vielen Stellen einsparren. Wer hat denn ernsthaft hinterfragt ob es denn gut ist nachts Kirchen und Gebäude anzustrahlen, oder ein Lichtermeer an Werbung usw. zu betreiben?!

windjammer 21.04.2012 - 14:23:36

Sagt mal, glaubt ihr daran??

"Die Warnlampen leuchten nur auf, wenn sich tatsächlich Flugzeuge nähern." Das ist doch horenter Blödsinn. Schaut euch doch mal um. Wo blinken denn die Warnleuchten nur, wenn sich ein Flugzeug nähert? Nirgens. Der Aufwand einer Radaranlage würde doch das Windrad erheblich verteuern. Und was ist denn wenn diese "technische Einrichtung" ausfällt, in der Nacht? Ne, die Windräder müssen alle weg. Das hält man ja nicht mehr aus, die ständige Bewegung, da dreht sich was. Sind wir denn auf einen Rummel? Und von Nutzen sind die doch auch nicht. Wann drehen die sich denn mal? Wenn wir wirklich Strom brauchen stehen die Dinger doch still, wegen Windstille. Wieder so ein Scheiß am Horizont.

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