Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Günter Grass mit Herzproblemen in Klinik

Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass
Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass © Foto: dpa
16.04.2012, 20:51 Uhr - Aktualisiert 16.04.2012, 21:41
Hamburg (dpa) Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist am Montag in eine Hamburger Klinik gebracht worden. Eine Sprecherin seines Büros sagte am Abend: "Frau Grass hat heute ihren Mann zu einer lange geplanten Untersuchung in ein Hamburger Krankenhaus gefahren. Wir nehmen an, dass er in den nächsten Tagen wieder zu Hause sein wird." Nähere Angaben zur Art der Untersuchung machte sie nicht.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Kliniksprecher berichtet, Grass sei mit Herzproblemen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Nachrichtenagentur dpa wurde am Montagabend aus zuverlässiger Quelle bestätigt, dass Grass in die Asklepios Klinik St. Georg gebracht worden sei. Der 84-Jährige hatte vor zwei Wochen mit einem umstrittenen Israel-Gedicht international Empörung ausgelöst. Der Literaturnobelpreisträger hatte in seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" geschrieben, dass die Atommacht Israel den Weltfrieden bedrohe und das iranische Volk mit einem Erstschlag auslöschen könne. Damit hatte er heftige Kritik im In- und Ausland ausgelöst. Israel verhängte darauf ein Einreiseverbot gegen den 84-Jährigen.

Der Autor der "Blechtrommel" hatte dann die Debatte über seine Israel-Kritik mit einer neuen verbalen Spitze weiter angeheizt: Er bezeichnete das gegen ihn verhängte Einreiseverbot Israels als "Zwangsmaßnahme", die an DDR-Methoden erinnere. Das Einreiseverbot werde aber seine Erinnerungen an frühere Aufenthalte in Israel nicht auslöschen können, meinte Grass. "Immer noch sehe ich mich dem Land Israel unkündbar verbunden." Mitarbeiter von Grass haben bei Presseanfragen immer wieder auf seinen labilen Gesundheitszustand hingewiesen. In St. Georg wurde auch schon Helmut Schmidt mit Herzproblemen behandelt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Karl Eduard von Schnitzel 20.04.2012 - 20:56:33

Es ist vielleicht die Zeit für ein neues Gedicht

Heute steht in der Druckausgabe der MOZ, das man im widerrechtlich besetzten Palästina 4 Energiegewinnungsanlagen aus Solar und Windkraft abreissen wird. Deutschland soll mit etwa 600.000 Euro den Aufbau mitfinanziert haben. Hier kann man sehen, wie diese neuen selbsternannten Herrenmenschen im Kopf ticken. Es ist Zeit , diese "Freundschaft zu Israel" zu überdenken. Denen fehlen gerade noch 5 U-Boote aus Deutschland, um ein bischen Weltmacht im nahen Osten zu spielen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG