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Regionalbahnlinien sollen erhalten bleiben

21.04.2012, 14:28 Uhr - Aktualisiert 21.04.2012, 15:32
Potsdam (dpa/bb) Die Brandenburger Landesregierung will nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" vorerst alle regionalen Bahnstrecken erhalten. "Es wird keine Streckenstilllegungen geben", berichtete das Blatt (Samstag) unter Berufung auf Verkehrsexperten. Um Einsparungen zu erzielen, werde das Verkehrsministerium auf einigen Strecken wohl den Takt ausdünnen. Das bedeute, dass zu verkehrsarmen Zeiten weniger Züge fahren.

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A.R. 01.05.2012 - 16:26:09

Zukunftsfähig?

Warum wird in Kauf genommen, dass Brandenburg im ländlichen nicht mehr zukunftsfähig bleibt oder wird? Auto fahren wird zunehmend unattraktiv und teuer. Der Regionalbahn RE 6 sollte schnell ins Berliner Stadtgebiet führen (Gesundbrunnen?). Eine noch bessere Auslastung wäre die Folge. Die Bahnfahrt würde als schnellere und günstigere Verbindung gegenüber dem Auto aufgewertet (auch für Veltener). Regionalbahnlinien, die im Nordwesten anschließen könnten hiervon profitieren und ein höheres Fahrgastaufkommen erzielen. Die Mehreinnahmen durch Fahrgelder dürften ebenso das Defizit reduzieren! – Ausdünnung des Taktes führt zu weniger Nachfrage und weniger Rentabilität! – Die nächsten Schritte in der kurzsichtigen politischen Logik wären dann Stilllegungen. - Ist das so gewollt? Wenn die Politik heute Strecken aufgibt und verkümmern lässt rächt sich dies in wenigen Jahren. Das Land Brandenburg wird dann auch auf einige Steuerzahler verzichten, denen das Leben auf dem Lande zu beschwerlich wird. Leider scheinen Politiker nur von Wahl zu Wahl zu denken. Ausnahmen scheinen die Regel zu bestätigen. A.R. - Beetz

c.w. 22.04.2012 - 10:35:48

Vielleicht sollten alle mehr miteinder reden

Da schreit ein Politiker, wir müssen die Fachkräfte im Land halten bzw. zurückgewinnen. Andere fordern wir müssen sparen und den Regionalverkehr ausdünnen. Wie wärs denn, wenn sie mal miteinander reden! Es würden doch mehr Leute den öffentlichen Verkehr nutzen würde er durchgängig fahren ( also auch Nachts). Und nicht wie es heute ist wenn man auf dem lande wohnt ist man auf das Auto angewiesen, wenn man mal irgenwo hin will, weil man entweder Stundenlang auf eine Verbindung warten muss oder es fährt nichts mehr. So kann man keine Menschen halten, jedenfalls keine Jungen. Also Politiker erst nachdenken und miteinander reden und dann handeln !!!

BMT 21.04.2012 - 21:44:25

Bitte mal folgendes bedenken

Sollten die Kraftstoffpreise weiterhin derart steigen, wird es für viele Berufspendler unerschwinglich zur Arbeit zu pendeln. Dann sind erschwingliche und ordentlich getaktete Bahnverbindungen unabdinglich. Die Folge wäre sonst eine "Versteppung" des ländlichen Raumes. Ob dies die Politik wirklich auf Dauer will???

Gartzer 21.04.2012 - 19:29:27

Noch eine Meinung

Dann sollen die Züge zwischen Angermünde und Stettin halt nur noch an Stationen wie Tantow Halt machen wo sich couragierte Bürgermeister wie der parteilose Andreas Meincke für den Verkehr stark machen. Wetten das wirkt?

Pro Bahn e.V. Andreas Schwarze 21.04.2012 - 19:15:07

@ Bürger

Vielen Dank für Ihre Meinung! Jedoch gebe ich zu bedenken das an den nach PL führenden Bahnstrecken Gemeinden und Städte wie Eberswalde, Müncheberg oder größere Ämter wie Gartz (Oder) und Passow liegen. Diese Menschen dort profitieren maßgeblich vom Ausbau ins Nachbarland und somit besseren Fahrzeiten, besserer Taktdichte. Sie können meine Worte nachvollziehen? Natürlich gibt es noch zu wenig Politiker die sich dem Thema annehmen, so habe ich beispielsweise noch nie in meinen vielen Jahren als Vertreter für den Fahrgastverband ProBahn e.V. aus dem Amt Oder-Welse einen Mandatsträger geschweige denn den Amtsdirektor auf Regionalkonferenzen des VBB gesehen. Letztendlich sind es also die Bürger (Betrofenen) selbst die ihre Rechte bei ihrem Dienstleister - egal ob nun Bürgermeister, Amtsdirektor usw. einfordern sollten.

Pro Bahn e.V. Andreas Schwarze 21.04.2012 - 17:33:10

Mogelpackung!

Ausdünnen statt streichch? Übersetzt bedeutet dieses bestehende (Takt)Fahrpläne, so es welche gibt, so fahtgastunfreundlich zu gestalten das die Reisenden ausbleiben, Pendler wieder aufs Auto umsteigen oder Fahrgemeinschaften bilden. Die rot-rote Landesregierung und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) - welcher im Auftrag der Länder Berlin/Brandenburg den Verkehr überwacht und bestellt - werden folglich den Bürgermeistern entlang der Strecken verkünden es gäbe kein Nachfrage (mehr). Dann folgt vermutlich doch eine mittelfristige Schließung von Strecken. Also: Erst ein vernüntigen Angebot schaffen und dann kommt die Nachfrage von ganz alleine. Beispiel Berlin - Stettin (Szczecin): Wenn der letzte Zug von der Metropole Berlin in die Hafenstadt Stettin gegen 20:30Uhr vom Berliner Hauptbahnhof geht (mit Umstieg in Angermünde), der erste Frühzug Stettin um 08.30 erreicht (wenn Schule & Co. schon angefangen haben) so erreicht man weder Pendler oder Schüler oder Übergangsreisende Richtung Poznan oder Kolobrzeg. Die Streichung des einizgen auf der Stettiner Bahn verkehrenden Fernzuges EC Prag - Stettin zum kommenden Fahrplanwecjsel in Juni, also pünktlich zur EM IN POLEN, wird die Situation weiter verschärfen. Um die Mittagszeit entsteht damit im ohnehin NICHT-Taktfahrplan eine 4h Lücke. Das so etwas passieren kann zeigt das sich die Bundes- und Landesregierung(en) aus ihrer Verantwortung stehlen ihr Staatsunternehmen zu überwachen und für ein gesundes Mischverhältnis Nah- und Fernverkehrsangebot zwischen Deutschland und Polen zu sorgen. Den Bürgermeistern, Amtsdirektoren entlang der betroffenen Strecken kann nur dringend geraten werden sich zu VERBÜNDEN und UNMISSVERSTÄNDLICH der Landesregierung klar zu machen: NICHT MIT UNS!!! Bevor der letzte Zug abgefahren ist. Denn ansonsten steht der weiteren ENTLEERUNG des Flächenlandes Brandenburg nichts mehr im Weg! Andreas Schwarze Referent im PRO BAHN e.V. Bundesverband

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