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Neues Rabattsystem für Stromabnehmer in der Nähe von Windanlagen soll für mehr Akzeptanz sorgen

Enertrag zahlt Windkraftbonus

Strom aus Wind: Enertrag betreibt im Nordosten der Uckermark zahlreiche Windkraftanlagen. Betroffene Anwohner sollen jetzt über ein Rabattsystem von der Energiegewinnung profitieren.
Strom aus Wind: Enertrag betreibt im Nordosten der Uckermark zahlreiche Windkraftanlagen. Betroffene Anwohner sollen jetzt über ein Rabattsystem von der Energiegewinnung profitieren. © Foto: Enertrag
Oliver Schwers / 21.04.2012, 04:10 Uhr - Aktualisiert 21.04.2012, 04:11
Dauerthal (MOZ) Jahrelang haben viele Anwohner über riesengroße Windräder vor ihrer Tür geschimpft. Jetzt hat sich das uckermärkische Unternehmen Enertrag erstmals eine Form der Entschädigung einfallen lassen. Stromabnehmer können bis zu 50 Prozent ihrer jährlichen Kosten sparen.

Die Zauberformel heißt Windkraftbonus. Dahinter verbirgt sich ein großer Kompromiss zwischen der Windenergie mit ihren immer gewaltigeren Strommühlen und Menschen auf dem Lande, die sich darunter klein vorkommen. Den Windkraftbonus hat sich Enertrag einfallen lassen. Das Unternehmen, das immer wieder durch neue innovative Lösungen Schlagzeilen macht, beteiligt Anwohner durch ein völlig neues Rabattsystem am Gewinn. Die Rechnung ist ganz einfach: Wer auf Enertrags Windräder schaut, kann Geld sparen. Bis zu 50 Prozent seiner jährlichen Stromkosten erstattet ihm das Unternehmen im Maximalfall.

Das funktioniert relativ unkompliziert. Einwohner ausgewählter Gemeinden, in denen sich Enertrags Rotorblätter drehen, können einen sogenannten Grünstromvertrag mit einem Strompartner des Unternehmens abschließen. Das sind momentan die Stadtwerke Prenzlau, der Anbieter Naturstrom und künftig auch die Schwedter Stadtwerke. Die beliefern den Kunden künftig mit ihrer Energie und erstatten dann den Windkraftbonus von Enertrag.

Entscheidend für die Höhe des Rabatts ist jedoch die Lage. Auch hier gilt die Formel: Je mehr Windräder vor der Tür, desto größer die Ersparnis im Geldbeutel. Der Bonus errechnet sich aus der Zahl der vorhandenen und noch geplanten Enertrag-Anlagen. Sie wird durch die Einwohnerzahl der Ortschaft geteilt (auf Tausend gerechnet) und mit dem Faktor zwei multipliziert. Bereits bestehende Strommühlen werden zu 25 Prozent, neue Anlagen vollständig berücksichtigt.

Beispiel Schönfeld bei Tantow. Hier stehen bereits zwölf Enertrag-Windräder. Die doppelte Zahl ist geplant. Bei einer Einwohnerzahl von 755 Menschen in der gesamten Gemeinde ergibt sich derzeit eine Kostenersparnis von acht Prozent. Wenn alle Räder stehen, können Stromkunden bis zu 40 Prozent ihrer Jahresabrechnung sparen.

Um das System zu vereinfachen, erhalten die Windstromkunden von Enertrag den Rabatt unabhängig von ihrem tatsächlichen Verbrauch. Es gelten Pauschalen: Für einen Ein-Personen-Haushalt zieht man 1500 Kilowattstunden pro Jahr als Ausgangswert heran, bei zwei Personen 2800 Kilowattstunden und bei drei und mehr Personen 4000 Kilowattstunden.

Das neue Rabattsystem von Enertrag und seinen Strompartnern soll ab 1. Juni in Kraft treten. Noch kann niemand einschätzen, wie die Reaktion der Endverbraucher - betroffen sind vor allem große Teile der Nordostuckermark - aussieht. Mit dem Windkraftbonus reagiert das Unternehmen jedoch auf das von vielen Menschen und auch von der Politik geforderte Akzeptanzproblem. Denn bisher mussten betroffene Einwohner die großen Mühlen zwar hinnehmen, konnten aber nur wenig davon profitieren. Stattdessen sank der Wert ihrer Grundstücke. Mit dem Windkraftbonus hofft Enertrag nun, die Nutzung heimischer Energiequellen deutlich attraktiver zu machen.

l Voraussetzungen: Abschluss eines Stromliefervertrages mit einem Enertrag-Windstrompartner, Mindestalter 18 Jahre, Haupt- oder Nebenwohnsitz in einer begünstigten Gemeinde, Beschränkung auf Endverbraucher mit bis zu 10 000 Kilowattstunden pro Jahr, Anmeldung zum Windkraftbonus bei Enertrag.

l Begünstigte Gemeinden: Göritz, Schönfeld (bei Prenzlau), Schenkenberg, Carmzow-Wallmow, Brüssow, Casekow, Hohenselchow-Groß Pinnow, Tantow, Mescherin, Grünow (bei Prenzlau), Randowtal, Gramzow, Uckerland. Etwa 15 000 Menschen.

l Berechnungsformel: Anzahl der Windkraftanlagen geteilt durch Anzahl der Einwohner (in Tausend) multipliziert mit Faktor zwei. Bestandsanlagen werden mit 25 Prozent, geplante und ab 2011 errichtete Anlagen zu 100 Prozent berücksichtigt. Die Bonuszahlung für Neuanlagen wird ab deren Inbetriebnahme berücksichtigt. Der Maximalbonus beträgt 50 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs.

l Beispielrechnung Gemeinde Tantow: 12 bestehende Anlagen mit 25 Prozent Begünstigung und zwölf geplante Anlagen mit 100 Prozent ergeben den Wert 15. Dividiert durch Einwohnerzahl 0,755 (auf Tausend gerechnet), multipliziert mit Faktor 2 ergibt 39,7 Prozent Ersparnis.

l Kündigungsfristen können durch Endkunden jederzeit kostenfrei vorgenommen werden. Der Windkraftbonus bleibt erhalten, wenn der Stromkunde innerhalb von zwei Monaten nach Vertragskündigung zu einem anderen Enertrag-Windstrompartner wechselt.

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Bürgerinitiative "Hände weg vom Liepnitzwald" 30.04.2012 - 13:43:23

Leimrute erkannt!

Es werden täglich mehr Kritiker! Heute hier einen Auszug aus der Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes Brandenburgs, der uns die Lage sehr deutlich erklärt ! Zitat: "Betrachtet man alle Ausbauziele der Energieerzeugung, die die Energiestrategie nennt, kommt Brandenburg im Jahr 2030 auf einen erhöhten Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von fast 50%, ein Nachfolgebraunkohlekraftwerk in Jänschwalde und mindestens zwei Gaskraftwerke, sowie Forschungsprojekte der Tiefen-Geothermie und neue KWK-Anlagen. Im Zusammenhang mit einer effizienteren Energienutzung stellt sich die Frage, wohin dann mit dem enormen Stromüberschuss? Hier setzt die Energiestrategie mehr auf Stromexport als auf die Ansiedlung von Industrie. Diese angestrebten Export- und Speichermengen verlangen einen nicht absehbaren Netzausbau. Es ist fraglich, wie unter diesem Gesichtspunkt Brandenburg als Tourismusland bestehen will, wenn Landschaften für den Tagebau abgetragen werden, Wälder als Biomasse genutzt werden, Freiflächen mit Photovoltaik- und Windenergieanlagen zugestellt werden und das ganze Land mit Stromtrassen überzogen wird. Nicht zu vergessen, dass die Brandenburger Bevölkerung hier leben möchte. An dieser Stelle verlangt der Städte- und Gemeindebund Brandenburg, die Ausbauziele aller Technologien in einem vernünftigen Maß mit anderen Interessen abzuwägen. Unter der Bezeichnung Stromexportland dürfen andere Werte Brandenburgs nicht unangemessen leiden. Dieser starke Stromexport ist auch nur bedingt mit den übrigen Zielen der Energiestrategie vereinbar. Er kollidiert erheblich mit den Zielen Akzeptanz und Beteiligung sowie Umwelt- und Klimaverträglichkeit, auch die Wirtschaftlichkeit steht in Frage, wenn der vor Ort produzierte Strom über neue Trassen in den Süden Deutschlands und das Ausland verteilt werden muss. " Alles klar? Vollständig nachzulesen unter: www.pro-liepnitzwald.de

David R. Tricht 25.04.2012 - 14:03:13

Innovative Beteiligungsidee

Super Idee! So haben alle etwas vom Windstrom! Mir gefällt das sehr gut. Die Polemik, dass die Windräder zu oft still stünden, ist angesichts dessen, dass ja gerade Kombikraftwerke, Speicher, ausgebaute Netze und dergleichen entstehen, wenig haltbar.

Isenhagen 24.04.2012 - 15:54:27

so kompliziert ist das nicht

Energie ist genug da. Die Sonne liefert jeden Tag mehr als wir brauchen. Die Erdwärme stellt ebenfalls eine solche sich sogar erneuernde Energiemeng da welche bisher in Grunde gar nicht genutzt wird. Problem ist immer noch nur, dass es einfacher und billiger ist, einen Sack Holz zu verbrennen als zwei Eimer heißes Wasser aus 2000 m Tiefe hoch zu holen. Ob wir lieber das heiße Wasser aufwendig hoch holen oder aber den Wind nutzen und die Landschaft verspargeln darüber diskutieren wir gerade. Was richtig ist weiß keiner.....daher Diskussion....Volksabstimmung....fertig. Im derzeit herrschenden System wird zu wenig diskutiert. Weil die Diskussionsbeiträge des Wahlvolks nach dem Wahltag nicht mehr gefragt sind. Und weil die derzeit herrschende Parteiendemokratie keine Basis für eine sachliche Diskussionskultur ist. Ruckzuck, oft nach dem dritten Satz interessiert die Sache nicht mehr sondern der Machterhalt durch Mehrheiten. Das macht die Probleme. Das schafft die Unzufriedenheit. Also weg mit dieser Parlamentäre-Demokratie-Kultur.

k.T. 24.04.2012 - 11:10:48

@Barni

Ich freue mich persönlich über solche Kommentare. Es ist wirklich so, und das ist sicher unbestritten, dass wir zu den Urmenschen beim Energieverbrauch zurück müssen. Im Grunde produziert doch die Erde genügent "Energieträger". Also bleibt doch nur eins übrig, Sparen und den Energieverbrauch senken, bis auf die Ebene, dass wirklich genug nachwachsen kann. Aber da bin ich ein Träumer und auch Sie. Man sagt "Luxus" dazu, wo man über die Maßen Energie verbraucht. Wer will denn auf Luxus verzichten? Niemand! und damit ist doch eigentlich die Frage der Zukunft der Menscheit beantwortet. Wir gehen am "Luxus" zugrunde. Es werden zu viele Geldscheine gedruckt. Wenn man es genau nimmt, kann man doch jede Diskussion über das Thema sein lassen. An dem "Luxusverhalten" wird sich nichts ändern. Es wäre nur sinnvoll, wenn sich mal jemand drüber machen würde, wann wir am Ende des "Luxus" angekommen sind. Luxus hört doch in dem Moment auf, wenn man denen den Strom abstellt. Dann geht nichts mehr. Und wenn ich mir das mal auf der "Zunge zergehen lasse", dann auf zum Sturm auf Luxuseinrichtungen und denen den Strom abgeschalten.

Barni 24.04.2012 - 09:41:43

Am Ende ...

... muss man sich der Frage stellen, wo zukünftig unsere Energie herkommen soll. Die Alternativen sind weitgehend bekannt: Braunkohle - aus Braunkohletagebauen in der Lausitz und Polen mit oder ohne CO2-Verpressung Steinkohle - Import aus Australien, Südafrika, Russland mit oder ohne CO2-Verpressung Erdgas - Import aus Russland oder Norwegen Atomenergie - enorme Folgen bei Unfällen Biomasse - z.B. großflächiger Maisanbau in der Region oder z.B. Holz aus Liberia (plant Vattenfall gerade in Berlin) Solar - teuer Wind - Landschaftsverschandelung dazu kommen noch Wasserkraft und Geothermie, die hier aber nur einen sehr kleinen Beitrag leisten können. Jede dieser Formen der Energiegewinnung hat Vor- und Nachteile. Am Ende wird es ein Mix aus einigen dieser Möglichkeiten sein, aber man sollte sich möglichst bald entscheiden, wo die Schwerpunkte liegen soll. Nur so kann sich die Gesllschaft, die Industrie und Investoren darauf einstellen. Der wichtigste Punkt kommt leider immer wieder zu kurz - das Energiesparen. Denn damit könnte man den einen oder anderen Kraftwerksstandort oder Windpark einsparen. Diesbezüglich sind Bundes- und Landesregierung leider viel zu wenig aktiv, da sollte man denen mal kräftig auf die Füße treten. Aber auch jeder sollte sich hier an die eigene Nase fassen, Möglichkeiten gibt es genug - weniger Auto fahren, Wärmedämmung am eigenen Haus, Strom sparen etc.

Schwe67 23.04.2012 - 20:30:23

Was künftig noch intererssant wird,

nach neuesten Erkenntnissen beeinflussen die Windräder sogar das regionale Klima, weil sich die Luftmassen wegen eines größeren Widerstandes verschieben. Die Stärke und Auswirkungen dieses Effektes werden inzwischen beobachtet und untersucht. Übrigens immer wieder erstaunlich: nur weil man gegen ein überdimensioniertes Aufstellen von Windkraftanlagen ist, muß man zwangsläufig für die Atom kraft sein. Wirklich billige Retorik einiger User.

k.T. 23.04.2012 - 18:25:05

@Positiver

Frage: Wann Grillen Sie? Bei Sturm oder fast Windstille? Wann können Sie dann Grillen? Fast Immer. Noch ne Frage von Ihnen?

Positiver 23.04.2012 - 14:39:29

@ K.T.

Der Wirkungsgrad ist aber bei Wind ungleich höher als bei allen anderen Energiegewinnungsformen außer Solar. Der Wind kommt nämlich UMSONNST und such die Sonne scheint KOSTENLOS, währenddessen man bei den herkömmlichen Formen immer erst Kosten bei der Rohstoffgewinnung und Verarbeitung hat. Wenn wir Wind und Solar weiter fördern bekommen wir irgendwann Energie für fast nichts!

k.T. 23.04.2012 - 13:36:39

@GAST

"In vielen Jahren müssen sogar die Windmüller schmunzeln, mit welcher Technologie sie einmal angefangen haben. Dann stehen hoffentlich nur noch vereinzelt sehr große Anlagen mit mehr Wirkungsgrad." Wissen Sie, der Wirkungsgrad von Windstille ist auch gleich Null. Trifft das auch auf ihren Verstand zu? Wenn wenigstens 2/3 des Jahres zu wenig Wind weht, muß ich mich ernsthaft fragen, was überflüssig ist. Und noch mal ernsthaft. Wir hatten den letzten Winter sehr wenig Wind, aber alle haben mehr Strom abgefordert. Frage: Wo steckt denn da noch der Sinn von Windenergie? Doch aber nur in der Rechnung der Stromkonzerne, weil sie mir für die "Windzeiten" wesentlich höhere Strompreise berechnen. Wenn im Winter kein Wind weht, steht auch kein Strom daraus zur Verfügung. Also kommt doch unterm Strich raus, dass man mir etwas nicht vorhandenes in Rechnung gestellt hat. Bei der Solarenergie ist das ja noch extremer. Da ist es in den Monaten Novenber bis Februar nun unmöglich brauchbar Energie zu gewinnen. Ansonsten gäbe es ja keinen Winter. Aber diese wesentlich höhere Stromabnahme im Winter soll ich dann, oder wird mir dann im Sommer übergeholfen. Das ist doch aber Betrug. Denkt mal drüber nach.

nonsius 23.04.2012 - 10:57:38

@Barni

Ich meine, Sie haben ja Recht, wenn man zwischen den Zeilen liest. Eine Idee für Deutschland allein habe ich auch nicht, wie man das Energieproblem lösen könnte. Allerdings ist es auch so, wenn man global erdunfassend denken und handeln würde, gäbe es sicher brauchbare Lösungen für die Zukunft. Aber genau dieser Gedanke bedeutet heute und in ferner Zukunft, nicht durchsetzbar. Es gibt alledings "Jemanden", der an seine Zukunft ständig denkt, die "Natur". Deswegen gibt es ja auch nicht auslegbare Naturgesetze. Und genau damit wird uns die Natur von diesem Planeten Erde eines Tages verscheuchen. Die Politiker tun was sie tun können, wenn sie an die "Zukunft" denken. Die Menschheit schnellstmöglichst auszurotten. Dafür haben sie immer wieder inovative und zukunftsweisende Ideen.

Gast 23.04.2012 - 10:42:15

@Barni

Schöner Lobbyismus... Und Zyniker dazu! Sie schreiben bei Windenergie sicherlich nur auf der Pro-Seite Ihre Argumente; Contra kennen Sie nicht. Umgehen können Sie damit schon gar nicht. In vielen Jahren müssen sogar die Windmüller schmunzeln, mit welcher Technologie sie einmal angefangen haben. Dann stehen hoffentlich nur noch vereinzelt sehr große Anlagen mit mehr Wirkungsgrad. Dies hier ist nun zur umstrittenen Windenergie, die ich nicht ablehne (maximal in der jetzigen Umsetzung), ein "freikaufen" und mit ganz billigen Marketingmitteln ein "verschaukeln" der Bürger. MfG PS: Energiewende ja, allerdings überlegt, gewissenhaft und nicht übereilt. Die Atomenergie, die ich ablehne, hat in den letzten Jahrzehnten viel zum Wohlstand unserer Gesellschaft beigetragen. Die Unglücksfälle haben leider die Grenzen dieser Technologie aufgezeigt. Tragen wir sie also zu Grabe, aber bitte mit Anstand ...

Barni 23.04.2012 - 08:32:22

Die Polen machen es richtig,

denn die wollen Atomkraftwerke bauen - die sind sauber, stinken nicht, machen keinen Krach und verschandeln nicht großflächig die Landschaft. Ich hoffe, dass ein Standort an der Oder gewählt wird, dann können auch die Windradgegner in der Uckermark günstigen Atomstrom beziehen. Vielleicht findet sich auch noch irgendwo Braunkohle und man macht zwischen Garz und Prenzlau einen Tagebau auf, wie sowas aussieht kann man sich in der Lausitz anschauen. Das abgeschiedene CO2 kann man dann unter Angermünde oder Templin in die Erde pressen. Weiterhin könnte man die Oder aufstauen und ein Wasserkraftwerk bauen. Zwar müsste man dann das Oderbruch fluten, aber da wohnt sowieso kaum noch jemand. Ich denke dann bräuchte man keinen Solar- oder Windstrom mehr und die Welt ist wieder in Ordnung.

K____T 23.04.2012 - 08:13:50

Eh, Leute aufgepaßt und aufgewacht!!!

"Entscheidend für die Höhe des Rabatts ist jedoch die Lage. Auch hier gilt die Formel: Je mehr Windräder vor der Tür, desto größer die Ersparnis im Geldbeutel." Hier wird doch nichts weiter gemacht, als sich eine Tür offen zu halten, die jetzt geschlossen wird. Die Forderung nach Mindestabstand wird hier untergraben. Und nicht nur das. Je näher, um so größer der Bonus, im ersten Jahr. Und was ist dann. Einen Dauerbonus gab es noch nie. Und wie schon festgestellt, das Geld für den Bonus holt man sich von den anderen, die etwas weiter weg wohnenten Bürgern. Das ist doch wieder mal eine Verarsche ohne Gleichen. Mensch, Leute. Last doch die Dinger erst garnicht bauen. Wenn die einmal stehen dreht man den Bonusgeldhahn wieder zu und was ist dann? Der Mindetabstand wurde unterschritten und Unterschriften auf "Bonusverträgen" garantieren den Windmüllern dann die Erlaubnis für den Weiterbetrieb. Und man sollte sich auch ernsthafte Gedanken machen über die Bonusprozente. Damit kann sich doch keiner seine Gesundheit "kaufen", die dann futsch ist. Und dass die Windräder Krach machen, ist doch unumstritten.

Schwe67 22.04.2012 - 22:41:46

Es geht nicht um Touristen,

sondern um die hier lebenden Einheimischen. Und ablehnend stehe ich nur Murks gegenüber, egal ob Atomkraft oder Windkraft oder sonstwas. Das Stromnetz muß dezentralisiert werden. Aber das hatten wir schon einmal. Mich ewig zu wiederholen ist mir zu blöde.

Michael Kühl 22.04.2012 - 20:20:44

Strom aus der Dose !

Genau, alles ablehnen. Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke - Ihr habt bestimmt schon alle dagegen unterschrieben. Solange der Strom aus der Steckdose kommt, ist doch alles i.O. Und in Angermünde werden auch noch Solarparks verhindert. Die vielen Windräder beeinflussen natürlich auch die Millionen Touristen, die ohne dieselben monatelang in der Uckermark Urlaub machen würden.

Schwe67 22.04.2012 - 10:53:17

Schweinerei !

Da werde ich abgezockt und subventioniere andere. Dabei bin ich von den Dingern genauso genervt. Ein Grund mehr Windstrom abzulehnen. Aber man wird ihn mir schon ungefragt unterjubeln. Das ist mafiös, ungerecht und abartig. Krude Machenschaften.

Gast 22.04.2012 - 10:04:52

Verbraucherschützer ALARM!

Bei diesen Konstruktionen, Restriktionen usw. werden die Verbraucher in die Irre geführt. Darüberhinaus hat Isenhagen recht, wenn er von "mafiösen" Strukturen spricht. MfG

Isenhagen 22.04.2012 - 06:46:43

richtig so, Geld schafft das schon

In diesem Stil sollte man auch die politischen Wahlen durchführen. Da weiß man wenigstens was man hat. Die Gesellschaft wird immer mafiöser. Also wenn ich jeden Tag da durch muss durch so ein Dorf, dann will ich auch Geld. Schließlich bin ich mehr betroffen als manche Anwohner die sowie mehr in den Fernseher als aus dem Fenster schauen. Kann es sein, dass dieser Ökostrom in den letzten Jahren immer schmutziger wird und den Kohlestrom im Grunde schon überholt hat?

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