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Johannes Kliegel berichtete vor der Gemeindevertretung über die Arbeit des Ordnungsamtes

Keine Mittagsruhe in Petershagen-Eggersdorf

Margrit Höfer / 21.04.2012, 07:46 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) In einem kurzweiligen Bericht informierte Ordnungsamtsleiter Johannes Kliegel über die Arbeit seines Amtes. Und gab so nebenher einige Tipps, was man zu tun und zu lassen hat bzw. wo es Probleme gibt.

So mancher Gemeindevertreter kam ins Staunen, wofür ein Ordnungs- und Gewerbeamt zuständig ist. Die Überwachung des ruhenden Verkehrs gehört dazu. "Wir haben da ein paar Problemgebiete", sagte Johannes Kliegel. Er nannte als Beispiel den Dorfanger in Petershagen, wenn dort Veranstaltungen stattfänden. Oder die Wilhelm-Pieck-Straße. "Das Parken dort ist zwar auch eine verkehrsberuhigende Maßnahme, aber manchmal wird zu dicht geparkt, so dass es bisweilen etwas zu eng fürs Ausweichen wird", sagte der Ordnungsamtsleiter. Was ihn richtiggehend ärgert, ist, dass die von den Gewerbetreibenden ausdrücklich gewünschten Zeitparkplätze in Eggersdorf Am Markt von Selbigen belegt werden. "Da müssen wir eine Lösung finden", betont Kliegel.

Aufgefallen ist dem Amtsleiter, der mit seinen Kollegen auch den Wochenmarkt betreut, dass Besucher und Händler immer älter werden. "Ich würde mir wünschen, dass wir da Jüngere anziehen und auch mehr regional-saisonale Produkte anbieten können."

Als vorbildlich hob Kliegel die Veranstaltung der Band right now in der Giebelseehalle hervor. "Das ist nicht nur top organisiert, sondern der Veranstalter hat auch im Sinne des Jugendschutzgesetzes alles hervorragend im Griff. So etwas erlebt man selten", lobte der Amtsleiter.

Er verwies darauf, dass es in Petershagen-Eggersdorf keine Mittagsruhe gibt. Wohl aber müssen sich alle an das Landesimmissionsschutzgesetz halten und dabei speziell an die Geräte- und Maschinenlärmschutz-Verordnung. Die besagt, dass an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich ganztags Ruhe zu herrschen hat. Lärm darf im Grunde nur zwischen 7 und 20 Uhr gemacht werden. Für spezielle Maschinen wie Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und -sammler gilt, dass sie nur zu folgenden Zeiten in Betrieb sein dürfen: von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld des Amtes ist die Einhaltung der Nachtruhe, die grundsätzlich für die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr gilt. Allerdings, so Kliegel, gibt es Ausnahmen. So darf es bei Hochzeiten oder runden Geburtstagen auch ein bisschen länger gehen und auch bei größeren Veranstaltungen wie den Gartenkonzerten oder bei Rock am See.

"In diesem Zusammenhang darf ich Sie auch schon jetzt darauf vorbereiten, dass wir Dinner for fun ab Herbst wieder in der Gemeinde zu Gast haben. Die Zelte werden auf dem Parkplatz am Bötzsee aufgeschlagen. Ich denke, es ist vertretbar, wenn zwei Tage in der Woche die Nachtruhe um je eine halbe Stunde überschritten wird", kündigt Kliegel das Gastspiel an.

Er betonte auch noch einmal, dass zwar jedem das Gebot bei Lagerfeuern, dass es ein Meter hoch und ein Meter breit sein darf, bekannt sei, viele aber nicht wissen, dass in dicht bebauten Wohngebieten mehr Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen ist. "Mal hier und da ein Lagerfeuer ist okay, aber nicht andauernd", sagte Kliegel. Ausdrücklich verboten ist das Verbrennen von frischem Holz und Grünschnitt. Sollte sich jemand daran nicht halten, "dann brauche ich den Täter und die Uhrzeit", sagt Kliegel.

Dann wechselte er zu einem Thema, das viele beschäftigt. In der Gemeinde gibt es keinen Leinenzwang für die 1378 angemeldeten Hunde. Dieser könne allerdings angeordnet werden, wenn sich ein Tier als bissig herausstellt. Elf Tütenspender, die im Vorjahr mit 42 500 Kotbeuteln ausgestattet wurden, seien in der Kommune verteilt. Bei einem derart hohen Verbrauch müsse die Frage gestellt werden, wofür die Tüten genutzt würden. Auf Spielplätzen und im Strandbad hätten Hunde grundsätzlich nichts zu suchen.

Sorgen bereiten ihm die illegalen und zunehmenden Baumfällungen, die geahndet werden.

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